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St. Patrick's Day

Auf einem Informationsportal zum Thema Irland bzw. Typisch Irisch darf der St. Patrick’s Day natürlich nicht fehlen und ich bin sicher viele von Ihnen möchten diesen Tag gerne einmal in Irland verbringen.
Der St. Patrick's Day wird am 17. März gefeiert. Möchten Sie ihn vielleicht nächstes Jahr in Irland genießen: das Wetter ist wie immer auf der grünen Insel Glückssache, die Tatsache dass er relativ früh im Jahr stattfindet bedeutet aber nicht notwendigerweise, dass Sie nass werden und frieren müssen. Das kann natürlich passieren (so wie im August auch), ich habe die Parade aber auch schon bei Sonnenschein und warmem Wetter erlebt.

Aber wenden wir uns zuerst dem zu, der am St. Patrick’s Day gefeiert wird

St. Patrick

Wie bei vielen Heligen verweben sich auch bei St. Patrick (lateinisch St. Patricius) Fakten und Legenden miteinander. Er lebte und wirkte wohl während des fünften Jahrhunderts nach Christus, seine eigenen Schriften bieten nichts, das die Zeitspanne genauer eingrenzen würde.
Die irischen Annalen datieren seine Ankunft in Irland auf 432, dieses Datum dürfte allerdings willkürlich gewählt sein. Eine Vielzahl von Daten wird für den Tod angegeben, zwischen 457 und 493 können Sie sich etwas aussuchen. Besonders charmant finde ich die „Two Patricks Theory“ auf die ich im Internet gestoßen bin und die vom irischen Forscher T. F. O'Rahilly vertreten wird. Sie besagt, dass viel von dem was St. Patrick zugeschrieben wird eigentlich auf den ersten offiziellen Bischof Irlands, Palladius, zutrifft, der von Papst Coelestin auf die grüne Insel entsandt wurde.
Was als sicher angesehen werden kann ist, dass St. Patrick ursprünglich aus dem damals von den Römern besetzten England kam. Sein Vater war Diakon, sein Großvater Priester. St. Patrick selbst war ursprünglich nicht gläubig. Nach der „Confession of St. Patrick“ wurde er im Alter von 16 Jahren von irischen Piraten entführt. Sie brachten ihn nach Irland, wo er versklavt und für sechs Jahre gefangen gehalten wurde.
Nach sechs Jahren der Gefangenschaft hörte er eine Stimme die ihm sagte, dass er bald nach Hause gehen würde, und später, dass sein Schiff bereit sei. Er floh zu einem 200 Meilen entfernten Hafen, wo er ein Schiff fand und mit Mühe den Kapitän überredete, ihn mitzunehmen. Nach drei Tagen Fahrt landeten sie in England und alle verließen das Schiff. Patrick (damals noch ohne „St.“) marschierte 28 Tage ohne Essen durch die Wildnis, bevor er auf eine Herde von Wildschweinen stieß; Patrick interpretierte das als Gnade Gottes und forderte seine Gefährten zum Glauben auf. Nach verschiedenen weiteren Abenteuern kehrte er nach Hause zu seiner Familie zurück. Dort begann er, sich intensiv mit dem Glauben auseinanderzusetzen.
Nach einiger Zeit reiste er nach Frankreich, wo er in Auxerre und Marmoutier studierte. In Marmoutier wurde er Mönch.
Von dort kehrte er nach Irland zurück und wirkte in Wicklow nahe des heutigen Dublin als Missionar. Der Legende nach wurde er dort von den Einheimischen erst einmal nicht gerade willkommen geheißen und war gezwungen, sich auf eine Insel nahe der Skerries Küste zurückzuziehen, die noch heute Inis-Patrick heißt, bevor er später auf das Festland zurückkehrte.

Legenden

Die wohl bekannteste Legende über St. Patrick besagt, dass er anhand eines dreiblättrigen Kleeblatts die christliche Lehre des dreifaltigen Gottes veranschaulichte. Bis heute ist das Kleeblatt die Nationalpflanze Irlands und außerdem ein zentrales Symbol des St. Patrick’s Day.
Das Fehlen von Schlangen in Irland führte zur Legende, diese seien von St. Patrick allesamt ins Meer getrieben worden, nachdem sie ihn angegriffen hatten, als er vierzig Tage auf einem Berg fastete. Alle Hinweise deuten jedoch darauf hin, dass es in Irland nach der Eiszeit nie Schlangen gegeben hatte. Eine schöne Legende ist es trotzdem.
St. Patrick führte bei seinen Missionierungen einen Spazierstock aus Eschenholz mit und rammte ihn in den Boden, wo immer er haltmachte. Im jetzigen Ort Aspatria (Ash of Patrick) brauchte die Bevölkerung so lange bis sie die Evangelisierung akzeptierte, dass der Stock dort Wurzeln schlug.
Der 17. März, an dem heute St. Patrick’s Day gefeiert wird ist der angebliche Todestag des Heiligen.


Sicher werden die ersten von Ihnen schon ungeduldig bei so viel Geschichte und denken sich: „wann gibt es endlich etwas zu trinken?“ Lassen Sie uns deshalb nun zu den Feierlichkeiten zu Ehren des irischen Nationalheiligen kommen.

Feierlichkeiten zu Ehren von St. Patrick

Der St. Patrick’s Day ist heutzutage der wichtigste Feiertag in Irland, Weihnachten, Ostern oder das Gedenken an den Osteraufstand 1916 hin oder her. Auch außerhalb des Landes ist es der Tag, an dem Irland weltweit am präsentesten ist, nicht zuletzt da deutlich mehr Menschen mit irischen Wurzeln über alle Welt verstreut leben als in Irland selbst, aber auch weil sich an diesem Tag das positive Image Irlands manifestiert oder schlicht, weil viele die Gelegenheit gerne nützen um sich ein Pint Guinness schmecken zu lassen.
Natürlich besinnen sich manche auch jetzt noch auf den christlichen Ursprung der Feiern und besuchen einen Gottesdienst, ungleich mehr Zuspruch finden aber die Aktivitäten außer der Kirchen.
Am meisten ist naturgemäß in Dublin los, hier feiert man mittlerweile eine ganze Woche die irische Identität, die Kunst und Kultur des Landes. Und natürlich wird jede Menge – nun ja – gesoffen…
Die offizielle Website für die Dubliner St. Patrick’s Feierlichkeiten finden Sie hier. Sie sehen, es wird ein Vergnügungspark aufgebaut, es finden viele Konzerte statt und auch andere kulturelle Events gibt es reichlich. Auf keinen Fall verpassen sollten Sie das große Feuerwerk, das mit Musikuntermalung entlang des Liffey stattfindet. Am besten sehen Sie von einer der Brücken aus, aber auch an den Ufern bekommen Sie alles mit.
Höhepunkt der Festivitäten ist die große Parade, die am 17. März um 12:00 am Parnell Square startet und sich in einem langen Zug durch die Stadt schlängelt. Es gibt einen Grand Marshall, als der jedes Jahr eine andere berühmte irische Persönlichkeit ausgewählt wird, jede Menge Musik und phantasie- und farbenfrohe Kostüme. Wenn Sie sich etwas Besonderes gönnen möchten, dann reservieren Sie sich für 60 Euro einen Platz auf einer der Tribünen. So müssen Sie nicht stundenlang stehen und haben einen perfekten Blick auf die St. Patrick’s Day Parade.
Danach – oder auch schon vorher und währenddessen – strömen die Massen in die Pubs, in die bekannteren kommt man dann nur noch schwer oder gar nicht mehr hinein. Auch dort gibt es oftmals Musik, die Sperrstunde ist aufgehoben und man kann zwölf Stunden oder länger dem Guinness bzw. anderen alkoholischen Getränken frönen. Leider merkt man in der Innenstadt Dublins irgendwann, dass kaum noch jemand nüchtern ist. Massen schieben sich durch die Grafton Street und andere Straßen des Zentrums, Sirenen heulen und es ist nicht mehr besonders gemütlich. Mir ist das vor ca. zehn Jahren zu viel geworden und ich habe seitdem den St. Patrick’s Day nicht mehr in Dublin gefeiert. Natürlich fliegt man nicht nach Irland um an diesem Tag Friedhofsstimmung zu erleben und es gibt genügend Menschen die das toll finden, sonst wären nicht so viele da. Entscheiden Sie selbst, und ja, einmal muss man es gesehen haben.
Ansonsten kann ich empfehlen, den  St. Patrick’s Day in einer der „mittelgroßen“ Städte wie Galway oder Cork zu feiern, hier ist alles ein bis zwei Nummern kleiner aber es ist immer noch genügend los und man kann feiern bis zum Abwinken. Auch für Galway und Cork sowie viele weitere Städte und Orte gibt es eigene Internetseiten, auf denen Sie alle Informationen finden.
Auf alle Fälle reizvoll ist es, den Tag des irischen Nationalheiligen in einer ländlichen Gegend zu begehen. Hier ist es familiär und man bekommt noch viel vom ursprünglichen Geist des Festtags mit. Wunderschön habe ich es zum Beispiel auf den Aran Islands gefunden.

Die größten Paraden und Feierlichkeiten zum St. Patrick's Day außerhalb Irlands finden in den USA statt, zum Beispiel in New York oder Boston, wo sehr viele Iren bzw. Menschen mit irischen Vorfahren leben. Auch in Großbritannien ist viel los.
Die größte St. Patrick's Day Parade auf dem europäischen Festland findet man in meiner Heimatstadt München, das ist aber nicht mein Verdienst :), hier allerdings nicht am St. Patrick's Day selbst, sondern am Sonntag davor. Auch wenn mittlerweile mehrere Zehntausend Zuschauer kommen möchte man die Leopold- und Ludwigsstraße nicht an einem Werktag sperren...

Seit einigen Jahren hat es sich eingebürgert, am St. Patrick's Day zu Ehren des Heiligen und ganz Irlands berühmte Gebäude grün anzustrahlen, so zum Beispiel die Christusstatue in Rio de Janeiro, den schiefen Turm von Pisa, die Oper in Sidney, die Pyramiden in Gizeh oder die Allianz Arena in München

Ihre Ausstattung für das stilechte Feiern des nächsten St. Patrick's Day finden Sie hier

zu Ehren von St. Patrick grün angestrahltes Kolosseum in Rom

Wenn Sie spezielle Fragen zum St. Patrick’s Day haben so kontaktieren Sie mich bitte.

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