*
blk-top-bar-right
blockHeaderEditIcon
blk-social-media
blockHeaderEditIcon
Facebook Logo   Twitter Logo
  Google+      

Unterwegs in Irland mit dem Auto

In Irland herrscht – Sie wissen es sicher – Linksverkehr.

Für den Urlauber bedeutet das, sich an einige Dinge zu gewöhnen, aber mit den untenstehenden Tipps ist das kein Problem: überquert man die Straße schaut man zuerst nach rechts anstatt wie bei uns nach links. In Städten wird man daran oft durch ein „look right“ erinnert, das auf die Straße gemalt ist. Im Mietwagen befindet sich häufig ein Aufkleber „drive left“ an der Windschutzscheibe, der einen mahnt, auf der linken Straßenseite zu fahren.

Generell möchte ich sagen, dass ich mich – wie auch viele andere Reisende – bei jedem Irlandaufenthalt schnell auf die neuen Gegebenheiten einstellen kann und man sich vom Linksverkehr auf keinen Fall abschrecken lassen sollte. Der Verkehr ist in Irland oftmals noch entspannter als bei uns und die Verkehrsteilnehmer rücksichtsvoller. In den großen Städten gilt das allerdings nicht, dort braucht man in der Regel aber auch kein Auto sondern kommt zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln schnell und ohne Stress ans Ziel.

Irland mit dem eigenen Auto

Wie schon an anderer Stelle erwähnt hat es Vor- und Nachteile sich mit dem eigenen Wagen in Irland zu bewegen. Die Anreise dauert länger als mit dem Flugzeug und da es sich bei Irland um eine Insel handelt ist man auf die Fähre angewiesen. Wertvolle Hinweise zur Anreise mit der Fähre finden Sie hier: (interner Link zur Überschrift „Fähren“ auf der Detailseite „Anreise nach Irland“). 

Andererseits kann man deutlich mehr Gepäck mitnehmen und die Anreise ist für Kinder oder Hunde wesentlich stressfreier (aber halt auch länger). Viele Irlandreisende lieben es auch, sich dem Ziel der Sehnsucht langsam zu nähern, die Vorfreude baut sich mit jedem Kilometer mehr auf und wenn man auf dem Schiff steht, sich den Wind um die Nase wehen lässt und Irland langsam am Horizont auftauchen sieht ist das ein wunderschönes Gefühl.

Bleibt noch der Linksverkehr…

Viele Autofahrer sagen sich: „wenn ich schon auf der falschen Seite fahren muss möchte ich das wenigstens in meinem gewohnten Gefährt tun“. Das ist ein Argument, das nicht von der Hand zu weisen ist, schließlich muss man in einem auf den Linksverkehr ausgerichteten Auto auch noch mit der „falschen“ Hand schalten. Auf den Motorways und den überregionalen Straßen kommt man mit dem eigenen Pkw auch wirklich gut zurecht. Anders ist es zumindest aus meiner Sicht auf Nebenstraßen. Diese sind oftmals eng, kurvenreich und von Hecken gesäumt.

Letztere sind zwar meist wunderschön blühende Fuchsien, all das zusammen schränkt allerdings die Sichtmöglichkeiten ein, besonders wenn man dann auch noch links sitzt, auch das Überholen wird dadurch wesentlich schwieriger. Wahrscheinlich möchten Sie viel auf solchen Straßen unterwegs sein, schließlich ist Irland kein Ziel, in dem man nur möglichst schnell von A nach B rasen möchte. Den Charme Irlands erlebt man auf der Autobahn eher weniger, auch wenn es natürlich hilft, auf dem Weg von Dublin nach Galway zügig voranzukommen.

Langer Rede kurzer Sinn: überlegen Sie sich, ob Sie mit dem eigenen Pkw oder mit einem Mietwagen besser bedient sind.

Irland mit dem Mietwagen

Der Mietwagen ist für mich das Verkehrsmittel der Wahl in Irland, zumindest außerhalb der großen Städte. In Dublin oder Cork würde ich davon abraten, hier ist das Autofahren stressig und man kommt ohne sehr gut zurecht.

Ich war auch schon drei Wochen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs, die Verbindungen sind – besonders zur Hauptreisezeit – durchaus als gut zu bezeichnen. In der Nebensaison sieht das schon wieder anders aus und der besondere Reiz Irlands erschließt sich nicht zuletzt oftmals erst dann, wenn man einfach einmal einen ungeplanten Stopp an einem besonders schönen Platz einlegt und sich abseits der „normalen“ Pfade bewegt. Und mit dem Bus kommt man halt einfach nicht überall hin.

Nun, das ist meine persönliche Meinung und wenn ich Anfang 20 wäre würde ich es vielleicht auch anders sehen. Wie auch immer, hier sollen  Sie alles Wissenswerte zu Mietwagen in Irland erfahren.

Wie oben schon erwähnt: lassen Sie sich vom Linksverkehr nicht davon abschrecken, sich einen Pkw zu mieten. Wenn Sie Bedenken haben machen Sie es so wie ich und nehmen beim ersten Mal ein Auto mit Automatikgetriebe. Dann müssen Sie nicht mit der „falschen“ Hand schalten und können sich ganz auf den Verkehr konzentrieren.

Einen anderen Fehler habe ich aber gemacht: bei meiner Jungfernfahrt in Irland hatte ich am Flughafen den Wagen abgeholt und bin direkt ins Stadtzentrum von Dublin gefahren, weil ich dort ein Hotel gebucht hatte. Das hätte ich nicht tun sollen… Fahren auf der linken Seite und im dichten Verkehr einer Millionenstadt in der ich mich nicht auskannte, das war keine gute Idee.

Wenn Sie nach Dublin fliegen und ein paar Tage dort geplant haben dann werden Sie diese sowieso ganz am Anfang oder Ende Ihres Urlaubs dort verbringen. Nehmen Sie sich erst nach Ihrem Dublin-Aufenthalt einen Wagen oder geben Sie ihn davor zurück, sie sparen Geld und jede Menge Nerven.

Der nationale deutsche Führerschein reicht übrigens zur Anmietung eines Autos aus.

Wenn Sie einen Leihwagen mieten wollen müssen Sie einige Dinge berücksichtigen:

Preis

Grundsätzlich gilt: je später Sie den Wagen mieten und je größer er ist desto teurer wird es. PKWs mit Schaltgetriebe sind günstiger als solche mit Automatikgetriebe (trotzdem kann es sich für Ihre Nerven lohnen einen mit Automatikgetriebe zu buchen wenn Sie sich im Linksverkehr unsicher fühlen). Anbieter in Irland sind die üblichen Verdächtigen (Hertz, Sixt, Europcar usw.) und einige wenige lokale Anbieter (Dan Dooley, Irish Car Rentals). Wählen Sie ein  Auto, das groß genug ist um Passagiere und Gepäck aufzunehmen, aber bedenken Sie auch, dass es schwieriger wird auf den oft engen Straßen zu navigieren je größer Ihr Gefährt ist.

Fluggesellschaften haben in der Regel Verträge mit Mietwagengesellschaften und bieten bei der Buchung des Fluges an, einen Mietwagen zu günstigeren Konditionen zu mieten. Das kann sich lohnen, muss es aber nicht. Generell ist es wichtig, dass Sie die Preise von verschiedenen Anbietern vergleichen, bevor Sie sich endgültig entscheiden. Portale die ich dafür in der Regel nutze sind www.rentalcars.com und www.mietwagen-billiger.de

Versicherung und zusätzliche Kosten

Die Mietwagenfirmen bieten in der Regel bei der Buchung eine Versicherung mit Selbstbeteiligung an, schon allein deshalb, weil sie dann billigere Preise anzeigen können. Beim Abholen des Wagens wird man dann in der Regel versuchen, Sie dazu zu überreden, eine zusätzliche Versicherung abzuschließen, die diese Selbstbeteiligung deckt. Da kann sich der Preis für die Miete dann schon einmal plötzlich verdoppeln.

Der Grund: zu viele Schadensfälle. Auch wenn sich das Straßennetz in den letzten Jahrzehnten signifikant verbessert hat gibt es immer noch unzählige kleine und enge Nebenstraßen, die Touristen natürlich auch besonders gern nutzen, schließlich erfährt man (im wahrsten Sinne des Wortes) dort oft den besonderen Charme des Landes. Da schrammt man dann schon gerne mal seitlich an einer Mauer entlang wenn Gegenverkehr auf einen zukommt, schließlich ist man anders als beim eigenen Wagen oft auch mit den Abmessungen noch nicht so vertraut.

Diese zusätzliche Versicherung kann sich also durchaus lohnen und beruhigt die Nerven, entscheiden können aber nur Sie, ob Sie die Kosten dafür bezahlen wollen oder nicht. Sollten Sie sich dagegen entscheiden wird Ihre Kreditkarte oftmals mit einem Betrag belastet, der bei einem Schaden ganz oder teilweise einbehalten wird. Geben Sie den Wagen unbeschädigt zurück, bekommen Sie diese Summe natürlich wieder gutgeschrieben.

In der Regel muss der Fahrer eines Mietwagens mindestens 25 Jahre alt sein. Ist dies nicht der Fall können zusätzliche Kosten auf Sie zukommen oder eine Buchung ist nicht möglich. Erkundigen Sie sich deshalb unbedingt rechtzeitig, falls das auf Sie zutrifft.

Ein weiterer Fahrer ist bei manchen Anbietern eingeschlossen, häufig fallen aber auch hier zusätzliche Kosten an.

Relativ teuer ist es, sollten Sie ein Navigationssystem mieten. Falls Sie also eines benötigen und zuhause ein mobiles wie TomTom benutzen lohnt es sich auf alle Fälle, dieses mitzubringen. Versichern Sie sich dann aber, dass es auch die Karten für Irland enthält.

Auch Kindersitze kosten extra.

Geben Sie das Auto woanders ab als dort wo Sie es in Empfang genommen haben wird in aller Regel eine Gebühr fällig.

Es gibt in Irland mittlerweile einige Straßen die mautpflichtig sind. Beim Motorway 50 (M 50), der Ringautobahn die um Dublin führt, werden die Autos elektronisch erfasst und die Gebühr in der Regel automatisch auf Ihre Mietwagenrechnung gebucht, bei allen anderen (z.B. auf der Straße zwischen Dublin und Galway gibt es Mautstationen an denen Sie bezahlen können. Die Gebühren betragen einige Euro. Mehr Informationen zur Maut in Irland finden Sie weiter unten

Wichtig: sehen Sie sich auf alle Fälle den Wagen bei Abholung genau an und überprüfen Sie ihn nach etwaigen Schäden (Kratzer, Dellen, etc.). Bestehen Sie auf einem Übergabeprotokoll, auf dem diese eingetragen sind. Wenn Sie zusätzliche finden, lassen Sie diese unbedingt aufnehmen, sonst bezahlen Sie dafür, wenn Sie das Auto zurückgeben!

Tankfüllung

Hier haben unterschiedliche Anbieter unterschiedliche Regelungen. Bei manchen müssen Sie bei Abholung eine Tankfüllung bezahlen und können das Auto dann „leer“ zurückgeben, bei anderen (das sind in neuerer Zeit die meisten) bezahlen Sie nichts, der Tank muss aber bei der Rückgabe des Wagens voll sein, sonst fallen Gebühren an, die höher sind als der reine Benzinpreis. Beides hat Vor- und Nachteile.

Im ersten Fall müssen Sie sich nicht darum kümmern eine Tankstelle zu finden und vollzutanken kurz bevor Sie den Pkw zurückgeben, Sie zahlen aber in der Regel mehr als nötig, da der Tank bei der Rückgabe nie wirklich völlig leer ist bzw. es eine Zitterpartie werden kann, wenn Sie versuchen, mit dem letzten Tropfen Benzin oder Diesel anzukommen.

Im zweiten Fall müssen Sie sich kurz vor Rückgabe eine Tankstelle suchen, was manchmal nicht so ganz einfach ist, da es in Irland an den Autobahnen (die Sie am letzten Tag vielleicht benutzen um von Ihrem letzten Ziel schnell zum Flughafen zu kommen) aus mir unerklärlichen Gründen keine Tankstellen gibt und Sie dann – vielleicht unter Zeitdruck – in der Umgebung der Mietwagenstation eine Tankstelle suchen müssen.

Stelle Sie sich also auf die jeweilige Regelung ein.

Alles Wissenswerte zum Straßenverkehr in Irland

Egal mit welchem Verkehrsmittel Sie in Irland unterwegs sind, hier finden Sie wertvolle Tipps zum Reisen auf Irlands Straßen.

Verkehrsregeln

In Irland herrscht Linksverkehr, überholt wird deshalb rechts. Die Road Safety Authority hat einige sehr gute Videos zum sicheren Verhalten als Autofahrer produziert, die sich lohnen anzusehen. Und keine Angst, man gewöhnt sich schnell an die Verhältnisse.

Höchstgeschwindigkeiten

Innerorts gilt wie bei uns in Deutschland eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h; auf offenen einspurigen Regionalstraßen sind es 80 km/h, auf Bundesstraßen 100 km/h und auf Autobahnen 120 km/h. Halten Sie sich an die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten auch wenn es andere nicht tun, es wird relativ häufig geblitzt, Sie fühlen sich sicherer und Sie wollen ja Ihren Urlaub auch nicht rasenderweise verbringen sondern etwas vom Land sehen.

Mautstraßen

Fahrer mit Behindertenausweis müssen in Irland keine Gebühren bezahlen. Verwaltet werden die Mautstraßen vom Verkehrsministerium und dem Stadtrat von Dublin. Grundsätzlich wird die Maut an Mautstationen bezahlt (in bar entweder bei einem Mitarbeiter der im Häuschen sitzt oder man kann die Münzen in einen „Korb“ werfen, dann bekommt man allerdings kein Wechselgeld und es werden keine 1, 2 und 5 Cent Münzen akzeptiert) und beträgt Stand August 2015 1,90€ für einen Pkw. Folgende Autobahnteilstücke sind mautpflichtig:

  • M1 (Gormanstown – Monasterboice)
  • M3 (Clonee – Kells)
  • M4 (Kilcock – Enfield – Kinnegad)
  • N6 (Galway – Ballinasloe)
  • M7/M8 (Portlaoise – Castletown/Portlaoise – Cullahill)
  • N8 (Rathcormac – Fermoy Bypass)
  • N25 (Waterford City Bypass)
  • East-Link Bridge
  • Dublin Tunnel
  • Limerick Tunnel

Es gibt jedoch eine Ausnahme zum oben genannten Prozedere: Das „M50 eFlow Barrier System“. 

Auf der M50, die rund um Dublin verläuft, wird zwischen Junction (Ausfahrt) 6 (N3 Richtung Blanchardstown) and Junction 7 (N4 Richtung Lucan) ein schrankenloses Mautsystem eingesetzt. Hier zahlt man die Maut nicht bar an einer Mautstation sondern das System zeichnet das Kennzeichen Ihres Fahrzeugs auf.

In diesem Fall ist es wichtig, dass Sie Ihre Gebühr von momentan 3,10 € vor 20 Uhr des nächsten Tages bezahlen wenn Sie mit dem eigenen Auto unterwegs sind; das geschieht entweder online (https://www.eflow.ie/), an mehr als 2000 ausgeschriebenen Payzone-Servicepoints wie Geschäften oder Tankstellen oder per Telefon bei LoCall unter 1890 501050 (halten Sie Ihre Kreditkartennummer bereit), sonst wird eine Strafe fällig.

Sind Sie mit dem Mietwagen unterwegs wird die Mautgebühr für die M50 bei vielen Anbietern einfach auf Ihre Mietwagenrechnung gebucht, Sie brauchen sich also um nichts zu kümmern, bei wenigen anderen müssen Sie selbst bezahlen. Klären Sie mit Ihrem Mietwagenanbieter ab, welche Option auf ihn zutrifft.

Das alles klingt auf den ersten Blick kompliziert (auf den zweiten vielleicht auch), aber wer die Staus erlebt hat als es das elektronische System noch nicht gab wird das gerne auf sich nehmen.

  • In Irland herrscht Gurtpflicht.
  • Sie benötigen einen gültigen nationalen oder internationalen Führerschein, um in Irland Auto fahren zu dürfen. In der Republik Irland müssen Sie Ihren Führerschein zu jeder Zeit bei sich tragen.
  • Die Nutzung von Handys ohne Freisprecheinrichtung während des Fahrens ist strengstens untersagt.
  • Die zulässige Höchstgrenze für Alkohol am Steuer beträgt 0,5 Promille Blutalkohol.
  • An ungeregelten Kreuzungen gilt trotz des Linksverkehrs erstaunlicherweise wie bei uns Rechts vor Links.

Straßen

Dank reichlicher EU Gelder die in den letzten Jahrzehnten in den Aus- und Neubau von Straßen geflossen sind befinden sich diese auf Hauptstrecken in einem ausgezeichneten Zustand. Nur die Nebenstraßen sind oft noch so, wie man es sich vielleicht romantisch vorstellt (inklusive unromantischer Schlaglöcher). Autobahnen tragen ein „M“ in ihren Kürzeln (Motorway) wie z.B. die M50. 

Tiere auf der Fahrbahn
irische Verkehrsteilnehmer

Bundesstraßen sind durch ein „N“ gekennzeichnet (National Road), wie z.B. die N18. Nebenstraßen („R“ wie Regional Road) können zweispurig sein oder Verkehr in beide Richtungen führen. Sie sind oftmals eng und kurvenreich, aber eben auch „scenic“. Auf Nebenstraßen ist auch deshalb zusätzliche Vorsicht geboten, da man sich diese des Öfteren mit den tierischen Bewohnern Irlands teilen muss.

Tiere auf der Fahrbahn


Tanken

Es gibt keinen einheitlichen Benzin- und Dieselpreis in Irland, je nach Tankstelle und Lage (in der Regel je abgelegener desto teurer) schwankt dieser. Er ist für Benzin in etwa vergleichbar mit den Preisen in Deutschland, Diesel ist meist etwas billiger als hier. „Unleaded“ (bleifreies Benzin) zapfen Sie mit der grünen, Diesel mit der schwarzen Zapfpistole. Sind Sie sich nicht sicher fragen Sie den Tankwart, das ist günstiger und einfacher als den Tank auspumpen zu lassenJ. Unleaded hat eine Oktanzahl von 95 und ist deshalb nach unserer Definition Superbenzin.

Gerade auf dem Land finden Sie nicht überall gleich eine Tankstelle, tanken Sie also besser zu früh als mit Ihrem Gefährt liegenzubleiben. Ebenso ist 24 Stunden Service eher selten, nachts sind viele Tankstellen geschlossen, manche auch am Sonntag. Auch hier gilt: rechtzeitig tanken!

Straßen- und Verkehrsschilder

In der Republik Irland zeigen Straßenschilder Distanzen und Geschwindigkeitsbegrenzungen in metrischen Maßen (in Nordirland werden diese weiterhin in Meilen und Meilen/Stunde angegeben). Außerdem werden Verkehrsschilder in Irisch (Gälisch) und Englisch verfasst und Ortsnamen ebenfalls in beiden Sprachen ausgewiesen. In Gaeltacht-Regionen – in denen Irisch Amts- und Verkehrssprache ist – wird ausschließlich das Irische genutzt. In diesem Fall sollten Sie sich vorher informieren um problemlos an Ihr Ziel zu kommen. Auf der anderen Seite: haben Sie keine Angst sich zu „verfahren“, auf Umwegen hat man oft die schönsten Erlebnisse.

Höhen- und Breitenangaben sind oft nur in der Form 11’6” zu finden, also in Fuß und Zoll. Weswegen man die Masse des Fahrzeugs eventuell auch in diesen Größenordnungen kennen sollte – 11’6” sind elf Fuß zu je 30,5 cm und sechs Zoll zu je 2,5 cm.

Die meisten anderen Verkehrszeichen sind relativ gut verständlich … Ausnahme die die Vorfahrt (mit-)regelnden gelben Warnzeichen, auf denen eine graphische Repräsentation der kommenden Kreuzung zu finden ist. Dabei achtet man auf die Breite der jeweiligen Linie, die “dicke Linie” hat Vorfahrt, die “dünne Linie” muss Vorfahrt gewähren. Zusätzlich sollte ein “Yield”-Schild im Kreuzungsbereich den nicht Vorfahrtsberechtigten identifizieren (… es gibt allerdings kein weiteres Schild, das die Vorfahrtstraße kennzeichnet!).

Die runden Vorschriftszeichen geben die Höchstgeschwindigkeit oder Fahrtrichtung an – das in Deutschland und Nordirland gebräuchliche Einbahnstraßen Schild (rot mit weißem Balken) wird dabei in der Republik durch ein Schild mit rot durchgestrichenem schwarzem Pfeil in Fahrtrichtung ersetzt!

Es gibt in der Republik Warnzeichen (auf der Spitze stehendes Quadrat in Gelb mit schwarzer Beschriftung oder Piktogramm), Vorschriftszeichen (rund, weiße Scheibe mit rotem Rand und schwarzer und roter Beschriftung oder Piktogramm – Ausnahmen Stopp-Zeichen und Vorfahrtregelungsschild “Yield” in internationaler Form) sowie Informationszeichen (Wegweiser, Straßenschilder und Informationstafeln in verschiedenen Farben).

Bei den Informationszeichen sind die Farben bunt:

  • Blaue Zeichen mit weißer Schrift beziehen sich auf “Motorways”,
  • grüne Zeichen mit weißer Schrift beziehen sich auf “National Roads” (in Nordirland “Primary Roads”),
  • weiße Zeichen mit schwarzer Schrift beziehen sich auf Regionalstraßen,
  • braune Zeichen mit weißer Schrift beziehen sich auf Sehenswürdigkeiten und touristische Hinweise.

Kreisverkehre

Kreisverkehre (roundabouts) sind in Irland häufiger anzutreffen als in Deutschland. Manche sind bei der Einfahrt ampelgesteuert, bei anderen gilt: der sich im Kreisverkehr Befindliche hat Vorfahrt gegenüber dem Einfahrenden. Umfahren wird der Kreisverkehr im Uhrzeigersinn.

Zu meinen persönlichen Lieblingen zählen die „Mini Roundabouts“, eigentlich normale kleine Kreuzungen mit einem Punkt in der Mitte, an denen deshalb die Regeln des Kreisverkehrs gelten.

Falls Sie sich etwas vorbereiten möchten, auf youtube gibt es gute Videos zum Verhalten in Roundabouts von der RSA (Road Safety Authority)

Notrufnummern

Nicht nur im Straßenverkehr nützlich aber hier im Ernstfall ganz besonders: die Notrufnummern.

112: unter der EU-weit einheitlichen Rufnummer erreichen Sie sowohl über das Festnetz als auch über die Mobilfunknetze eine Leitstelle, die Ihren Anruf an den zuständigen Rettungsdienst weitergibt. Rufen Sie diese Nummer in allen Fällen an, in denen Sie die Notfallhilfe der Polizei, der Feuerwehr oder des Notarztes bzw. eines Krankenwagens benötigen

Bei einem Mietwagen bekommen Sie in der Regel in den Unterlagen mitgeteilt, welche Nummer Sie im Pannenfall wählen sollten.
Sind Sie mit dem eigenen Wagen unterwegs, erkundigen Sie sich bei Ihrem Automobilclub oder de Aussteller Ihres Auslandsschutzbriefs was im Falle einer Panne zu tun ist.

Zur Ergänzung hier noch die Nummern der irischen Automobilclubs im Pannenfall:

  • Republik Irland: Pannenruf AA (Automobile Association) 1800-667788
  • Nordirland: Pannenruf RAC (Royal Automobile Club) 1890-483483

Parken

Es gibt Seiten zum Thema Verkehr in Irland, die richtiggehend Panik schüren was das Parken angeht. 

Richtig ist: in den großen Städten Dublin und Cork kann es ein Alptraum sein, einen Parkplatz zu suchen, das ist aber nur ein weiterer Grund meinem Rat zu folgen und sich dort zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu bewegen. In nach unserer Definition kleineren Städten wie Galway ist es schon halb so schlimm. Müssen Sie wirklich mit dem Auto ins Zentrum, dann gibt es genügend Parkhäuser in denen Sie Ihren Wagen abstellen können. Auf der Straße kann es auch hier dauern bis Sie einen Parkplatz finden und in der Regel ist es auch dort dann kostenpflichtig. Sind Sie nicht sicher wo und zu welchen Bedingungen Sie parken können fragen Sie einfach einen Eingeborenen, er wird Ihnen gerne helfen.

Hotels und B&Bs haben meist private Parkplätze auf denen Sie stressfrei und oft kostenlos parken können oder es gibt in den Städten ein nahegelegenes Parkhaus oder einen Parkplatz, wo Sie Ihren Pkw zu günstigeren Konditionen abstellen können.

Achten Sie auf alle Fälle darauf, dass Sie nicht im Halte- oder Parkverbot parken, in Irland wird schnell abgeschleppt oder „geclampt“, das heißt mit Parkkrallen operiert; beide Fälle sind mit viel Ärger und hohen Kosten verbunden.

Weitergehende Informationen

Auf der Seite der National Road Authority („NRA“, Verkehrsministerium) finden Sie detaillierte Zoll- und Mautinformationen, Unwetterwarnungen und Reisezeiten (http://www.nra.ie/).

Bei der Automobile Association (vergleichbar mit unserem ADAC) werden Sie fündig wenn Sie Informationen zu aktuellen Verkehrswarnungen, Versicherungen, Führerschein oder einen Routenplaner suchen (http://www.theaa.ie)

Wenn Sie sich einmal verfahren haben, einfach nach dem Weg fragen!


Ein Klick auf das Bild bringt Sie zu youtube
 

Benutzername:
User-Login
Ihr E-Mail
Geben Sie bitte eine gültige Postleitzahl ein.
Geben Sie bitte eine gültige Telefonnummer ein.
Bitte korrigieren Sie dieses Feld.
Bitte Vorname und Nachname eingeben.