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Wandern in Irland

Sich auf Schusters Rappen Irland zu erwandern ist sicherlich eine der schönsten Möglichkeiten, die Grüne Insel zu entdecken.

Irland bietet dabei von Wanderungen die Sie in einer Stunde absolvieren können bis zu Langstreckenwanderungen über mehrere hundert Kilometer alles was das Herz begehrt. Sie können auf eigene Faust losziehen oder an einer geführten Wanderung teilnehmen. Die möglichen Routen sind dabei endlos, die irische Fremdenverkehrszentrale bietet auf ihrer Seite mehr als 850 Vorschläge an, weswegen ich versuchen werde, etwas Struktur in das Thema „Wandern in Irland zu bringen“.

Vorweg: natürlich können – und sollten – Sie auch an jedem Ort und jederzeit Auto oder Fahrrad stehenlassen (außer im HalteverbotJ) und einen Spaziergang machen wenn Ihnen danach ist. Das ist nicht weniger schön als wenn Sie einen offiziellen Wanderweg abmarschieren. In Irland ist Ihre Spontaneität gefragt, aber das eine schließt ja das andere nicht aus.

Sind Sie nicht auf offiziellen Wanderwegen unterwegs sollten Sie unbedingt das zuweilen restriktive Wegerecht in Irland beachten. Oft befindet sich Land in Privatbesitz und darf nicht betreten werden, auch wenn die Landschaft einen wilden Eindruck macht. Dies gilt insbesondere für eingezäunte Ländereien wie Weideland.

Wanderer müssen sich daher strikt an öffentliche Wege und offizielle Wanderrouten halten, um sich Ärger mit Landbesitzern oder Pächtern zu ersparen. Schilder, die den Durchgang durch ein Grundstück untersagen (z.B. no trespassing), sind auf jeden Fall zu beachten. Besondere zusätzliche Einschränkungen gibt es wie im Kapitel „Irland mit Hund“ (Link) beschrieben, wenn Sie mit Ihrem Vierbeiner wandern.

Ausrüstung und Kartenmaterial

Was die Ausrüstung angeht gilt das Gleiche was ich schon zum Thema Radfahren in Irland geschrieben habe: Sie benötigen Schutz gegen Wind und Regen und Sie sollten sich nach dem „Zwiebelprinzip“ in mehreren Schichten kleiden. Beim Wandern kann es einem zu warm und zehn Minuten später zu kalt sein, je nach Anstrengung und Wetterbedingungen, letztere können sich wie Sie wissen schnell ändern – es ist also nicht praktisch wenn man nur die Wahl hat, den Aranpullover an- oder auszuziehen. Und natürlich benötigen Sie geeignetes Schuhwerk sowie Proviant.

Wenn Sie auf eigene Faust unterwegs sind ist es extrem wichtig, dass Sie mit gutem Kartenmaterial ausgestattet sind. Offizielle Wanderwege sind zwar in der Regel einigermaßen ausgeschildert, führen aber teils querfeldein. Dann sind Sie dankbar, wenn Sie sich versichern können, noch auf dem richtigen Pfad zu sein. Bewegen Sie sich abseits solcher offiziellen Wanderwege ist es natürlich noch wichtiger, dass Sie eine Karte dabei haben.

Alle Fernwanderwege sind in mehr oder weniger regelmäßigen Abschnitten mit Wegweisern markiert. Normalerweise handelt es sich um schwarze Holzpfosten mit einem gelben Pfeil, der die Richtung weist; manchmal zeigen sie auch das Symbol eines Wanderers.
Es gibt einige gute Wanderführer für Irland (z.B. Irland: Die schönsten Küsten- und Bergwanderungen. 50 Touren. Mit GPS-Daten, den DuMont Wanderführer Irland sowie Irland: Kerry Way und Irland: Dingle Way)

Als Wanderkarten empfehle ich die „Discovery Series“ (für die Republik Irland) bzw. die „Discoverer Series“ (für Nordirland). Dabei handelt es sich um hervorragende Karten im Maßstab 1:50.000 der entsprechenden Vermessungsämter. Die Links zu den beiden Seiten sind http://www.osi.ie/ und http://www.nidirect.gov.uk/osni. Sie können die Karten dort erwerben (es gibt sie praktischerweise mittlerweile auch in digitaler Form zum Download). In Papierform finden Sie die Wanderkarten auch in Buchläden und zum Teil bei Tankstellen in Irland.

Grundsätzliches zum Wandern in Irland

Neben den Wanderungen von A nach B gibt es in Irland auch viele Loop Walks, also Rundwanderwege. Das hat den Vorteil, dass man am Ende wieder da ankommt wo das Auto oder das Fahrrad steht. Für kleinere Wanderungen bieten sich also diese Loop Walks an. In Nordirland heißen diese übrigens Circular Walks. Natürlich kann man am Ende von linearen Wanderungen mit Bus oder Taxi zum Ausgangspunkt zurückkehren. Fernwanderwege sind naturgemäß lineare Wanderungen. Weiter unten in diesem Kapitel finden Sie Vorschläge von mir für besonders schöne Touren beiderlei Art.

Prinzipiell ist Irland ganzjährig für Wanderer geeignet, da es im Sommer nicht zu heiß und im Winter nicht zu kalt wird. Wind, Regen oder Sonnenbrand sind zu jeder Zeit möglich, im Winter kann es in den höheren Lagen der Berge aber auch Schnee haben! Ein Vorteil des Wanderns im Frühjahr, Sommer und Herbst ist definitiv die Tatsache, dass es länger hell ist und Sie somit mehr Zeit für Ihre Wanderungen haben. Einige Gegenden sind dafür im Sommer für irische Verhältnisse überlaufen und Sie sollten Ihre Unterkünfte im Vorhinein buchen.

Wandern in den National Parks

Einige Gegenden, die landschaftlich besonders reizvoll oder wegen ihrer Flora und Fauna faszinierend sind werden in der Republik Irland als „National Parks“ (http://www.npws.ie/national-parks) und in Nordirland als „Areas of Outstanding Beauty“ ausgewiesen. In der Republik sind das der „Wicklow Mountains National Park“ südlich von Dublin, der „Burren National Park“ im County Clare südlich von Galway, der „Killarney National Park“ im County Kerry, der „Glenveagh National Park“ im Nordwesten des County Donegal, der „Connemara National Park“ bei Letterfrack in – genau – Connemara im Westen des County Donegal und der „Ballycroy National Park“ im Nordwesten des County Mayo. Fünf dieser sechs National Parks befinden sich also im Westen und einer (Wicklow National Park) im Osten der Insel.

In Nordirland gibt es drei Areas of Outstanding Beauty (was um Himmels Willen nicht bedeutet, dass das die einzigen Gegenden außerordentlich schöner Landschaften im Norden wären): die „Sperrins“ oder Sperrin Mountains, eine Bergregion im County Tyrone, die „Causeway Coast“ mit dem Giants Causeway und die „Glens of Antrim“.

Die meisten der National Parks und der Areas of Outstanding Beauty haben ein Besucherzentrum in dem Sie sich über die Schönheiten der jeweiligen Gegend informieren können. Dort ist auch Kartenmaterial erhältlich und Sie können kostenfrei parken.

In all diesen Parks gibt es wunderschöne beschilderte Wanderwege (in der Regel Loop Walks) von kurzer bis mittlerer Länge, die man an einem Tag oder wenigen Stunden schaffen kann. Alle Gegenden außer den Sperrins habe ich bereits selbst besucht und bin dort gewandert und ich kann Ihnen nur empfehlen es mir gleichzutun, Sie werden unvergessliche Stunden erleben.

Bergwandern / Bergsteigen in Irland

Natürlich kann Irland nicht mit Hochgebirgen wie den Alpen aufwarten. Dennoch gibt es jede Menge interessanter und auch anspruchsvoller Bergtouren. Bedenken Sie bitte auch, dass die Berge nach unseren Maßstäben nicht allzu hoch sind, dass aber der Aufstieg oft vom oder nahe des Meeresspiegels beginnt. Das heißt wenn Sie z.B. den Croagh Patrick mit seinen „nur“ 764 Metern Höhe besteigen legen Sie auch fast 800 Höhenmeter zurück.

Wie in Irland so oft muss hier ganz besonders auf die schnell wechselnden Wetterbedingungen aufmerksam gemacht werden. Sie benötigen unbedingt eine gute Ausrüstung und sollten auf alle Fälle die üblichen Sicherheitstipps für Bergsteiger beachten, auch wenn Sie in Irland keinen 3000er besteigen!

Auch wenn es Sie mittlerweile langweilt weil schon des Öfteren in anderem Zusammenhang erwähnt: ziehen Sie mehrere Schichten an Kleidung an und haben Sie auf alle Fälle etwas zum Schutz gegen Wind, Sonne und Regen dabei.

Alle, wirklich alle nötigen Informationen zum Thema Bergsteigen und Bergwandern in Irland finden Sie auf der Website von „Mountaneering Ireland“ (http://www.mountaineering.ie/). Sollten Sie dennoch irgendetwas vermissen oder Verständnisschwierigkeiten haben (die Seite ist auf Englisch) so kontaktieren Sie mich bitte.

Tipp: Besteigen des Croagh Patrick 

Ich bin ehrlich gesagt – obwohl in Bayern zuhause – kein passionierter Bergsteiger, deshalb sind meine eigenen Erfahrungen mit dem Bergsteigen in Irland auch begrenzt. Der einzige Gipfel der die Bezeichnung „Berg“ verdient und den ich auf der Grünen Insel bestiegen habe ist der Croagh Patrick. Und dies kann ich ohne Vorbehalte weiterempfehlen. Der Croagh Patrick liegt im County Mayo an der Clew Bay, zu seinen Füßen befindet sich der Ort Murrisk.

Wie sein Name schon nahelegt ist der Croagh Patrick eng mit dem irischen Nationalheiligen St. Patrick verbunden. Der Legende nach stieg der Patron Irlands im Jahr 441 auf diesen Berg, fastete dort 40 Tage lang und erbaute eine Kapelle. Er warf an einer Seite des Berges eine Glocke hinab und vertrieb damit alle Schlangen von der irischen Insel. Der Ort, wo die Glocke angeblich landete, ist ein U-förmiges Tal. Es entstand während der Eiszeit und mündet in die Clew Bay. Auf dem Gipfel des Croagh Patrick befindet sich auch heute eine Kapelle, die 1905 geweiht wurde. Am letzten Sonntag im Juli (Reek Sunday) steigen an die 25000 Pilger auf den Berg, viele davon barfuß. 2015 wurde die Wallfahrt wegen – Sie ahnen es – schlechten Wetters abgesagt werden, nicht zum ersten Mal natürlich.

Trotz der geringen absoluten Höhe von 764 Metern ist der Aufstieg anstrengend, zumindest für einen faulen Sack wie mich. Es geht ziemlich steil bergan und große Teile des Weges bestehen aus Geröll und Schotter, man hat also des Öfteren bei jedem Schritt das Gefühl, dass man zwei Schritte abrutscht. Nicht nur am „Reek Sunday“ hat die Tour an diesem heiligen Ort etwas Mystisches. Und man wird als Lohn für die Anstrengung mit einem überirdisch schönen Blick auf die Clew Bay belohnt – schönes Wetter vorausgesetzt…

Das Prinzip der Berghütten und –gasthöfe ist in Irland gänzlich unbekannt. Wer also hofft, sich am Ende eines Aufstiegs gemütlich auf einer Terrasse niederlassen zu können und den Ausblick mit einem Bier und einer Brotzeit zu genießen wird enttäuscht. Ebenso gibt es keine befestigten Unterkünfte.

Die beliebtesten Counties für Bergwanderungen sind Kerry (mit dem höchsten Berg Irlands, dem Carrauntoohil, 1041m), Mayo, Galway (Connemara), Donegal (z.B. Mount Errigle) und Wicklow (Wicklow Mountains).

Wanderfestivals in Irland

Wanderfestivals? Was es nicht alles gibt in Irland werden Sie jetzt möglicherweise denken. Ich finde es eine schöne Idee und das Konzept passt wirklich ausgezeichnet zur Grünen Insel, Naturerlebnisse mit Geselligkeit zu verbinden, sind das doch zwei Dinge die einem mit am ersten einfallen, wenn man darüber nachdenkt, was typisch für Irland ist.

Wander-Festivals sind zumeist an einem langen Wochenende (Bank Holiday Weekend), an dem man mit Einheimischen und anderen Wanderern Touren macht. Abends trifft man sich dann mit den neu gewonnenen Freunden im Pub. Klingt gut, oder?

Die Wanderfestivals gibt es noch nicht sehr lange, aber mittlerweile gibt es jährlich bereits 30 bis 40 davon. Sie sind verschieden groß, aber immer kommen erfahrene Wanderer ebenso auf ihre Kosten wie untrainierte.

Das allererste Wanderfestival fand Mitte der Neunzigerjahre in Kilfinane in der Grafschaft Limerick statt, das Ballyhoura International Festival (http://visitballyhoura.com/index.php/category/international-walking-festival/ ). Es ist nicht nur das erste, sondern mit 600 bis 700 Teilnehmern auch das größte, viele davon kommen jedes Jahr am May Bank Holiday Weekend nach Kilfinane.

Wenn Sie dann auf den Geschmack gekommen sind können Sie gleich im Juni beim Mourne International Walking Festival (http://www.mournewalking.co.uk/ ) in Nordirland weitermachen. Man kann während dieses Festivals an einigen langen Wanderungen teilnehmen. Angeboten werden zum Beispiel fordernde Bergwanderungen, Gipfelbesteigungen oder Pfade im flacheren Terrain.

Ebenfalls sehr beliebt ist das Wander-Festival in der Grafschaft Cork in der Umgebung des Ortes Baltimore, das sich selbst Walking Talking Festival (http://www.baltimore.ie/activities/walking-talking-festival.html) (Wander- und Rede-Festival) nennt. Ich war leider noch nicht zu dieser Zeit in Baltimore, aber ich schätze das Fischerörtchen sehr für die wunderbaren Wanderungen die man dort unternehmen kann – und für seine hervorragenden Fischrestaurants und Pubs.

Das Fermanagh Walking Festival (http://www.walkni.com/festivals/fermanagh-walking-festival/) findet gleich zweimal jährlich statt, im März und Oktober. Es werden Wanderungen in allen Schwierigkeitsgraden angeboten, sowohl für Familien als auch für ambitionierte Wanderer ist das Richtige dabei und die Gegend ist wirklich grandios.

Auch das Walk the Glens Festival (http://www.walkni.com/festivals/walk-the-glens-festival/) findet im Juni in Nordirland im schönen County Antrim statt und zwar in der Gegend um Glenariff, Cushendall und Cushendun. Man kann mit erfahrenen Guides wandern und nebenbei etwas über die Geschichte und Kultur des Gebiets lernen. Nach den Wanderungen werden Erfrischungen gereicht, ich gehe mal davon aus, dass es sich dabei nicht nur um Tee handeltJ.

Das Slieve Bloom Walking Festival (http://www.slievebloom.ie/index.php) fand im Mai 2015 bereits zum 21. Mal statt und gehört damit zu den ältesten Walking Festivals in Irland. Mit Touren zwischen 5 und 18 Kilometern Länge bietet es für geübte und ungeübte Wanderer etwas Geeignetes, um diese wunderbare Gegend kennenzulernen.

Unter http://www.theirelandwalkingguide.com/eventsandchallenges/festivals finden Sie eine Übersicht über sämtliche Walking Festivals Irlands, ein Blick lohnt sich!

Tourenvorschläge

Jetzt wird es kompliziert, denn wie schon erwähnt gibt es in Irland viele hundert markierte Wanderwege. Ich beschränke mich deswegen hier auf Touren die ich selbst schon gegangen bin bzw. solche die in Gegenden die ich für besonders schön halte. Des Weiteren stelle ich Ihnen einige Fernwanderwege Irlands vor. Über Bergwanderungen sowie Wanderfestivals haben Sie ja sicher hier schon gelesen.

Sollten Sie weitergehende Informationen zu Wanderrouten suchen so hilft man Ihnen gerne in Ihrem Hotel oder B&B weiter, auch die Fremdenverkehrsinformationen die es in Irland überall gibt (die allerdings nicht ganzjährig oder in der Nebensaison nur eingeschränkt geöffnet sind) werden Ihnen zahlreiche Tipps geben. Im Netz gibt es ebenfalls vielfältige Hinweise, viele wertvolle Links finden Sie in diesem Kapitel. Bei weitergehenden Fragen dürfen Sie sich natürlich auch jederzeit an mich wenden.

Wanderungen mit einer Dauer von maximal einem Tag

Lough Key

Wenig bekannt und hervorragend für Familien mit Kindern geeignet ist der Lough Key Forest and Activity Park (Link: http://loughkey.ie/) im County Roscommon. Die vier gut markierten Wanderwege haben eine Länge zwischen drei und vier Kilometern und sind problemlos auch für kleine Wanderer zu meistern, für die es mystische Ruinen, Wälder, einen See, einen Fluss, einen Sumpfgarten, Tunnel, Brücken und viele Pflanzen zu entdecken gibt. Daneben stehen ein Landhaus mit einem Cafe, ein großer Abenteuerspielplatz, ein Baumwipfelpfad und weitere Aktivitäten (auch „indoor“ für regnerische Tage) zur Auswahl. Im Juli und August kann man auch Bootstouren unternehmen. Familien mit Kindern können hier einen ganzen Tag verbringen.

Glendalough

Einer der schönsten Orte in ganz Irland ist für mich – und für viele andere – Glendalough in den Wicklow Mountains. Glendalough leitet sich vom irischen Gleann dá Loch ab, was so viel wie Tal der zwei Seen bedeutet und das Wandern in diesem Tal soll es hier im Kapitel „Wandern in Irland“ auch gehen. Über die beeindruckenden Ruinen der alten Klostersiedlung erzähle ich Ihnen im Kapitel „Sehenswürdigkeiten“.

Glendalough befindet sich weniger als 50km südlich von Dublin, eignet sich also hervorragend für einen Tagesausflug um der Stadt zu entfliehen und Ruhe und Natur zu genießen. Sie brauchen hierzu nicht einmal ein eigenes Auto sondern können mit dem Bus fahren.

Nun aber endlich zu den Wanderungen: Glendalough befindet sich wie gesagt in einem Tal, das sich sanft nach oben zieht. Deswegen spricht man bei den beiden Seen vom „Lower Lake“ und vom „Upper Lake“. Es gibt neun Wanderrouten  für jeden Geschmack. Die Touren sind zwischen 1,7 und 11 km lang und können kombiniert werden. Im Visitor Center gibt es für 50 Cent (mittlerweile vielleicht auch einen Euro) eine gute Karte in der alle eingetragen sind.

Die kürzeste und einfachste Route ist der Weg zwischen den beiden Seen. Die einfache Strecke ist in weniger als einer halben Stunde zu schaffen und niemand sollte Glendalough wieder verlassen ohne sie gewandert zu sein.

Wie Sie auf der Karte sehen können ist sowohl eine südliche Route auf einer Green Road, also einem breiten befestigten Weg oder die nördliche auf einem schmaleren Pfad möglich. Ich würde empfehlen, die eine für den Hin- und die andere für den Rückweg zu wählen.

St. Kevin's Kitchen, Glendalough
St. Kevin’s Kitchen, Glendalough


Upper Lake

Auf dem Weg zwischen den beiden Seen in Glendalough
Am Weg zwischen den beiden Seen

Sollten Sie mehr Zeit haben und eine längere anspruchsvolle Tour gehen wollen empfehle ich folgenden Weg (Dauer ca. viereinhalb bis fünf Stunden), der auf wandertipp.de beschrieben wird: Beim Visitor-Center überquert man den Glendasan River und geht weiter Richtung Lower Lake. Auf diesem Weg wandert man dann entlang des Lower Lakes und weiter, bis man das Informationsbüro des Nationalparks am Parkplatz des Upper Lakes erreicht. Hier folgt man dem gemeinschaftlichen Weg Richtung Poulanass Wasserfall, den man in ca. 10 min erreicht.

Weiter geht es dann durch alten vermoosten Baumbestand, bevor man auf einem Schotterweg in einen Nadelwald eintaucht.
Schließlich folgt man der weißen Markierung und steigt auf mit Draht umspannten ehemaligen Eisenbahnbohlen, die auf dem folgenden Wegabschnitt ausgelegt wurden rund 250 Höhenmeter bis zum breiten Buckel des Spink auf.

Oben hat man dann einen wunderschönen Blick. An der linken Seite begleitet einen der Nadelwald ein Stück weiter, während es rechts steil nach unten geht. Die Eisenbahnbohlen erlauben ein gefahrloses Gehen auch bei nassen Bodenverhältnissen. Nach etwa 1,5 Stunden wechselt die Landschaft in eine baumlose Hochebene. Am Ende des moorigen Bodens endet auch der Bohlenpfad. An Stelle der Bohlen ist der weitere Weg nun mit  Steinplatten ausgelegt. An der Brücke (Gehzeit ca. 2h 15 min) kehrt man nun die Richtung um und steigt dem Bach entlang bis zu den Ruinen des Miners Village ab.  Am Hang sind noch gut die Aktivitäten des ehemaligen Bergbaus zu erkennen. Bei den Ruinen hat man die Seehöhe wieder erreicht. Nun geht es im Wald entlang des Upper Lakes wieder zurück zum Parkplatz.

Connemara

Eine wunderbare Gegend für Wanderungen ist Connemara. Ich könnte Ihnen stundenlang über die Schönheit dieser Region vorschwärmen aber das möchte ich Ihnen ersparen. Im Kapitel „Sehenswürdigkeiten“ stelle ich Ihnen den Westen des Countys Galway näher vor, hier möchte ich mich darauf beschränken, Ihnen drei meiner Meinung nach besonders schöne Wanderungen vorzuschlagen. Eigentlich lohnt es sich überall in Connemara sein Gefährt stehen zu lassen und die Gegend zu Fuß zu erkunden (jetzt schwärme ich ja doch schon wieder), aber was Sie auf keinen Fall verpassen sollten ist die sogenannte Sky Road. Sie ist 16km lang und beginnt und endet im charmanten Städtchen Clifden. Es handelt sich also um einen Rundwanderweg.

Verlassen Sie Clifden in Richtung Westen am Alcock & Brown Hotel vorbei, Sie stoßen dann auch auf den ersten Wegweiser. An der ersten Straßengabelung halten Sie sich rechts. Nach ca. 2 Kilometern  haben Sie dann den ersten Blick über die Clifden Bay, über der Sie die nächsten Kilometer entlang laufen und auf die Sie einen atemberaubenden Blick nach dem anderen haben. Rechnen Sie bei Ihrer Zeitplanung mit ein, dass Sie mindestens so lange stehen und schauen werden wie Sie wirklich wandern.

Am Westzipfel der Sky Road in Eyrephort angekommen, trifft man auf einen kleinen, aber traumhaften Strand, von dem man, wenn das Wetter mitspielt, die schönsten Sonnenuntergänge betrachten kann. Die letzten Kilometer zurück nach Clifden gehen Sie dann auf der N59 was nicht so viel Spaß macht, oder sie kehren um und gehen den Weg zurück den Sie gekommen sind.

Die Sky Road hat ihren Namen (zumindest lautet so eine Erklärung) von der zum Teil sehr steilen Wegführung bei der man das Gefühl hat, direkt hinauf in den Himmel zu wandern. Sie legen über 500 Höhenmeter zurück, man braucht also schon etwas Kondition. Wenn Sie sich das nicht zutrauen, können Sie die Sky Road auch mit dem Auto abfahren, man kann an einigen Stellen gut stehenbleiben und die Aussicht genießen.

Sky Road, Clifden
Sky Road

Sky Road, Clifden
Sky Road

Sky Road, Clifden
Sky Road

Mein zweiter Vorschlag für eine Wanderung in Connemara ist das Lough Inagh Valley.

Die R344 führt wenige Kilometer westlich von Recess durch das Tal, am nördlichen Ende des Tals kommen Sie wieder auf die N59 und befinden sich nur wenig östlich der Kylemore Abbey, so dass Sie die Wanderung mit einem Besuch dort verbinden können. Auch der Connemara National Park ist dann nahe.

Die englische Ausgabe des Lonely Planet Ireland bezeichnet das Lough Inagh Vally als „one of the most scenic areas“ in ganz Irland und ich kann dem nur zustimmen, bezaubert das Tal doch durch eine wilde Schlichtheit. Die Seen Derryclare und Inagh reflektieren das Massiv der schroffen 12 Bens, es herrscht eine fast surreale Atmosphäre. Wer nicht nur auf der Straße wandern will findet am nördlichen Ende einen Weg, der in westlicher Richtung ein kleines Tal hinaufführt, das eine Erkundung lohnt. Am Ufer des Lough Inagh befindet sich die gleichnamige Lodge, ein gediegenes Haus mit viktorianischem Charme. Dort kann man das Auto stehen lassen und oder eine gepflegte Tasse Tee und ein Scone zu sich nehmen, bei schönem Wetter auf der Terrasse mit einem einzigartigen Ausblick. Die Lough Inagh Lodge bietet 13 gemütliche Zimmer an, wer Ruhe sucht ist hier bestens aufgehoben. Ich habe hier schon ein paar Tage verbracht, das Essen ist ebenfalls großartig.


Die 12 Bens im Lough Inagh Valley

Großartig zum Wandern eignet sich ebenfalls die Gegend um Roundstone.

Wenn es Sie an die Küste zieht empfehle ich Ihnen, entlang des weichen weißen Sands von Gurteen , über die Landzunge nach Dog’s Bay und zurück zu laufen. Lieben Sie es mystisch, so fahren Sie von Roundstone vier Kilometer nach Norden, und biegen Sie dann in die R341 Richtung Westen ab. Sie kommen dann in den geschützten Roundstone Bog. Lassen Sie Ihr Auto stehen und gehen Sie die Straße entlang um die Moorlandschaft zu genießen. Bei Sonnenschein hat die Gegend nichts Gruseliges, bei Nebel aber kann man verstehen, dass manche Einheimische glauben es würde hier spuken.


Roundstone Bog

Auf dem Barrow Towpath von Borris nach Graiguenamanagh

Der Barrow Towpath ist ein sogenannter Treidelweg am River Barrow entlang und umfasst in voller Länge 113km von Lowtown nach St. Mullins, auf dem früher Lastkähne von Pferden gezogen wurden. Der Abschnitt von Borris nach Graiguenamanagh ist der schönste Abschnitt. Der Barrow bildet an dieser Stelle die Grenze zwischen den Counties Carlow und Kildare. Die Entfernung zwischen den beiden Orten beträgt hierbei 12 Kilometer. Man kommt hier an wunderschönen Laubwäldern und alten Mühlen vorbei.

Wenn Sie möchten können Sie vor der Tour in Borris eine Runde Golf auf einem der ältesten Plätze Irlands spielen und den Blick auf das Viadukt mit 16 Bögen werfen. Am Ende des Wegs wartet die Graiguenamanagh Duiske Abbey, die größte und wahrscheinlich auch schönste der 34 mittelalterlichen Zisterzienserabteien Irlands. Sollten Sie dann immer noch Kraft in Ihren Beinen haben bietet sich an, weitere sechs Kilometer auf dem Barrow Towpath nach St. Mullins zu gehen und die beeindruckenden Ruinen des dortigen Klosters zu besichtigen. In den Tourist Offices der Gegend bekommen Sie ausgezeichnetes Kartenmaterial für Ihre Wanderung. Überlegen Sie sich bitte, wie Sie wieder zum Ausgangspunkt zurückkommen.

Dursey Island, Beara Peninsula, County Cork

Dursey Island befindet sich im Westen der Beara Halbinsel, einer Gegend, deren Besuch ich generell wärmstens empfehle.
Wie der Name schon sagt ist Dursey Island eine Insel und das Abenteuer beginnt bereits mit der Anreise, ist sie doch per Irlands einziger Seilbahn zu erreichen. Die Holzkabine sieht etwas sonderbar aus, was wahrscheinlich auch daher rührt, dass sie nicht nur Menschen, sondern auch Schafe und Kühe transportiert, die vom Festland auf die Insel oder umgekehrt gebracht werden müssenJ. Allerdings gab es vor einiger Zeit die Diskussion ob man den Transport der Kühe einstellen sollte, ob mit eine endgültige Entscheidung getroffen wurde ist mir leider nicht bekannt.

Informieren Sie sich rechtzeitig über die Abfahrtszeiten der Seilbahn, die etwas seltsam sind (nach meinen letzten Informationen montags bis samstags zwischen 9:00 und 11:00, 14:30 und 17:00, 19:00 und 20:00 und sonntags zwischen 9:00 und 10:30, 13:00 und 14:30, 19:00 und 20:00, im Sommer auch noch sonntags zwischen 16:00 und 17:00). Die Überfahrt dauert ca. 15 Minuten und die Kapazität ist gering, in der Hochsaison kann es also zu Wartezeiten kommen.

Die Insel hat nur wenige Einwohner und keine Geschäfte, Kneipen und Restaurants (nehmen Sie sich also Ihren Proviant mit) und bietet damit eine einzigartige Erfahrung ungestörter Ruhe. Dursey ist berühmt für seine vielen Vogelarten und ist ein Paradies für Vogelbeobachter. Die Insel verfügt über eine wildromantisch zerklüftete Küste, hohe Klippen, offenes Moor und durch Trockensteinmauern und Gräben getrennte Felder. Die Landschaft ist fast baumlos, da der größte Teil der Insel starken Winden und Salznebel ausgesetzt ist.

Die reine Gehzeit für den 14 Kilometer langen Rundwanderweg mit moderaten Höhenunterschieden beträgt ca. dreieinhalb Stunden.
Ausgehend von der Seilbahn folgen Sie dem lila Pfeil entlang des Weges, der die südliche Seite der Insel entlangführt. Neben den violetten finden Sie gelegentlich auch die gelben Pfeile des Fernwanderwegs „Beara Way“. Nach einem Kilometer erreichen Sie Ballynacallagh, das erste von drei Dörfern auf der Insel.

Folgen Sie nun der Straße für einen weiteren Kilometer bis zum Dorf Kilmichael mit der Ruine der alten Kirche, von der es heißt, dass sie von Mönchen gebaut wurde, die vom Skellig Rock kamen.

Nun geht es auf dem Weg drei Kilometer weiter, auf denen Sie linkerhand die spektakuläre Aussicht auf die Beara Halbinsel genießen können. Auf der rechten Seite führt eine Reihe von steilen Hügeln nach oben, auf deren Ende biegen Sie nach Norden und machen sich auf der anderen Seite auf den Rückweg. (Wenn Sie möchten können Sie von hier aus zuerst noch zum westlichen Ende der Insel, dem Dursey Head wandern, die Tour dauert dann ca. 90 Minuten länger.)

Folgen Sie den lila und gelben Pfeilen entlang der ausgetretenen Spur bergauf und Sie gelangen zur beeindruckenden Ruine des Signalturms. Von hier hat man eine herrliche Aussicht auf die Nordseite der Insel und die Küste West Corks. Die zwei markanten Inseln im Westen heißen übrigens „The Bull“ und „The Cow“…

Der Weg führt nun nach unten bis zu einem Zaun über den Sie steigen und mündet dann in eine Green Road, der Sie ca. 500 Meter folgen. Nach einer Rechtskurve biegen Sie scharf nach links ab und gehen für kurze Zeit wieder auf einem grasbewachsenen Weg bergauf.

Dann kommen Sie auf einen alten Weg, wo Sie nach links abbiegen und nach 200 m einen weiteren Zaun überqueren.

Weiter geht es über Wiesen bevor Sie wieder auf den Weg kommen, der Sie zu Beginn aus Ballynacallagh herausführte. Biegen Sie hier links ab und genießen den restlichen Kilometer zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung. Klingt vielleicht kompliziert, aber es ist alles recht gut ausgeschildert – und auf einer so kleinen Insel kann man sich sowieso nicht wirklich verlaufen :).

Der Cavan Way

Der Cavan Way ist eine 26 Kilometer lange sanfte, lineare Wanderstrecke, die aus dem Dorf Dowra nach Norden durch Feldwege und ruhige Straßen verläuft, um den magischen „Shannon Pot“ zu erreichen, wo der große irische Fluss entspringt.

Die Strecke steigt dann von der Quelle des Shannon in die Kalksteinlandschaft des nördlichen Cuilcagh Gebirges an, bevor es in das Dorf Blacklion hinabgeht. Der Weg besteht hauptsächlich aus ruhigen Straßen. Die Aussicht von den Höhen über den Lough MacNean im Norden und die Cuilcagh Berge im Süden sind wunderbar. Es ist auf dem Cavan Way insgesamt ein Anstieg von 330 Meter zurückzulegen, einschließlich zwei kurzen, steilen Anstiegen. Es gibt Übernachtungsmöglichkeiten an beiden Enden der Strecke. Höchster Punkt ist das „Giant’s Grave“ in 260 Metern Höhe.

Der Cavan Way befindet sich im Herzen des „Marble Arch Caves Globale Geopark“, in dem sich viele weitere markierte Wanderwege befinden.
http://www.irishtrails.ie/Trail/Cavan-Way/8/

Der Creggan Wood Walk

Der Creggan Wood Walk befindet sich nahe Omagh im County Tyrone in Nordirland und ist ein gemütlicher fünf Kilometer langer Spaziergang durch Moor und Wald mit einer spektakulären Landschaft und Aussicht auf die Sperrins. Er ist sehr gut für Familien mit Kindern geeignet.

Kurz vor dem An Creagán Besucherkomplex gehen Sie nach links den Hang hinauf zwischen den großen Steinen, wo die Route beginnt. Von dort haben einen wunderschönen Blick nach links über den Creggan Bog. Dies ist kleines Stück unbebauten Hochmoors und die Heimat von einzigartigen Pflanzen, darunter 14 verschiedene Arten von Torfmoos, Preiselbeere, Krähenbeere, Heidelbeere und dem insektenfressenden Sonnentau. Ein Kiesweg führt Sie entlang dieses Moors und ein kurzer befestigter Abstecher gibt Ihnen die Chance, in die Mitte dieser weichen, Moorlandschaft zu gehen, ohne nasse Füße zu bekommen.

Dann geht es wieder leicht bergauf und Sie kommen in den Wald. Nach rund einem halben Kilometer finden Sie eine Kahlfläche auf der rechten Seite. Von hier haben Sie einen tollen Blick auf den Sawel, den höchsten Gipfel der Sperrin Mountains. Nach kurzer Zeit kommen Sie an eine Kreuzug. Gehen Sie hier einen weiteren Kilometer geradeaus durch den dichtesten Teil des Waldes, bevor Sie in eine offene Moorlandschaft kommen. Gehen Sie auf dem geschwungenen Weg am Waldrand weiter.

Dann kommt auch schon langsam die Hauptstraße in Hörweite gekommen und der Weg biegt in östliche Richtung ab. Eine Biegung des Weges nach links führt Sie wieder weg von der Hauptstraße und zurück in den Wald, wo Sie bald zu der wieder zu der Kreuzung kommen. Wenden Sie sich nach rechts und Sie kommen zum Ausgangspunkt Ihrer Wanderung zurück.

Nach und nach werde ich hier weitere empfehlenswerte Kurzwanderungen einstellen, schauen Sie also wieder vorbei!

Wanderungen für mehr als einen Tag und Fernwanderwege

Der Tain Way

Die Cooley Halbinsel ist eine bergige Landzunge im County Louth, die sich zwischen dem Carlingford Lough und der Dundalk Bay 19 km in die Irische See erstreckt.

Es ist eine sagenumwobene Region und der Ort der epischen Sage, die als „The Cattle Raid of Cooley“ bekannt ist, die von einem Kampf zwischen Königin Meabh von Connacht und dem Riesen Cú Chulainn erzählt.
Sie finden hier eine reiche historische Vergangenheit mit ihren Ganggräbern, Dolmen und der gut erhaltenen mittelalterlichen Stadt Carlingford, wo King John eine großartige Burg erbaut hat. Wie alle Orte abseits der ausgetretenen Pfade hat die Cooley Halbinsel eine Aura von Zeitlosigkeit und ist zu einem beliebten Ort geworden um dem Alltag zu entfliehen. Übernachtungsmöglichkeiten sind reichlich vorhanden.

Der Táin Way ist ein Rundweg, der um den Carlingford Mountain (590m) und seine westlichen Ausläufer führt. Man kommt unter anderem nach Clermont, wo man ein Hügelgrab aus der Bronzezeit besichtigen kann. Die Tour besteht hauptsächlich aus ruhigen Straßen, Forstwegen und Pfaden von denen man einen spektakulären Ausblick nach Norden über den Carlingford Lough bis zu den Mourne Mountains und nach Süden entlang der Ostküste hat. Man legt auf dem 40 Kilometer langen Tain Way bergauf über 1000 Höhenmeter zurück, darunter ein paar lange Anstiege, man sollte also etwas Kondition mitbringen. Weitere Informationen und Karten finden Sie unter http://louthholidays.com/explore-louth/activities/walking/the-tain-way.html.

Der Wicklow Way

Der Wicklow Way war Irlands erster Fernwanderweg und ist aufgrund seiner Nähe zu Dublin eine der beliebtesten Wanderrouten in Irland geblieben. Jährlich tummeln sich dort rund 25000 Wanderer.

Der Weg beginnt in den südlichen Vororten der Hauptstadt und die Zivilisation wird bald hinter sich gelassen, wenn sich die Route tief in Hochheidemoorlandschaften bewegt.

Die Wicklow Mountains sind die umfangreichste Granitformation auf der Grünen Insel. Über die Jahrmillionen entstanden hier gerundete Bergrücken und tiefe Täler, die auf dem Wicklow Way beschritten werden, bevor sich der Weg über eine Reihe von sanften Ausläufern senkt und das Dorf Clonegal im County Carlow erreicht wird. Es ist eine abwechslungsreiche Strecke mit einer dramatischen Landschaft von Bergen und Seen.

Unter den malerischen Orten die man auf dem sich durch die Berge schlängelnden Weg besucht ist die alte und schöne Klosteranlage Glendalough. Wo der südliche Teil der Strecke landschaftlich weniger beeindruckend ist sind die Anstiege sanfter und der Weg schlängelt sich entlang der Forststraßen durch eine Landschaft von Nadelbäumen bedeckten Ausläufer der Wicklow Mountains.
Die Tour besteht aus Forstwegen, ruhigen Straßen, Bergwegen und Pfaden durch offene Moorlandschaften. Einige Abschnitte können nass und schlammig sein. Zwar gibt es einige Übernachtungsmöglichkeiten die aber etwas abseits der Route sind und eine sorgfältige Planung notwendig machen.

Der Gesamtaufstieg über die gesamte Strecke ist ca. 2820 Meter, aber abgesehen von einigen kurzen steilen Abschnitten geht es sanft dahin. Der Wicklow Way ist ca. 130 Kilometer lang und man sollte dafür mindestens fünf, besser sechs Tage einplanen.

Die Strecke im Überblick: Start am Marley Park in Süd-Dublin – Prince William`s Seat (555m) – Knockree – Enniskerry mit Powerscourt House and Gardens – Glencree River – Powerscourt Waterfall (höchster Wasserfall Irlands) – vorbei am Djouce Mountain – White Hill (650m) – Lough Tay – Roundwood (ein Ort den ich sehr liebe und wo man gut essen und übernachten kann) – Laragh – Glendalough – Glendalough Upper Lake – Poulanass Waterfall – Überquerung Avonbeg River – Greenan – Rathdrum – Ow River Valley Moyne – Knockananna – Mullinacuff – Shillelagh – Raheenakit Forrest – Clonigal (Ende des Wicklow Way)

Besorgen Sie sich auf alle Fälle eine gute Wanderkarte!

Der Sligo Way

Der Sligo Way ist eine 74 km lange Strecke, die die Grafschaft Sligo (wer hätte das gedacht) im Nordwesten der Insel durchquert, beginnend am Lough Talt in den Ox Mountains in der Nähe der Grenze zu Mayo bis zur Stadt Dromahair im County Leitrim.
Während der ersten Hälfte der Tour gibt es herrliche Ausblicke in Richtung Osten zum Ben Bulben, nach Norden über die Donegal Bay bis hin zu Slieve League und nach Westen zum Nephin-Gebirge und später schöne Abschnitte durch Wälder und entlang von Seen.

Da die Route in den Bergen beginnt, beträgt der gesamte Aufstieg der Tour nur 900 Höhenmeter und es gibt keine signifikanten Anstiege. Zu den Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke gehören eine frühgeschichtliche Siedlung am Lough Talt, Hünengräber (von denen es reichlich in West Sligo gibt) und die „Isle of Inishfree“ im Lough Gill, der William Butler Yeats eines seiner berühmtesten Gedichte gewidmet hat. Außer kurzer sumpfiger und nasser Abschnitte in der Nähe des Lough Easky, des Ballygawley Woods, des Lough Lumman und des Lough Gill Bereich, bietet der Weg in der Hauptsache ein angenehmes und bequemes Wandererlebnis.

Bitte beachten Sie, dass es auf den ersten 40 Kilometern keine Übernachtungsmöglichkeiten in Form von B&Bs oder Hotels gibt!
http://www.sligowalks.ie/?pagid=sligo-way

Der Sheep’s Head Way

Sheep’s Head ist die schmalste der Landzungen, die sich aus dem Südwesten Irlands in den Atlantik erstrecken und zwar zwischen Bantry Bay und Dunmanus Bay.

Die Sheep’s Head Way ist ein 88 Kilometer langer Rundwanderweg der in der Stadt Bantry in der Grafschaft Cork beginnt und der entlang der Nordküste der Halbinsel bis zum malerischen Leuchtturm an der Spitze der Halbinsel führt, bevor es an der Südseite durch die hübschen Dörfer Kilcrohane, Ahakista und Durrus zurückgeht.

Da die Halbinsel wie gesagt sehr schmal ist, sind Sie nie weit von der herrlichen Atlantikküste entfernt, auch nicht wenn Sie auf den höchsten Punkt der Route klettern, den sich 300 Meter über dem Meeresspiegel befindenden von Heidekraut bedeckten Seefin Kamm. Das Gelände ist sehr abwechslungsreich und umfasst offene Graslandschaften und Heidemoorland, Feldwege, ruhige Landstraßen und einige kurze Abschnitte über Waldwege. Der gesamte Aufstieg beträgt 2460 Höhenmeter und beinhaltet ein paar lange Anstiege.

Reste eines alten Kupferbergwerks, Steinkreise, Menhire, hohe Klippen, ein napoleonisches Stellwerk und alte Kirchen sind nur einige der vielfältigen Attraktionen, die auf dem Weg warten von Ihnen entdeckt zu werden. Mit etwas Glück werden Geduld und Ausdauer durch die Beobachtung von Delfinen und Walen an der westlichsten Spitze der Landzunge belohnt.

Es gibt auch einige kürzere Loop Walks am Sheep’s Head.

http://www.thesheepsheadway.ie/

Der Royal Canal Way

Der Royal Canal Way ist ein besonders entspannter und entspannender Fernwanderweg, da es praktisch die ganze Zeit in ebener Fläche dahingeht.

Die Arbeit am Bau des 146 Kilometer langen Royal Canal wurde 1790 begonnen, um Irlands Hauptstadt Dublin mit dem Oberlauf des Shannon zu verbinden, der Kanal wurde 1817 fertiggestellt.
Der Royal Canal Way lag im Wettbewerb mit dem Gran Canal, der fast parallel Strecke nie mehr als 30 Kilometer entfernt im Süden verlief. Beide Kanäle wurden durch das Aufkommen der Eisenbahnen in der Mitte des 19. Jahrhunderts mehr oder weniger überflüssig.

Der Kanal wurde 1961 offiziell für den Schiffsverkehr geschlossen, aber wie beim Grand Canal wurde ein Großteil des Royal Canal Ways in den letzten Jahrzehnten wieder instand gesetzt und folgt nun grasbewachsenen Treidelpfaden, Schotter- und manchmal Asphaltwegen aus dem Vorort Dublins Ashtown 105 Kilometer bis zum Dorf Abbeyshrule in County Longford. Einige Abschnitte der Treidelpfad können matschig sein. Es ist geplant, auch den weiteren Weg bis zum Shannon wiederherzustellen.

Es gibt eine gute Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten an einem Großteil der Stre>http://walks.iwai.ie/royal/

Der Burren Way

Der Burren Way ist ein 123 Kilometer langer linearer Wanderweg, der Sie im County Clare von Lahinch an der westlichen Seite des Burren nach Doolin und weiter über die Stadt Lisdoonvarna nördlich nach Ballyvaughan bringt. Er durchquert dann das Kernland des Burren durch die Dörfer Carran und Corrofin auf der östlichen Seite des Burren. Etwas südlich von Corrofin verbindet sich der Burren Way mit dem Mid Clare Way und bildet einen attraktiven Rundweg auf der östlichen Seite des Burren.

Wenn Sie nur ein Teilstück der Burren Way gehen möchten dann starten Sie am besten an einem der folgenden sechs Punkte, an denen Sie eine Übersichtskarte und Parkplätze finden. Alle befinden sich nahe an Einrichtungen, wie Geschäften, Unterkünften, Restaurants und öffentlichen Verkehrsmitteln. Sie können an jedem dieser Punkte starten und so weit gehen wie Sie möchten:

Lahinch liegt an der Küste drei Kilometer von Ennistymon an der N67. Der Ort selbst hat wenig Charme, ist aber besonders bei Golfern und Surfern sehr beliebt und besitzt sämtliche nötigen touristischen Einrichtungen. Es gibt dort auch ein sehr schönes Aquarium (ich liebe Aquarien…)

Doolin liegt an der R479, abseits der N67 und 8 km von den Klippen von Moher entfernt. Doolin ist das Mekka der irischen Musik, es gibt Pubs mit nie endenden Sessions und Sie können von hier auch die Fähre zu den Aran Islands nehmen. Überlegen Sie sich, ob Sie nicht mindestens einen Tag in Doolin verweilen möchten

Lisdoonvarna liegt etwa 34km nördlich von Ennis an der N67. Einst ein lebhafter Kurort ist es heute ein eher verschlafenes Städtchen, das zum alljährlichen Matchmaking Festival erwacht, wo es im September so richtig rund geht und es von mehr oder weniger verzweifelten Singles nur so wimmelt. Das Rahmenprogramm bietet Unterhaltung für jeden Geschmack. Empfehlenswert ist der Besuch des Burren Smokehouse, wo Ihnen die Geheimnisse des Lachsräucherns nahegebracht werden und wo Sie sich natürlich auch mit Proviant versorgen können

Ballyvaughan liegt ebenfalls an der N67 und ist 39 Kilometer von Ennis entfernt. Ballyvaughan ist ein charmantes Städtchen, wo ich gerne im Hylands Hotel unterkomme. Auf keinen Fall verpassen sollten Sie Monks Pub and Seafood Restaurant, hier bekommen Sie den besten Fisch und die frischesten Meeresfrüchte

Carran liegt zwischen Ballyvaughan und Corrofin, ca. 3 km östlich der R480. Damit ist eigentlich auch schon alles gesagtJ

Corrofin liegt an der R476 zwischen Ennis und Lisdoonvarna. Hier finden Sie das ursprüngliche Alltagsleben Clares. In der Nähe gibt es einige kleine Seen und auch Burgen der O’Briens.

Für mich wäre der Burren Way sicher einer der – wenn nicht sogar der – Favorit unter den Fernwanderwegen. Die Landschaft ist einzigartig und die Orte sind schön. Wenn Sie nach dem Wandern noch länger bleiben warten in nächster Nähe Attraktionen wie die Cliffs of Moher, der Poulnabrone Dolmen, der Strand von Fanore, das lebendige Galway und vieles mehr

Der East Clare Way

Der East Clare Way ist ein 172 Kilometer langer Rundweg und überquert die Slieve Bernagh Mountains bevor es nach dem Abstieg zu den Clare Lakelands um Tulla und Feakle geht. Nach der Umrundung des Lough Graney steigt der Weg dann wieder über das schroffe Moorgebiet des Slieve Aughty Mountain zurück in Richtung Lough Derg. Der Weg führt dann zurück durch die Hügel in Richtung Scarriff und schließt den Loop Walk in Killaloe ab. Für diejenigen denen der East Clare Way zu lange ist gibt es in der Gegend viele gut ausgeschilderte Rundwanderwege von unterschiedlicher Länge die um Städte und Dörfer entlang der Route führen.

Durch diese Orte führt der East Clare Way:

  • Killaloe / Ballina liegt an der R463, 28km von Limerick entfernt. Killaloe liegt auf er einen, Ballina auf der anderen Seite des Shannon. Ein Spaziergang lohnt sich, es gibt nette Pubs und Restaurants. Am  Riverside Parkplatz auf der Killaloe Seite des Flusses nahe der Touristeninformation kann man sein Auto stehen lassen. 
  • Broadford liegt im schönen Glenomra Valley an der R466, ungefähr 20 km nördlich von Limerick und 30 km entfernt von Ennis.
  • O'Callaghan Mills befindet sich ebenfalls an der R466. Es hat seinen Namen von der O’Callaghan Familie, die Großgrundbesitzer in der Gegend waren und von einer Getreidemühle, die im Jahre 1772 dort errichtet wurde.
  • Tulla ist eine Kleinstadt, die im 13. Jahrhundert das Stadtrecht erhielt; Tulla Church war bereits um 620 von St Mochuille gegründet worden. Die runde frühkirchliche Einfriedung der alten Kirche, nahe dem heutigen Ortskern wird als Friedhof genutzt. Tulla ist 20 km östlich von Ennis und etwa 25 km westlich vom Lough Derg gelegen.
  • Feakle liegt an der R468 etwa 30 km von Ennis und 44km nördlich von Limerick. Feakle ist ein lebhaftes Dorf, Anfang August findet dort alljährlich das renommierte „Feakle Traditional Music Festival statt wo sich auch die größten ihrer Zunft die Ehre geben.
  • Flagmount liegt abseits der R461 neben dem Lough Graney. Lough Graney ist nach dem Lough Derg der zweitgrößte See East Clares, von Flagmount hat man einen wunderbaren Blick über den See.
  • Whitegate liegt an der R352, etwa 58km von Limerick und 48 km von Ennis entfernt. Es ist ein netter kleiner Ort, der aber eher unspektakulär ist. Etwas abseits von Whitegate liegt das „An Sibin Equestrian Center“, ein ganz toller Reiterhof, zu dem Sie im Kapitel „Reiten in Irland“ mehr Informationen finden. (Link)
  • Mountshannon liegt an der R352 am südlichen Ufer der Lough Derg und ist 54km von Limerick und 43km von Ennis entfernt. Im Hafen liegen das ganze Jahr über hübsche Fischerboote vor Anker. Sie können von Mountshannon aus eine sehr empfehlenswerte Schifffahrt zum „Holy Island“ machen, einer der schönsten frühchristlichen Siedlungen. Natürlich ist die Gegend um den Lough Derg auch ein Paradies für Angler. Der Ort selbst ist eher unscheinbar. Weiter geht es am Seeufer entlang nach
  • Scarriff, einer kleinen Marktstadt, die ebenfalls bei Anglern sehr beliebt ist.

http://www.clarewalks.com/east-clare-way-page.html

Weitere längere Wanderrouten in der Gegend sind der Mid Clare Way und der Lough Derg Way (genauere Informationen folgen)

Der Beara Way

Wenn Sie dieses Kapitel bisher komplett gelesen haben kennen Sie die Beara Halbinsel bereits von Dursey Island, das sich an der Spitze der Peninsula befindet und das ich für eine Wanderung vorgeschlagen habe – eine abenteuerliche Überfahrt mit Irlands einziger Seilbahn inbegriffen.

Hier soll es aber nur um den Beara Way gehen. Die Beara Halbinsel liegt südlich des Ring of Kerry. Da die Straßen hier schmaler und deutlich weniger gut ausgebaut sind ist der Ring of Beara für Busse ungeeignet und auch Autofahrer verirren sich deutlich seltener in die Gegend, obwohl sie ihrer viel berühmterer Schwester in Punkto Schönheit um nichts nachsteht. Folglich ist die Beara Halbinsel auch für Wanderer perfekt geeignet und der Beara Way trägt dem Rechnung.

Wenn Sie den Beara Way, der die Beara Penisula umrundet, in seiner vollständigen Länge von ca. 200 Kilometern wandern möchten sollten Sie mindestens eineinhalb Wochen dafür einplanen. Sie könnten Ihre Zeit nicht besser nutzen, bietet die Tour doch alles, was sich ein Wanderer in Irland wünschen könnte. Meist folgt er alten Pfaden und Straßen und führt nur selten höher als 340 Meter, er ist also lang aber nicht allzu anstrengend und anspruchsvoll.

Der Beara Way beginnt in Glengarriff, das am südlichen Ende der Beara Peninsula an der von Wäldern bedeckten Bantry Bay liegt. Wenn Sie schon den ersten Abstecher machen möchten bevor die Tour überhaupt angefangen hat fahren Sie doch mit dem Schiff nach Garinish Island, einer Insel die mit die schönsten Gärten ganz Irlands aufweist. Die Beara Peninsula hat den Ruf, die wärmste (na ja) Gegend Irlands zu sein und so gedeihen in der fruchtbaren Erde prächtige subtropische Pflanzen wie Kamelien, Magnolien und Rhododendren. Oder Sie genießen das Glengarriff Woods Nature Reserve mit 300 Hektar der ältesten irischen Eichenwälder.

Dann geht es aber los auf dem Beara Way und zwar zunächst nach Adrigole mit wunderschönen Ausblicken und weiter nach Castletownbere, einem Fischerdorf mit der größten Ansammlung von Touristen auf der Beara Peninsula, das sich seinen ursprünglichen Charakter trotzdem weitestgehend bewahrt hat. Nicht zuletzt ist Castletownbere Heimat von „Mc Carthy’s Bar“, das auf dem Cover des gleichnamigen Buchs des leider mittlerweile verstorbenen Pete Mc Carthy abgebildet ist.

Mc Carthy schuf damit einen der absoluten Bestseller der (irischen) Reiseliteratur. Er schildert darin seine Reise von Cork die irische Westküste entlang bis nach Donegal, die letztlich nur einer festen Regel folgt: "never pass a bar that has your name on it.“ Neben den Erzählungen über die großartige irische Landschaft nehmen deshalb seine Besuche in all den Mc Carthy’s Bars großen Raum ein, die er auf seinem Weg besucht und aller Menschen die er dort trifft.

Weiter geht es in südwestlicher Richtung, der nächste interessante Ort ist der „Derrenataggart Stone Circle“, einem beeindruckenden Steinkreis mit zehn Menhiren. Als nächstes folgt Allihies, ein lebhafter Küstenort, um den herum früher in vielen Minen Kupfer abgebaut wurde. Wenn Sie Dursey Island (Link) besuchen wollen, können Sie sich nun auf zum Dursey Sound machen und mit Irlands einzige Seilbahn übersetzen.

Danach – oder sofort – geht es zurück an der Nordseite der Beara Peninsula, der meiner Meinung nach landschaftlich noch schöneren Seite. Als erstes kommt man nach Eyeries, einem der nettesten Orte in West Cork. Wenn Sie dort eine Pause machen möchte empfehle ich O’Shea’s Pub in der Main Street. Auf dem weiteren Weg sollte man auf keinen Fall den Ballycrovane Ogham Stone verpassen, was aber eigentlich auch gar nicht sein kann, ist er doch der mit fünf Metern Höhe größte „Standing Stone“. Auf der Beara Peninsula und insbesondere an deren Nordseite wimmelt es von hunderten prähistorischer Stätten.

Als nächsten Ort erreicht man Lauragh, das bereits im County Kerry liegt. Falls Sie nicht auf Garinish Island waren – oder es Ihnen dort so gut gefallen hat dass Sie Lust auf einen weiteren Garten mit subtropischer Vegetation haben – machen Sie hinter Lauragh einen Abstecher zum Dereen House and Gardens.

Dann kommt man nach Tuosist, einem kleinen Ort mit einem weiteren Steinkreis, und schönen Wäldern und Seen in der Umgebung. Nach der Überquerung eines Passes haben Sie die Wahl und können Ihren Weg entweder mit einem weiteren Abstecher nach Kenmare oder mit der direkten Wanderung nach Bonane fortsetzen, wo sich ein Besuch des Bonane Heritage Parks für einen Schnellkurs durch die irische Geschichte lohnt. Nach weiteren ungefähr 20 Kilometern sind erreichen Sie wieder den Ausgangspunkt des Beara Ways, Glengarriff.

Ich möchte Sie noch einmal daran erinnern, dass Sie dann 200 Kilometer zurückgelegt haben, es geht also nicht ganz so schnell wie der Weg hier beschrieben ist – aber es lohnt sich!

http://www.bearatourism.com/bearaway.html

Der Kerry Way

Mit ca. 215 Kilometern ist der Kerry Way der längste der irischen Fernwanderwege und er führt wie der Name schon sagt durch Kerry, das bei Touristen wohl beliebteste County Irlands.

Geübte Wanderer (und nur solche sollten sich den gesamten Kerry Way vornehmen) benötigen für die Strecke neun bis zehn Tage. Es gibt aber an und neben der Strecke so viel zu sehen, dass man mehr Zeit einplanen sollte will man nicht das Gefühl haben, viele Sehenswürdigkeiten versäumt zu haben.

Natürlich kann man auch beim Kerry Way nur einzelne Etappen gehen, es gibt mittlerweile ein ganzes Kerry Way Netzwerk, das auch kürzere Loop Walks beinhaltet und die sich gut für eintägige Wanderungen eignen, zum Beispiel in Sneem oder im Black Valley. Der Weg ist nicht überall optimal ausgeschildert, nehmen Sie also auf alle Fälle gutes Kartenmaterial mit (am besten die Ordnance Survey Irland no.78 & no. 83).

Bei guten Wetterbedingungen ist der Weg von den Anforderungen her nicht allzu schwierig zu gehen, bei Nässe sieht das schon etwas anders aus, und nass kann es wie wir wissen immer wieder sein.

Viele B&Bs am Kerry Way bieten Transport vom und zum eigentlichen Weg an, manche transportieren auch das Gepäck zum nächsten Etappenort.

Start- und Zielpunkt des Kerry Ways ist Killarney. Im Kapitel „Sehenswürdigkeiten“ finden Sie umfassende Informationen zu dieser lebhaften Stadt, zum Ring of Kerry und zum County Kerry insgesamt. Hier möchte ich mich hauptsächlich auf die eigentliche Wanderung beschränken.

Das erste Stück des Weges führt von Killarney durch den Killarney National Park mit dem Muckross House und dem Muckross Lake. In diesem Park könnte man schon locker einen Tag verbringen, die Natur genießen und zum Beispiel eine der beliebten Kutschfahrten unternehmen. Weiter geht es zum beeindruckenden Torc Wasserfall. Am Wasserfall entlang wandert man steil nach oben. Auf der Old Kenmare Road geht es weiter durch das Tal des Owengarriff und das Esknamucky Glen vorbei am Torc Mountain bis zur Galway’s Bridge. Von hier sollten Sie unbedingt einen Abstecher zum Aussichtspunkt Lady’s View machen, der Blick von dort oben ist gigantisch.

Von dort gelangt man über steinige Wege zum Upper Lake von Killarney und weiter zu „Lord Brandon’s Cottage“. Von hier aus führt der Weg durch das Black Valley oberhalb des Sees Cummeenduff Lake an der Südseite der MacGillycuddy's Reeks entlang. Vom Black Valley aus kann man übrigens eine Kutschfahrt durch das bekannte – und im Sommer manchmal überlaufene aber dennoch einzigartige Gap of Dunloe – machen. Danach kommt man in das abgeschiedene und landschaftlich beeindruckende Bridia Valley. Von hier könnte man den höchsten Berg Irlands besteigen, den Carrauntoohil mit seinen 1041 Metern. Das sollten aber nur erfahrene Bergsteiger tun!

Ansonsten geht es auf der steilen Lack Road hinauf über einen Pass. Für die Mühe wird man mit einem traumhaften Blick auf die MacGillycuddy’s Reeks mit den höchsten Bergen Irlands belohnt. Nach dem ebenso steilen Abstieg wandert man den Lough Acoose entlang bis nach Glencar mit seinem schönen Wasserfall.

Am Climbers Inn (Übernachtungsmöglichkeit) biegt der Weg ab und man erreicht eine Brücke über den Caragh River dem man auf einem Pfad folgt und kommt durch Wald zur Strasse nahe der Blackwater Brücke. Bald danach baut sich der Seefin Mountain vor einem auf. An einer Weggabelung muss man sich entscheiden wie man den Berg umrundet. Hält man sich links geht man den anstrengenderen aber schöneren Weg über das Windy Gap mit tollem Blick auf den Lough Caragh, Rossbeigh Hill, Inch Strand und die Dingle Halbinsel. Hält man sich rechts, geht man einen flacheren einfacheren Weg.

Wie man sich auch entscheidet, beide Wege führen in diesem Fall nicht nach Rom, sondern ins lebhafte Glenbeigh. Nach Tagen der Abgeschiedenheit trifft man hier auf irisches Stadtleben und vielleicht entschließen Sie sich zu einer Übernachtung, um Pubs und Restaurants zu genießen. Auf alle Fälle sollte man seine Proviantvorräte hier auffüllen!

Von Glenbeigh geht es in südwestlicher Richtung im Landesinneren entlang der Rossbeigh Hills weiter. Genießen Sie den Blick über die Dingle Bay. Der Weg führt dann bergab und Sie überqueren den Ring of Kerry bis Sie Foilmore erreichen. Sollten es Ihre Zeit und ruhige See erlauben setzen Sie von Cahersiveen auf alle Fälle mit dem Schiff nach Skellig Michael über, die Klosterinsel ist ein einmaliges Erlebnis.

Der Weg führt dann über 20 Kilometer nach Waterville. Auch hier bietet sich noch einmal die Möglichkeit der Überfahrt nach Skellig Michael.

Für die Etappe von Waterville nach Caherdaniel haben Sie dann wieder die Qual der Wahlt: entweder Sie nehmen die Route durch das Inland zurück nach Coomduff und weiter über kleine Landstraßen und durch bergiges Gelände in Richtung Caherdaniel oder – und das würde ich Ihnen empfehlen – Sie gehen die Strecke entlang der Küste, der Ihnen wunderschöne Aussichten über das Meer bietet.

Von Caherdaniel geht es gemütlich über Green Roads mit schönem Blick auf die Bucht Kenmare River Bay und auf Bantry nach Sneem, einem Ort den ich sehr mag und der sich trotz seiner Lage am Ring of Kerry noch eine gewisse Ruhe bewahrt hat. Wollen Sie sich für Ihre bisherigen Anstrengungen etwas ganz Besonderes gönnen, dass übernachten Sie im Parknasilla Hotel & Spa (Affiliate Link), für mich eines der besten Hotels in ganz Irland. Sonst gibt es auch einige nette B&Bs und das Sneem Hotel.

Von Sneem geht es zur vorletzten Etappe nach Kenmare, ein langer Weg, der im Großen und Ganzen angenehm zu gehen ist, aber leider zum Teil im Bereich der Blackwater Bridge und zwischen Templence und Reen auf dem Ring of Kerry mit seinen Karawanen von Autos und Bussen verläuft. Das ist stressig und auch nicht ganz ungefährlich. Möglicherweise möchten Sie sich das ersparen und nehmen sich ein Taxi. Von Reen über den Gortamullin Hill nach Kenmare ist es dann wieder ruhig und gemütlich.

Von Kenmare geht es dann wieder zurück nach Killarney auf der Strecke, die Sie bereits am ersten Tag marschiert sind. Nun haben Sie den längsten Fernwanderweg Irlands bezwungen und können stolz auf sich sein. Sicherlich nehmen Sie unvergessliche Erlebnisse mit.

http://www.kerryway.com/

Der Dingle Way

Der Dingle Way hat eine Länge von 180 Kilometern und führt durch eine Landschaft, die 2006 von National Geographic als „schönster Platz der Erde“ bezeichnet wurde. Es handelt sich um einen Rundweg.

Los geht es in Tralee, der Hauptstadt des County Kerry. Tralee hat ein reges Nachtleben und ist weltweit bekannt durch den Schönheitswettbewerb „Rose of Tralee“, bei dem Irinnen und Damen irischer Abstammung von allen Kontinenten um den Titel kämpfen.

Entlang von Kanälen geht es auf Treidelpfaden zur Blennerville Mill, der größten noch aktiven Windmühle der britischen Inseln. Durch eine offene Moorlandschaft die tolle Blicke u.a. auf Mount Brandon bietet kommen Sie nach Camp.

Weiter geht es zu einem der Highlights der Tour, nämlich zum Naturreservat von Inch mit dem umwerfenden Inch Beach, sicher einer der schönsten Strände der Grünen Insel. Von hier sind es nur noch wenige Kilometer bis nach Annascaul, ein Städtchen (eigentlich ein Dorf) das ich sehr mag. Trinken sie ein Pint im South Pole Inn, das der berühmteste Sohn der Stadt, Polarforscher Tom Crean betrieb, nach dem er sich antarktistechnisch zur Ruhe gesetzt hatte. Versuchen Sie ein Bier der Dingle Brewing Company, deren Spezialitäten hier ausgeschenkt werden.

Von Annascaul aus gehen Sie weiter in westlicher Richtung bis zum Minard Castle, malerisch an einer kleinen Sandbucht gelegen. Durch das charmante Örtchen Lispole und über den wildromantischen Connor Pass (hier wurde ich einmal fast umgeweht so stürmisch war es) gelangen Sie schließlich nach Dingle, wo Sie Folk Music und frischeste Meeresfrüchte genießen können. Und natürlich den Ort selbst, der mit seinen bunten Häusern eine irische Bilderbuchstadt darstellt. Überlegen Sie sich, ob Sie hier nicht einen oder zwei Tage Rast machen wollen. Wenn Sie möchten können Sie mit einem Boot vom Hafen aus Fungie einen Besuch abstatten, dem wohl berühmtesten Delfin Irlands. Leider hat sich das mittlerweile zu einer Massenveranstaltung ausgeweitet, aber es ist immer noch ein Erlebnis, wenn er sich mit seinen Sprüngen zeigt und neben den Booten herschwimmt.

Von Dingle aus geht es über den Sandstrand von Ventry Harbour und vorbei an mehrere tausend Jahre alten Forts und Clochains (Beehive Huts) — Steinhütten in Form eine Bienenkorbes. Danach kommen Sie an den Slea Head, das Kap an der Spitze der Halbinsel und weiter nach Dunquin, einem weiteren charmanten Küstenort. Wenn es Ihre Zeit und das Meer zulassen dann statten Sie unbedingt den Blasket Islands mit ihrer ganz besonderen Atmosphäre einen Besuch ab, die fünf Kilometer vor der Küste liegen. Offizielle Bootsverbindungen existieren nur zwischen Ostern und September.

Vorbei am Clogher Beach geht es weiter in Richtung Smerwick Harbour und entlang an einigen schönen Stränden nach Murreagh und Ballydavid.

Nun wartet der dramatischste und anspruchsvollste Abschnitt des Dingle Way auf Sie. Zwischen Mount Brandon auf der rechten und 450 Meter hohen Klippen auf der rechten Seite geht es nach Cloghane.

Von Cloghane wandert man auf Green Roads weiter durch ein malerisches Tal bis zum Fermoyle Strand, Irlands mit elf Kilometern längstem Sandstrand. Dann überqueren Sie die schmale Landzunge und kommen ins lebhafte Castlegregory. Dann haben Sie den Dingle Way schon fast geschafft, den es geht wieder nach Camp und zurück nach Tralee.

http://www.irishtrails.ie/Trail/Dingle-Way/11/

Geführte Wanderungen

Sowohl für kürzere Wanderungen als auch für die Fernwanderwege bieten zahlreiche Veranstalter mit Sitz in Deutschland oder Irland geführte Wanderungen an. Ob Sie auf eigene Faust marschieren möchten oder mit Guide bzw. in der Gruppe hängt von vielen Faktoren wie Art und Länge der Tour, Ihren Vorkenntnissen und Vorlieben ab. Wenn Sie nicht sicher sind was für Sie das Geeignete ist bzw. welcher Anbieter das Richtige für Sie anbietet wenden Sie sich gerne an mich und wir werden gemeinsam entscheiden.

Hier einige Anbieter, die ich generell empfehlen kann:

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