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Das Irish Pub

Es gibt wenig das so für Irland und das typisch irische Lebensgefühl steht wie das Irish Pub. Wohl kaum ein Besucher des Landes hat es nicht auf seiner To-Do-Liste ein Glas von was auch immer in einem Irish Pub zu trinken, bei manchem sind es auch viele Gläser in vielen Pubs :-).

Und das Irish Pub ist ein Exportschlager, es gibt außerhalb Irlands über 7000 davon in aller Welt, sogar an so exotischen Orten wie Ulan Bator in der Mongolei, Baku in Aserbaidschan und Katmandu in Nepal.

Es gibt so viel über Irish Pubs zu erzählen, dass es eine echte Herausforderung für mich ist, das in eine einigermaßen strukturierte Form zu bringen, ich hoffe es gelingt mir halbwegs, deswegen hier die wichtigsten Informationen zu Irish Pubs…

Die Geschichte des Irish Pub

Die Geschichte des Pub (Pub ist die Abkürzung für „Public House“, also das Gegenteil von einem private house) reicht weit zurück.

Ihre erste große Verbreitung haben die Pubs den Mitgliedern der Arbeiterklasse zu verdanken, für die es sonst keinen Platz gab, wo sie willkommen waren und sich treffen konnten. Lange Zeit konnte man in Pubs nichts essen. Es war in Irland damals vollkommen unüblich, seine Mahlzeit nicht zuhause einzunehmen und wenn es doch einmal vorkam, dann gab es in praktisch jedem Ort ein Hotel; am Rande von Wochen- und Viehmärkten wurden temporär sogenannte Eating Houses eingerichtet. Das Pub war also bis in die jüngere Vergangenheit nur ein Ort zum Trinken.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts beschlossen die Briten, Gaststätten ganz zu verbieten. Eine große Abstinenzbewegung gründete sich. Die „Publicans“, also die Inhaber der Pubs waren gezwungen, sich andere Einnahmequellen zu suchen. Über Nacht wurden aus Pubs Geschäfte für Handwerkerbedarf, Bestattungsunternehmen und Lebensmittelläden. Noch heute gibt es Pubbesitzer, die auch Lebensmittel verkaufen oder als Bestatter aktiv sind. Das gilt allerdings nur für die Republik, in Nordirland ist so eine Doppeltätigkeit nicht erlaubt.

In den 1970er Jahren wurde es dann plötzlich modern in Irland, auswärts essen zu gehen, und so begannen viele Pubs einige einfache Gerichte anzubieten (den sogenannten pub grub) oder ein vollwertiges Restaurant zu eröffnen. In dieser Zeit (und seitdem) wurden auch viele Pubs renoviert oder im schlimmeren Fall gnadenlos modernisiert, so dass heutzutage einige eher gesichtslos daherkommen. Manche sind auch gar nicht mehr als Pub zu bezeichnen, sondern als Bar oder Club.

Irish Pubs sind in der Regel in Privatbesitz, in letzter Zeit haben sich aber auch einige Ketten etabliert. Das Pub trägt oft den Namen des Besitzers, manchmal auch den der Straße an der es liegt oder den Namen eines berühmten irischen Schriftstellers beziehungsweise eines seiner Charaktere. Namen wie „The Elephant and Bycicle“ wie in England üblich sind in Irland eher selten.

Jeder Ire der Pubs besucht hat sein „Local“, seine Stammkneipe, wo er „Regular“, also Stammgast ist. Besonders in ländlichen Gegenden kennt das Personal seine Gäste seit Erreichen der Volljährigkeit (oder länger) und alle Gäste kennen sich untereinander. Dass ein Barmann seinen Stammkunden fragen müsste was er trinken möchte ist dann eine so absurde Vorstellung als würde er ihn nach seinem Namen fragen.

So eine Stammkneipe will wohlüberlegt ausgesucht werden. Natürlich ist es oft diejenige, die günstig auf dem Nachhauseweg liegt oder nahe an der eigenen Wohnung ist (oder in einem Dorf schlicht das einzige, wiewohl es auch in kleinen Orten oft mehrere Pubs gibt und man sich fragt, wie sie alle von den paar Einwohnern leben können). Es spielt aber auch eine Rolle welches Bier und welcher Whiskey ausgeschenkt wird, ob es dort Musik gibt oder eher ruhig ist, ob man Darts oder Pool spielen kann und natürlich wer das Pub sonst noch frequentiert und mit wem man sich stundenlang unterhalten kann.

In Irland haben dennoch in den letzten Jahren Hunderte von Pubs geschlossen. War das Pub vor nicht allzu langer Zeit noch der einzige Ort an dem sich das soziale Leben eines Dorfes abgespielte gibt es nun unzählige Möglichkeiten, seine Freizeit zu verbringen. Natürlich hat auch die Rezession einen großen Teil dazu beigetragen, ein Pint (568 Milliliter) in einem Pub ist alles andere als günstig und es ist billiger, sich im Supermarkt zu versorgen und zuhause zu trinken.

Aber keine Angst, es gibt immer noch genügend schöne Pubs und es ist in Dublin nach wie vor sehr schwer, die Stadt zu durchqueren ohne an einem Pub vorbeizukommen, wie es schon James Joyce beschrieben hat (aber es geht, so hat es der Guardian vor einiger Zeit berichtet): http://www.theguardian.com/books/2011/jun/17/joyce-puzzle-dublin-passing-pub)

Ich möchte Ihnen noch zwei schöne Bücher empfehlen, die Ihnen die Irish Pubs, Ihre Kultur und Geschichte nahebringen:

  • Irish Pubs: Ein Reisebegleiter durch Irland stellt Pubs vor, die literarisch, politisch oder geschichtlich von Bedeutung oder einfach besonders schön sind. Ein Buch, in dem man stundenlang schmökern kann und das einem wertvolle Tipps für den nächsten Irlandurlaub gibt
  • The Irish Pub ist ein englischsprachiges Buch, das ebenfalls die bedeutendsten und schönsten Pubs Irlands vorstellt. Es ist gebunden und hat wunderschöne Fotos, ist also wertiger als das oben genannte und eignet sich hervorragend als Geschenk

Diese Informationen über Irish Pubs sind hilfreich für Sie

Das sind normalerweise die Öffnungszeiten der Pubs:

Montag bis Donnerstag: 10:30 – 23:30
Freitag & Samstag: 10:30 – 0:30
Sonntag: 12:30 – 23:00

Danach hat man noch 30 Minuten Zeit sein Glas auszutrinken beziehungsweise seine Gläser, denn wer noch durstig ist (und der Ire ist oft durstig) versorgt sich kurz vor der Sperrstunde mit ausreichendem Vorrat. Damit auch jeder mitbekommt, dass es Zeit ist die letzten Drinks zu bestellen wird optisch (durch mehrmaliges Aus- und Einschalten des Lichts) oder akustisch (z.B. durch das Läuten einer Glocke), verbunden mit dem eindringlichen Ruf „LAST ORDERS PLEASE“, darauf hingewiesen.

Der Ire wäre aber kein Ire, wenn er nicht manchmal wüsste die Sperrstunde zu umgehen. Sind nur noch Stammgäste anwesend bzw. Fremde die einen vertrauenswürdigen Eindruck machen kann es vorkommen, dass die Fensterläden geschlossen und die Eingangstür zugesperrt wird und es drinnen munter weitergeht. Die Musiker packen ihre Instrumente wieder aus und es wird bis in die frühen Morgenstunden getrunken, gesungen und gelacht. Man kommt dann nicht mehr ohne weiteres in das Pub hinein und manchmal ist es auch schwierig hinauszukommen, nicht nur wegen des Alkohols sondern weil die Tür wie gesagt verschlossen ist.
Manchmal schaut dann auch noch der örtliche Polizist auf ein Pint vorbei.

Zu bestimmten Zeiten, wenn zum Beispiel ein Festival im Ort stattfindet oder zu St. Patrick’s Day kann die Sperrstunde auch offiziell aufgehoben werden.

Die härtesten beiden Tage für den trinkenden Iren sind der erste Weihnachtsfeiertag und Karfreitag, denn dann bleiben die Pubs per Gesetz geschlossen. In den Medien wird dann jedes Mal heiß darüber diskutiert, ob man das den Landsleuten wirklich zumuten kann.

EJ Kings, Clifden

Seit dem 29. März 2004 gibt es in Irland eines der strengsten Nichtraucherschutzgesetze in ganz Europa, den Smoking Ban. An diesem Tag wurde das Rauchen in öffentlichen Gebäuden und am Arbeitsplatz verboten und da das Pub der Arbeitsplatz der dort Beschäftigten ist darf auch hier nicht mehr geraucht werden. Ausgenommen vom Gesetz sind lediglich Gefängnisse und psychiatrische Kliniken.

Für den Publican wird es teuer wenn das Gesetz missachtet wird. Von einigen Gewöhnungsschwierigkeiten in den ersten Wochen und dem vergeblichen Versuch einiger Pubbesitzer abgesehen, ihr Lokal als psychiatrische Anstalt zu deklarieren wird das Verbot vorbildlich umgesetzt und meine Vorhersage, die Iren würden schon wegen ihres Naturells Mittel und Wege finden es zu umgehen wurde Lügen gestraft. Fast überall gibt es aber im Freien die Möglichkeit für die Raucher ihrer Sucht zu frönen, oft überdacht und/oder mit Heizstrahlern, beides wegen des irischen Wetters ein Segen.

Und was muss ich nun als Fremder über die Gepflogenheiten in einem Irish Pub wissen?

Es ist keine Wissenschaft in einem Pub etwas zu trinken, aber ein paar Dinge sollten Sie wissen denn es gibt ein paar ungeschriebene Regeln:

  • Bestellt und gleich bezahlt werden die Getränke an der Bar. Trinkgeld ist dort nicht üblich aber natürlich nicht verboten.
    Obwohl in Irland seit längerem das metrische System gilt wird das Bier nach wie vor in Pints ausgeschenkt. Ein Pint entspricht 0,568 Liter. Möchten Sie ein großes Glas Guinness so bestellen Sie folglich „A pint of Guinness, please“. Wollen Sie nur ein kleines Glas, also ein halbes Pint, dann ordern Sie „a glass of Guinness“. Der Ire ist der Meinung, dass ein echter Kerl natürlich nur ein Pint trinkt, das halbe Pint wird folglich fast nur von Frauen und unbedarften Touristen bestellt.
  • Da dunkles Bier (z.B. Guinness, Oberbegriff „stout“) auf zwei Mal gezapft wird müssen Sie darauf etwas warten, der Barmann hat Sie sicher nicht vergessen. Ein Guinness zu zapfen ist eine Wissenschaft für sich, die besten Barmänner sind deshalb richtige Berühmtheiten. Dass das Guinnesglas in einem Rutsch gefüllt wurde ist mir bisher nur an einer Hotelbar in Bukarest passiert und es schmeckte natürlich furchtbar.
    Wollen Sie sich nicht als Banause outen, dann lassen Sie nachdem Sie Ihr Glas bekommen haben das Guinness noch vollständig setzen bis Sie anfangen es zu trinken. Der kompakte Schaum ist dann rein weiß, das Bier selbst schwarz.
  • Bekommen Sie einen Sitzplatz an der Bar kann der Barmann auch für jedes Getränk einen Strich auf Ihren Deckel machen, normalerweise bezahlen Sie aber auch dann jedes Glas sofort
  • Haben Sie Ihr Glas endlich in der Hand so ist ein kräftiges "Prost" fällig, natürlich auf irisch: mit einem Sláinte (wörlich übersetzt: Gesundheit) schinden Sie garantiert Eindruck. Die Aussprache variiert, am nächsten kommt wohl "ßlonntscha"
  • Gehen Sie mit Ihren irischen Freunden, Bekannten oder Geschäftspartnern ins Pub, dann bezahlt nicht jeder für sich, sondern es werden Runden bestellt. Das heißt einer bezahlt für alle das erste Getränk (lädt jemand offiziell ins Pub ein, dann geht die erste Runde auf ihn oder sie), dann bezahlt jemand anderes die zweite Runde, usw. Normalerweise bestellt jemand die nächste Runde wenn die/der Erste kurz davor ist auszutrinken, denn es dauert ja etwas bis die neuen Getränke serviert werden und man möchte niemandem zumuten vor einem leeren Glas zu sitzen. Das bedeutet auch: wenn Sie langsamer trinken als die anderen haben Sie schnell ein paar volle Gläser vor sich stehen. Schlecht kommt es an wenn Sie fleißig die anderen ihre Runden zahlen lassen und dann plötzlich dringend weg müssen wenn Sie an der Reihe wären. Wissen Sie schon, dass Sie nicht bis zum Schluss bleiben (können), dann zahlen Sie Ihre Runde früher
  • Wie Sie oben schon erfahren haben können Sie mittlerweile in vielen Pubs auch etwas essen und oft gar nicht schlecht. Manchmal sind es nur kleinere Gerichte wie die „Soup of the Day“ (die in 97% der Fälle eine dicke Gemüsesuppe ist), Sandwiches oder ähnliches. Oft wird aber auch eine Auswahl wie in einem Restaurant angeboten. Gibt es einen dedizierten Bereich mit Esstischen, dann können Sie in der Regel dort auch bestellen, sonst bestellen Sie auch Ihr Essen direkt an der Bar. Sind Sie sich nicht sicher wo Sie bestellen können, dann fragen Sie einfach, man gibt Ihnen gern Auskunft
  • Haben Sie Kinder dabei so beachten Sie bitte, dass es gesetzliche Regelungen gibt, wann und wie lange diese sich im Pub aufhalten dürfen. Kinder unter 15 Jahren dürfen ohne Begleitung Erwachsener nicht ins Pub (aber wer einen Erstklässler hat der gern mal allein auf ein Pint Guinness ins Pub ginge der hat wohl sowieso andere Probleme). Kinder unter 15 Jahren in Begleitung Erwachsener und Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren dürfen sich zwischen 10:30 und 21:00 (im Sommer bis 22:00) in Pubs aufhalten, oder auch länger wenn es sich um eine private Feier handelt, bei der es ein „substantial meal“ gibt. Der Pubbesitzer darf all diese Rechte aber einschränken, wenn er das Gefühl hat, dass dem Kind durch seinen Aufenthalt Schaden entsteht. Auf der anderen Seite sehen es viele Publicans aber auch nicht so eng und werfen die Kinder samt Eltern nicht aus dem Lokal auch wenn es etwas später wird. Alkohol darf an Personen unter 18 Jahren nicht ausgeschenkt werden, bestellt ein junger Mann oder eine junge Frau Alkohol, dann kann es schon mal passieren, dass der Barmann den Ausweis sehen möchte.
    junger Gast im Pub

    Zum Schluss zehn humorvolle "Pubregeln", die ich im Netz gefunden habe und die viel über die Iren und ihre Einstellung zum Pub verraten:
     
  • Buying someone a drink is five times better than a handshake.
  • If someone offers to buy you a drink, do not upgrade.
  • Persons drinking a pint of Guinness before it has fully settled will be immediately barred.
  • Anyone on stage or behind the bar is 50% better looking.
  • Telling lies is unacceptable, you may however grossly exaggerate.
  • If there is ever any confusion, the fuller beer is yours.
  • If you hesitate more than three seconds after getting the barman's attention, you do not deserve a drink.
  • If you buy a woman a drink and she refuses, she does not like you.
  • If you buy a woman a drink and she accepts, she still may not like you.
  • Girls hang out, apply make-up and have long talks in the bathroom. Men do not.

Und was bekommen Sie in einem Pub zu trinken? 

  • Natürlich Bier und zwar Stout (Guinness praktisch immer, seltener Beamish oder Murphy’s), helles Bier heißt wie in England „Lager“; am populärsten sind hier Heineken, Budweiser und Stella Artois, das Lager der Guinness Brewery heißt „Harp“. Immer häufiger findet man auch Weißbier, sehr oft Erdinger. Es gibt auch Ales (eine obergärige Biersorte mit wenig Kohlensäure), das beliebteste irische Ale ist Smithwicks. In letzter Zeit entstehen auch in Irland immer mehr „Craft Beer Breweries“, kleine unabhängige Brauereien, die nach traditionellen Rezepten brauen. Oftmals wird „India Pale Ale“ hergestellt, ein stark hopfenbetontes und oftmals fruchtiges für mich persönlich etwas gewöhnungsbedürftiges Bier, aber auch alle anderen Sorten kommen vor.
    Vorrat
     
  • Welche Biere ausgeschenkt werden sehen Sie an den Zapfhähnen, Spezialitäten werden oftmals extra beworben. Wenn Sie nicht sicher sind welches Bier Sie trinken möchten, lassen Sie sich vom Barmann beraten. Mehr zu Craft Beer und zu irischem Bier generell erfahren Sie im Kapitel Essen und Trinken.
  • Sozusagen das zweite alkoholische Standbein im Irish Pub ist der Whiskey, für den Irland auf der ganzen Welt berühmt ist. Auch hierzu erfahren Sie was Herstellung, Besonderheiten, Hersteller usw. angeht alles Wissenswerte im Kapitel Essen und Trinken. Wenn Sie einen Whiskey bestellen bekommen Sie 2cl, wollen Sie 4cl so bestellen Sie einen „double“. Sie bekommen ihn in Zimmertemperatur serviert, entweder pur („plain“), mit Wasser oder Eis.
  • Sehr gerne getrunken wird auch Cider, vergorener Apfelsaft angereichert mit Kohlensäure. Nichts löscht Durst so gut wie Cider, aber Vorsicht, der Alkoholgehalt ist nicht gerade gering (z.B. 4,5 vol% Alkohol beim bekanntesten irischen Cider von Bulmers), das vergisst man leicht, da Cider sehr süffig ist).
  • Irish Coffee wird nicht in allen Pubs angeboten, da die Herstellung relativ umständlich ist.
  • Tee oder Kaffee bekommt man meistens aber nicht immer.
  • Natürlich können Sie in allen Pubs auch Wein bekommen, manchmal lautet die einzige Wahlmöglichkeit „white or red“, oft ist das Sortiment deutlich umfangreicher.
  • Und natürlich werden in Pubs auch alle möglichen Soft Drinks angeboten.
  • Per Gesetz müssen die Getränkepreise öffentlich aushängen, oft direkt am Eingang oder an der Bar. Sie werden feststellen, dass Alkohol in Irland relativ teuer ist; die Preise schwanken je nachdem wo Sie trinken: in den Städten kostet es oft mehr als auf dem Land, in noblen Hotels mehr als in einem einfachen Hotel. Besonders schlimm ist es in „Touristenfallen“ wie der Temple Bar in Dublin, da kann es dann schon einmal sein, dass man Ihnen mehr als sieben Euro für ein Pint abknöpft.
  • Für viele, Touristen wie Einheimische, ist ein Pubbesuch erst wirklich gelungen und „typisch irisch“, wenn dort Musik gespielt wird. Das muss nicht zwangsläufig traditionelle irische Musik oder Folk sein, man kann auch Rock, Punk und alle mögliche anderen Musikstile hören. Generell ist zu sagen, dass die dargebotene Musik gleich welchen Stils ein sehr hohes Niveau hat und das Publikum begeisterungsfähig ist, es ist also auf alle Fälle ein Erlebnis. Auch Karaoke hat in Irland Einzug gehalten, na ja.
  • Ich kenne nicht jedes Pub in Irland (wirklich!) und weiß auch nicht von jedem ob, wie oft und wann es dort Live Musik gibt. Ich werde Ihnen deswegen hier einige grundlegende Informationen geben und im nächsten Absatz bei den Pubempfehlungen hervorheben wenn ich dort selbst gute Musik gehört habe oder wenn ich weiß, dass eine Kneipe einen guten Ruf für ihre Sessions genießt. Wenn Sie solche Lokalitäten suchen sollten Sie sich darüber hinaus auf alle Fälle bei der Vermieterin Ihres B&Bs oder an der Rezeption Ihres Hotels erkundigen oder sich einfach auf der Straße umhören. Wenn Sie in einem Pub sitzen das Ihnen gut gefällt und wissen wollen ob dort noch Musik zu hören sein wird, fragen Sie einfach „will there be music tonight?“ und man wird es Ihnen nicht verheimlichen wenn dem so ist. Darüber hinaus empfehle ich Ihnen den „Pub Finder“ der Vintners Federation of Ireland, in dem Sie unter anderem auch nach Pubs mit Live Musik filtern können: http://vfi.ie/pub-list.php?origin=leftmenu&offer=7 
    Musiker im Irisch Pub

     
  • Nicht in allen Regionen Irlands wird man gleich häufig auf Music Pubs stoßen, es gibt aber überall welche. Besonders aktiv sind nach meiner Erfahrung in dieser Beziehung einige Counties im Westen wie Clare, Galway und Donegal und natürlich die größeren Städte.
  • In manchen Pubs gibt es spezielle Sessions für Touristen, was nicht bedeutet, dass die Musik nicht gut wäre. In anderen spielen die Musiker in erster Linie für sich selbst und natürlich auch zum Vergnügen des Publikums. Der Publican zeigt seine Wertschätzung dann durch freie Getränke für die Musiker. Die Sessions beginnen oft spät, um 21:00 oder danach, manchmal geht es aber auch schon am Nachmittag los. Die Musiker sitzen auf einer Bühne, meist aber einfach um einen Tisch mitten unter den anderen Gästen. Ein umfangreiches Kapitel zu irischer Musik und irischen Musikern finden Sie hier bei mir hier
  • In praktisch allen Pubs hängt zumindest ein Fernsehgerät, manchmal auch mehrere. Gezeigt wird fast ausschließlich Sport: die englische Premier League die in Irland sehr populär ist oder Rugby, Hurling und Gaelic Football. Das „All Ireland Final“ im Hurling oder Football (mehr zu diesen Sportarten im Kapitel „Kultur“) in einem Pub zu erleben ist eine großartige Sache.

Irish Pubs, deren Besuch sich lohnt

(eine notgedrungen unvollständige aber ständig erweiterte Liste)

Dublin

Die Aussagen zur Anzahl der Pubs in Dublin gehen etwas auseinander, aber es werden wohl zwischen 650 und 700 sein.

McDaids, 3 Harry Street

Mein Lieblingspub in Dublin, in der kurzen Straße zwischen Grafton Street und dem Westbury Hotel. McDaids ist ein sogenanntes „Literarary Pub“, wurde also von vielen Schriftstellern und Journalisten frequentiert. Einer der bekanntesten und ein besonders treuer Gast war Brendan Behan, der letztlich am Alkohol zugrunde ging (daher ist es nicht verwunderlich, dass er auch noch Stammgast in anderen Pubs war) und von dem der bekannte Satz stammt: „I am a drinker with a writing problem“.

Das Gebäude, das McDaids beherbergt lässt sich bis ins späte 18. Jahrhundert zurückverfolgen und beherbergte einst ein Leichenschauhaus. Man erzählt sich, dass die hohe Decke darauf zurückzuführen ist, dass die Särge hier aufrecht gelagert wurden, ich weiß aber nicht ob ich das glauben soll :). Seinen jetzigen Namen bekam es 1936, als es John McDaid kaufte. Paddy O'Brien, einer der berühmtesten Barkeeper in ganz Dublin arbeitete hier von 1937 bis 1972 und noch heute hat McDaids den Ruf, dass es hier eines der besten Pints der ganzen Stadt gibt. Ich kann dem zumindest nicht widersprechen.

Viele literarische Größen haben McDaids im Laufe der Jahre frequentiert, aber die 50er und 60er Jahre waren die Jahrzehnte in denen es seinen inzwischen berühmten Ruf erwarb. Brendan Behan, Paddy Kavanagh, Brian O'Nolan, Austin Clarke, Anthony Cronin, JP Donleavy und Liam O'Flaherty sind nur einige der berühmten Schriftsteller, die hier ihren Durst gelöscht haben, ihre Porträts zieren die Wände.

Bei McDaids gibt es keinen „Schickschnack“, keine Live Musik und (ausser Chips und Erdnüssen) nichts zu essen, nur eine sehr angenehme Atmosphäre und gute Getränke, die Einheimische und Touristen gleichermaßen anziehen. Besonders in der Zeit nach Büroschluss wird es hier richtig voll, wenn die Angestellten hier einfallen.

O’Donoghues, 15 Merrion Row

O'Donoghues hat ein reiches Erbe und steht an einem historischen Ort in Dublin, nur wenige hundert Meter von St. Stephen’s Green entfernt. Doch es ist mehr die moderne Musikgeschichte die dieses Pub legendär gemacht hat. Besonders bekannt ist O’Donoghues bekanntlich als Geburtsstätte der Heroen der Folk Music, nämlich der Dubliners. Es ist dieser Geist, der durch die Musiker, die heute unter einer Reihe von Zeichnungen und Fotos berühmter Vorgänger spielen, am Leben gehalten wird.

O’Donoghues ist außerdem ein beliebter Treffpunkt für Fans an Rugby Wochenenden, wenn Irland Anhänger aus England, Schottland, Wales, Frankreich oder Italien begrüßt, die für das Sechs-Nationen-Turnier anreisen.

Cafe en Seine, 40 Dawson Street

Wie der Name schon sagt ist das Cafe en Seine ein Pub im Stil eines französischen Cafés.
Hier kann man es sich in Jugendstilambiente gutgehen lassen. Es gibt eine große Auswahl an warmen Speisen, leckeren Suppen, Gourmet-Sandwiches und Baguettes. Bei Nacht verwandelt sich das Cafe en Seine in eine von Dublins stilvollsten Bars und bietet gute Cocktails und natürlich Bier, oft bei Livemusik. Empfehlenswert ist auch der Jazzbrunch am Sonntag zwischen 12 und 17 Uhr.

Dawson Lounge, 25 Dawson Street

Nur wenige Häuser vom Cafe en Seine entfernt befindet sich Dublins kleinstes Pub, die Dawson Lounge. Viel breiter als die Eingangstür wird es nicht, nur wenige Gäste finden Platz.

The Brazen Head, 20 Bridge Street Lower

Das Brazen Head ist das offiziell älteste Pub Irlands, seine Geschichte geht bis ins Jahr 1198 zurück. Es mag irgendwo noch ein älteres geben, ein Besuch lohnt sich hier auf alle Fälle. Es ist zwar nicht klar, wie viel vom ursprünglichen Gebäude, einer Raststation für Kutschen und Pferde, noch intakt ist, aber das alte Gemäuer ist auf alle Fälle beeindruckend.

Das Pub hat es geschafft, den Charme und die Eigenschaften der Vergangenheit beizubehalten und man kann sich gut vorstellen wie hier James Joyce, Brendan Behan (hier auch) und Jonathan Swift sowie Revolutionäre wie Robert Emmet, Wolfe Tone, Daniel O'Connell und Michael Collins hier getrunken haben. Auch Musiker der modernen Zeit wie Van Morrison, die Hothouse Flowers, Mary Black und Garth Brooks wurden hier schon gesichtet.

Oliver St. John Gogartys, 58 / 59 Fleet Street

Ich bin kein großer Fan der Temple Bar, des Vergnügungsbezirks von Dublin; zu viele Menschen, zu hohe Preise und wenig Ursprüngliches. Da aber viele von Ihnen der Temple Bar trotzdem einen Besuch abstatten werden soll hier das Oliver St. John Gogartys nicht fehlen. Was für ein Name für ein Pub, Mr. Gogarty war ein in Dublin geborener Schriftsteller. Das nach ihm benannte Pub ist ein sagen wir mal lebhafter Ort. Oft gibt es hier gute Musik, das Essen ist lecker und die Auswahl an Getränken groß.

The Stags Head, 1 Dame Court

Das Stags Head ist nicht ganz leicht zu finden, man muss einem schmalen Durchgang folgen, der von der Dame Street abgeht, aber es lohnt sich, das Pub ist ein verborgener Schatz. Es ist das wohl am besten erhaltene viktorianische Pub Dublins mit prachtvoll geschnitzten Mahagoni-Armaturen, Mosaik-Marmorböden und Granittischplatten. Überall finden Sie kunstvolle Glasfenster und Lampenfassungen.

Peadar Kearney´s, 64 Dame Street

Und wenn Sie schon in der Dame Street sind um das Stags Head zu besuchen dann schauen Sie auf alle Fälle auch bei Kearney’s vorbei, einem traditionellen Pub mit starken historischen Wurzeln. Das Pub ist nach dem Musiker benannt, der „Amhrán Na Bhfiann“ (die irische Nationalhymne) komponiert hat. Bis heute ist es eines der besten Music Pubs Dublins. Es gibt eine Bar im Keller wenn es im Erdgeschoß zu voll wird, dort kann man auch Sportübertragungen folgen. Wenn Sie nach einem Ort mit Musik und Atmosphäre wie in der Temple Bar suchen ohne die dortigen Preise, dann kommen Sie hierher.

The Long Hall, 51 South Great George’s St

Definitiv eines der schönsten Pubs und ein Wahrzeichen Dublins, es geht zurück bis ins Jahr 1881 und hat seinen viktorianischen Charme behalten. Teppichböden, Musketen an der Wand, geschmückte Bögen und eine entspannte Atmosphäre sind ein Grund für die Beliebtheit der Long Hall.

Toners, 139 Lower Baggot Street

Benannt nach James Toner, der es im Jahr 1923 übernahm und als Pub und Lebensmittelgeschäft führte. Toner ist eines von Dublins ältesten und bekanntesten traditionellen Pubs. Der Innenraum trägt viel zu einer lebendigen und freundlichen Atmosphäre bei. Dekor und Steinfußböden führen Sie in die damalige Zeit zurück. Im Laufe der Zeit wurde das Pub von einigen der literarischen Größen Irlands wie Kavanagh und Yeats frequentiert. Es wird gemunkelt, dass Toners das einzige Pub war, in dem WB Yeats trank.

The Cobblestone, 77 King St North

Das Cobblestone ist mein bevorzugtes Pub in Dublin, wenn ich gute traditionelle Musik hören möchte. Es liegt etwas abseits vom Zentrum in Smithfield, ist aber sehr gut zu erreichen, zum Beispiel mit dem Luas. Das hier gezapfte Guinness ist hervorragend und die Atmosphäre entspannt. Die Einrichtung ist rustikal und gemütlich. 

Im vorderen Teil des Pubs finden jeden Abend hervorragende Sessions statt, oft schaut ein bekanntes Gesicht der irischen Musikszene vorbei. Samstagnachmittag gibt es Bluegrass Konzerte, die eine treue Stammhörerschaft haben. 

Auch im hinteren Raum gibt es oft Folk und Roots Konzerte, manchmal auch Lesungen. Das Cobblestone sollten Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen.


 

Galway

Tig Cóilí, Mainguard Street

Das Tig Cóilí liegt in der Mainguard Street am Ende der Shop Street und ist mein Lieblingspub in Galway. Diese gemütliche Kneipe ist für seine nächtlichen Sessions traditioneller Musik bekannt. Während der Sommermonate kann es richtig voll werden, dann sitzen und stehen die Menschen auch vor dem Tig Cóilí, nicht nur die Raucher.

Hier spielen lokale Musiker, aber auch durchreisende Größen der irischen Musik schauen gern vorbei. Auch Mitglieder der Besitzerfamilie greifen gern zum Instrument wenn sie nicht hinter der Bar benötigt werden. In der Regel sind die Sessions akustisch und es werden keine Verstärker benutzt, dann drängen sich die Menschen nach vorne, wo die Musiker sitzen.

Freeney's Pub, 19 High Street

Zentral gelegen ist Freeney’s der ideale Ort, wenn man wochentags keine Lust auf volle und manchmal hektische Pubs hat, sondern einfach nur ein ruhiges Plätzchen sucht, um entspannt ein Pint zu trinken. Das mag daran liegen, dass die Fenster mit Taschenmessern und Feuerzeugen bestückt sind und man es eher für einen Gemischtwarenladen hält, was es bis 1976 nebenbei auch war. Erst seitdem ist es eine reine Kneipe. Sind Sie aber erst einmal über der Türschwelle so werden Sie das gemütliche Pub mit dem altmodischen Tresen schätzen. Die große Anzahl an Stammgästen zeigt Ihnen, dass Sie damit nicht allein sind. In den Vitrinen sind Fische ausgestellt, die in den heimischen Gewässern gefangen wurden.
Bekannt ist Freeney’s auch für die große Auswahl an Whiskeys die man dort bekommt.


Foto mit freundlicher Genehmigung von www.galwaycitypubguide.com

Garvey’s, Eyre Square

Garvey‘s liegt an einer Ecke des Eyre Square, des Hauptplatzes von Galway. Sie müssen nicht lange danach suchen, die Guinness Uhr weist Ihnen den Weg. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts gibt es hier ein Pub, die aktuelle Bausubstanz ist aber viel neueren Datums. Es gibt eine lange Bar, hohe Decken und viel Holz. Man kann hier auch sehr gut essen, die Weinkarte ist umfangreich. Garvey’s ist der richtige Ort, um einen stilvollen Abend zu verbringen.

Foto mit freundlicher Genehmigung von www.galwaycitypubguide.com

Monroe’s Tavern, Dominick Street

Monroe’s Tavern ist ein wuchtiges Gebäude im westlichen Teil der Stadt. Betritt man das Pub ist man dann überrascht und intimen Charakter im Inneren. Das Pub nimmt nur das Erdgeschoss ein, es ist reich an gemütlichen Sitzgelegenheiten, Glasfenster, einen Holzfußboden und einen offenen Kamin. In der Bar gibt es täglich traditionelle irische Musik, am Dienstag ist Set Dancing angesagt. Das Essen hier ist großartig, es hat mir immer geschmeckt. Im oberen Stockwerk befindet sie seit einiger Zeit Monroe’s Live, wo Konzerte veranstaltet werden.


Foto mit freundlicher Genehmigung von www.galwaycitypubguide.com

Murphy's Bar, 9 High Street

Auch Murphy’s befindet sich in der High Street, also inmitten der Fußgängerzone. Es besteht aus zwei kleinen Räumen und füllt sich abends schnell. Es lohnt sich aber unbedingt, hier vorbeizuschauen, auch wenn es etwas eng wird. Der Galway City Pub Guide hat die Atmosphäre hier perfekt beschrieben, weshalb ich das einfach so übernehme: „This premises is the epitome of what are often called “Old Mans Pubs”, and  you will find plenty of older Galwegians chatting over pints of Guinness.The relaxed atmosphere and friendly chat is a hallmark of this premises. Murphy’s is not the place to go if you are looking for a rowdy atmosphere and frenetic pace but is the perfect place for a quiet pint in the heart of the City.”

Foto mit freundlicher Genehmigung von www.galwaycitypubguide.com

Taaffe’s, 19-20 Shop Street

Taaffe’s ist eines der populärsten Pubs in Galway, es tummeln sich hier viele Touristen; trotzdem schaue ich immer auf ein Pint vorbei, wenn ich in der Stadt bin. Das Gebäude ist über 400 Jahre alt, ein Pub gibt es hier seit mehr als 150 Jahren. Taffee’s ist bekannt für seine täglichen Sessions traditioneller Musik. Von April bis Oktober findet eine am Nachmittag (17:00) und eine am Abend (21:30) statt, Sie können hier also gute Musik auch zu früherer Stunde hören. Den Rest des Jahres wird um 21:00 aufgespielt. Für größere Gigs gibt es eine Bühne am hinteren Ende, ansonsten sitzen die Musiker einfach um einen Tisch nahe des Eingangs. Es ist hier viel los und der Geräuschpegel entsprechend hoch, wenn Sie sich auf die Musik konzentrieren möchten setzen oder stellen Sie sich in die Nähe der Musiker. Es gibt kein Restaurant, aber einen sehr guten Pub Grub.


Fotos mit freundlicher Genehmigung von www.galwaycitypubguide.com

Bunch Of Grapes, 2 High Street

Noch ein Pub in der High Street werden Sie sich jetzt denken, ja dort ist wirklich eine Kneipe neben der anderen. Und auch hier lohnt es sich, vorbeizuschauen. Man geht hier schnell mal unbeabsichtigt vorbei, weil es in der Nachbarschaft deutlich größere Pubs gibt.
So schnuckelig wie es von außen aussieht ist es auch drinnen, die Wände sind voll von altem Krimskrams und es ist urgemütlich hier. Bei Sonnenschein oder wenn man abgehärtet ist kann man auch draußen sitzen, wenn man das Glück hat einen der zwei oder drei Tische zu ergattern.

Foto mit freundlicher Genehmigung von www.galwaycitypubguide.com

The Quays Pub, Quay Street

Auch das Quays Pub befindet sich an der Feiermeile von Shop Street, High Street und Quay Street.
Sieben Tage die Woche können Sie hier gute Musik hören, unten traditionelle oben wird abgerockt und das, da mit entsprechender Lizenz ausgestattet, bis 2 Uhr morgens. Auch wenn es der alte Charme von Glasfenstern und viel verspieltem Holz es nicht vermuten lassen existiert das Pub in seiner jetzigen Form noch keine 25 Jahre. Auch hier gibt es einen kleinen Außenbereich, wo man sich niederlassen kann.

Foto mit freundlicher Genehmigung von www.galwaycitypubguide.com

Tigh Neachtains, 17 Cross Street

Das Tigh Neachtains (oder einfacher „Naughtons“ wie es meist genannt wird) gehört zu den besten Pubs Galways. Leider wissen das auch alle Reiseführer, so dass es hier immer voll ist. Es besteht aus einigen verwinkelten Räumen, so dass es aber doch sehr gemütlich ist, wenn man einmal einen Platz gefunden hat. Auch hier möchte ich den Galway City Pub Guide zitieren, der Tigh Neachtains perfekt beschreibt (und auch mehr über die Kneipe weiß als ich): „This place has bucket loads of history for anyone looking for the authentic pub experience. It has been run by the Neachtain family since 1894 who had a pub on High Street before they moved in here. It was machine gunned in the War of Independence (1919-1921) by the English Black and Tans who objected to the family displaying their name in Irish However it the history goes back even further than that as the plaque outside the Cross street entrance will tell you. It was once the home of Richard “Humanity Dick” Martin, M.P. The nickname comes from the fact that he co-founded the Society for the Prevention of Cruelty to Animals. He also founded Galways first theatre, championed civil rights and employed Theobald Wolfe Tone who went on to fame himself by leading the 1798 Irish Rebellion. Inside you will see a lot of posters for plays and past festivals in Galway which reflects its bohemian crowd and close proximity to the Druid Theatre across the street. Whether it’s a sunny day in July and you are sitting outside drinking a cool pint or a rainy night in February sitting by the fire there is no bad time of year for Neachtain’s. Host to music sessions regularly you can catch a great blend of music here from Trad Irish to Jazz, if you can squeeze in. Definitely recommended on a Sunday evening when you will catch some amazing sessions.“

Foto mit freundlicher Genehmigung von www.galwaycitypubguide.com

Dingle

Dick Mack's, Greene Street

Dick Mack's ist eines meiner Lieblingspubs in ganz Irland. Es ist ein familiengeführtes Unternehmen, das Tradition und Innovation kombiniert, seit Tom MacDonnell es im Jahre 1889 eröffnete.

Der aktuelle Eigentümer Finn MacDonnell ist Toms Urenkel und hat es zu einer Pilgerstätte für Liebhaber irischen Whiskeys gemacht und bietet mittlerweile mehr als 150 Sorten des "Wassers des Lebens" an. Und zu jedem hat er fundierte Kenntnisse und erzählt sehr gern darüber. Wenn Sie tiefer in die Welt des Irish Whiksey eintauchen und alles darüber erfahren möchten gibt es meiner Meinung nach keinen besseren Platz dafür. Urgemütlich ist es dort noch dazu.

Dick Mack's wurde 2014 und 2015 mit Recht zum "Irish Whiskey Pub des Jahres" gewählt.


Dick Mack's Pub, Dingle

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