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Reiten in Irland und alles rund ums Pferd

Natürlich sind auch hier die Geschmäcker verschieden, aber ich kann mir kein Land vorstellen, das besser für Reiter und Pferdenarren geeignet wäre als Irland. Typisch irisch sind die wiehernden Vierbeiner auf alle Fälle, zusammen mit den Schafen, die sich in großer Zahl auf den saftigen Wiesen tummeln.

Pferde bei Fanore

Die Iren selbst sind ein pferdenärrisches Volk und so finden Sie auf der Grünen Insel unzählige Möglichkeiten, Ihre Ferien auf dem bzw. mit Aktivitäten rund um das Pferd zu verbringen. Sie können sich stundenweise ein Pferd mieten, mit oder ohne Guide, oder vielleicht möchten Sie auch eine Woche auf einem Reiterhof verbringen und Reitstunden nehmen oder Ausritte genießen? Auch mehrtägige Trails (Wanderreiten) werden angeboten. Und nicht zuletzt erfreuen sich Ferien im Pferdewagen großer Beliebtheit.

Reiten für Anfänger

Sie sind noch nie auf einem Pferd gesessen, wollen aber endlich das Reiten erlernen nachdem Sie die Reiter beneidet haben die Sie gesehen haben als sie den endlosen weißen Strand entlanggaloppiert sind? Kein Problem! Praktisch alle Reiterhöfe in Irland nehmen gerne auch Anfänger auf. Man wird das richtige Pferd für Sie aussuchen und Ihnen die ersten Schritte beibringen.

Nachdem Sie die Grundlagen erlernt haben besteht sicher auch die Möglichkeit zu ersten kürzeren Ausritten. Die irischen Reiterhöfe stellen Ihnen mit sehr wenigen Ausnahmen alle Ausrüstung wie Reitkappe und Gerte zur Verfügung, Sattel und Zaumzeug sowieso. Was Sie selbst mitbringen sollten sind wetterfeste Kleidung (wie bei allen Outdooraktivitäten in Irland), eine zum Reiten geeignete Hose (eine Jeans reicht vollkommen aus) und knöchelhohe Schuhe (meist können Sie aber auch Reitstiefel bekommen).

Angebote für geübte Reiter

Die Möglichkeiten die Irland für erfahrene Reiter bietet sind endlos. Mieten Sie sich ein Pferd für einen langen Ausritt, man wird Ihnen gerne Anregungen für die geeignete Strecke geben. Wenn Sie möchten besteht oft auch die Möglichkeit, sich von einem ortskundigen Guide begleiten zu lassen, der Ihnen die schönsten Routen zeigt und Ihnen nebenbei mehr zu Land und Leuten erzählt.

Es gibt auch ausgesprochene Geländereitstrecken, auf denen Sie Dämme, Wassergräben, Senken und Baumstämme überwinden und selbstverständlich auch die Möglichkeit ausgesprochene Geländereitstunden zu nehmen. Auch Spring- und Dressurunterricht können Sie nehmen. Wundervoll sind Ritte entlang weißer Strände mit festem, flachem Untergrund und vor abwechslungsreicher Natur.

Reiterhöfe / Reitzentren

Es gibt in Irland eine unüberschaubare Vielzahl von Reiterhöfen und Reitzentren, wo Sie Pferde mieten, Reitunterricht nehmen, Ausritte unternehmen, sowie längere Trails reiten können. Viele bieten auch Unterkünfte an, so dass Sie dort mehrere Tage oder eine Woche verbringen können.

Seltsamerweise gibt es in Irland keine gesetzlichen Vorgaben für das Betreiben eines Reiterhofs, es kann also jede und jeder solch ein Reitzentrum eröffnen. Ich empfehle deshalb, einen von „Equestrian Holidays Ireland“ (http://www.ehi.ie/) zertifizierten Hof auszuwählen. Sie finden auf deren Website auch umfangreiche Informationen zu allem was mit Reiten in Irland zu tun hat. Einige Reiterhöfe kann ich Ihnen auch aus eigener Erfahrung bzw. von Erzählungen von Freunden und Bekannten empfehlen:

An Sibin Riding Centre

Das An Sibin Riding Centre (http://ansibinriding.com) befindet sich nahe Whitegate an der Grenze zwischen den Counties Galway und Clare. Hier habe ich selbst vor wenigen Jahren eine Woche verbracht, um meine nach einem Reitkurs im Alter von 16 Jahren arg eingestaubten Reitkünste aufzufrischen. An Sibin ist ein echtes Paradies, „in the middle of nowhere“ gelegen, Sie bekommen aber eine gute Wegbeschreibung, damit Sie sicher hinfinden :-).

Mehr Ruhe finden Sie nirgends. Sollten Sie nicht motorisiert sein holt man Sie gerne am Flughafen Shannon oder von der nahegelegenen Bushaltestelle ab. Ich hatte ein paar Reitstunden auf dem Reitplatz und wurde dann für gut genug befunden, um einige Ausritte ins Gelände zu unternehmen. Wenn Ihr verlängerter Rücken mal einen Tag Pause braucht (meiner brauchte es), gibt es genügend Gelegenheiten einen Ausflug mit dem Auto zu unternehmen, ich war zum Beispiel in der schönen Stadt Birr.
Auf dem Hof sind Hunter, Tinker und Connemara Ponies vertreten (teilweise aus eigener Zucht), insgesamt sind es um die 45 Pferde, in einer guten Auswahl für die unterschiedlichen Bedürfnisse der Reitgäste.

Das Haupthaus ist ein liebevoll restauriertes 300 Jahre altes Farmhaus mit 16 einfach aber gemütlich eingerichteten Zimmern. Der Speiseraum mit offenem Kamin ist urgemütlich, wenn man morgens oder abends auf der Terrasse sitzt schauen auch mal ein paar Rehe vorbei. Wenn Sie möchten können Sie auch als Selbstversorger ein im kanadischen Stil errichtetes Blockhaus mieten, Pferd inklusive.

Neben Reitstunden und Ausritten werden auch Wanderritte angeboten, zum Beispiel der Galway - Clare - Burren Trail, der Sie ca. 220 Kilometer durch die schöne ländliche Region der Grafschaften Galway und Clare und weiter durch die faszinierende Kalksteinlandschaft des Burren bis zur rauen Atlantikküste bei den Klippen von Moher führt. Die Länge des Trails und die Tatsache, dass Sie täglich um die fünf Stunden auf dem Pferd sitzen machen deutlich, dass dies nur für geübte Reiter mit ordentlicher Kondition und ausgeprägtem Sitzfleisch geeignet ist. Dann aber ist es ein wunderschönes Erlebnis.

Auch außerhalb der Zeit auf dem Pferderücken oder wenn Sie eine Begleitung haben die nicht reitet, ist für genügend Abwechslung gesorgt, vorausgesetzt Sie erwarten kein Großstadtleben. Wie schon erwähnt gibt es einige Ausflüge in die nähere Umgebung die man machen kann, es warten entspannte Spaziergänge, auf denen man auch mal gern von einem der auf der Farm lebenden Hunde begleitet wird und auch das nächste Pub ist nur ein paar Kilometer entfernt, dahin macht sich abends auch mal die ganze Gruppe mit dem Kleinbus auf. Auf An Sibin wird auch Englischunterricht angeboten, den man mit dem Reiten wunderbar verbinden kann.

Ein ganz besonderes Erlebnis auf An Sibin, das nach meiner Kenntnis in Irland nur zwei oder drei Mal angeboten wird ist das Eselwandern: man bekommt eine Karte mit unterschiedlich langen Routen, ein Lunchpaket und natürlich einen Esel mit, der einen begleitet – und da ein Packtier – praktischerweise auch gleich das Gepäck trägt. Sie können etwa zu den Ufern des Lough Dergh wandern oder in das Gebiet der Slieve Aughty Mountains, ein einmaliges Erlebnis für Wander- und Tierfreunde und ganz besonders natürlich auch für Familien mit Kindern, die allerdings nicht zu jung sein sollten, da der Esel kein Reittier ist und die Kleinen die Wanderungen selbst absolvieren müssen; was aber bei dem süßen tierischen Begleiter viel leichter fällt.

Mountain View Horse Riding Centre

Ebenfalls im Westen der Insel, nahe Lisdoonvarna, befindet sich das Mountain View Horse Riding Centre, das ein- bis sechsstündige Ausritte ins Gelände und Strandritte anbietet (http://www.mountainviewtrekking.com). Die Preise liegen bei 30 bis 150 Euro. Auch mehrtägige Aufenthalte mit täglichen Reittouren werden angeboten. Dieses Reitzentrum wurde mir von Freunden empfohlen.

Crossogue Equestrian

Das Crossogue Equestrian (http://www.crossogue-equestrian.ie/) befindet sich nahe Thurles im County Tipperary und wird von Sohn und Schwiegertochter von Veronica Molloy betrieben, die ich Ihnen als Inhaberin von Crossogue Preserves und Herstellerin leckerer Marmeladen im Kapitel „Essen und Trinken“ vorstelle. Ich bin zwar dort nicht geritten, habe mir das Reitzentrum aber angesehen und einen sehr guten Eindruck gewonnen. Die Familie Molloy arbeitet seit fünf Generationen leidenschaftlich mit Pferden und das spürt man.

Crossogue Equestrian bietet alles was man sich von einem Reitzentrum erwartet von Reitcamps für Kinder und Jugendliche über Reitstunden für Erwachsene bis hin zu Ausritten und mehrtägige Trails, Die Gäste übernachten im gemütlichen Crossogue House.

Mount Juliet Equestrian Centre

Das Mount Juliet Equestrian Centre (http://www.ehi.ie/mount-juliet-equestrian-centre.html) befindet sich im County Kilkenny. Es gibt 26 Kilometer professionell geplanter Reitwege auf dem  Mount Juliet Estate, die durch unberührte Parklandschaft führen. Der Reiterhof bietet Unterricht auf allen Ebenen in der Dressur, Spring- und Geländereiten. Das Anwesen bietet dem Pferdesport-Enthusiasten eine einzigartige und maßgeschneiderte Reiterfahrung und stellt sicher, dass jeder Gast ein unvergessliches Erlebnis mit nach Hause nimmt. Bei einem mehrtägigen Aufenthalt logiert man im herrschaftlichen Mount Juliet House. Das Mount Juliet Equestrian Centre ist eher für erfahrene Reiter geeignet, die Wert auf Komfort legen.

Aille Cross Equestrian Centre

Als absoluter Liebhaber der Landschaften Connemaras darf natürlich eine Empfehlung für die Trails des Aille Cross Equestrian Centre (http://www.connemara-trails.com/) nicht fehlen. Willie Leahy führt Reitwanderungen in Connemara seit über 40 Jahren durch und hat seit seinen Kindertagen mit Pferden und der Tourismusindustrie zu tun. Gäste kommen wiederholt her, um in Connemara und in Willie’s Dartfield Equestrian Centre zu reiten.

Es gibt Angebote für alle Reitniveaus, so zum Beispiel 6-Tage-Angebotspakete zum Wanderreiten sowie Tages-, Halbtages- und Stundenritte in Dartfield mit dem einzigen Museum der Welt, das sich der Pferderasse Irish Horse und dem Connemara-Pony widmet. Was die Unterkunft betrifft haben Gäste die Wahl zwischen einem luxuriösen 4-Sterne-Hotel und einer freundlichen, komfortablen Frühstückspension in Familienbetrieb.

Connemara und Coast Trails: Die Wanderwege führen durch die Berge und entlang der Küste von Connemara und werden von Willie Leahy oder seinem professionellen Personal begleitet. Sie reiten sechs bis sieben Stunden pro Tag durch die spektakuläre Berglandschaft und entlang einsamer Strände. Genießen Sie den Wandel der Landschaft und werden Sie eins mit Ihrem Pferd.

Während der Wintermonate die sich für lange Trails nicht so eignen ist Willie Leahy ist in seinem Dartfield Equestrian Centre aktiv, einer 20.000 Quadratmeter großen Anlage mit einer Strecke für Geländeritte, die Reitern aller Level gerecht wird. Auch das Aille Cross Equestrian Centre eignet sich eher für erfahrene Reiter.

Urlaub im Pferdewagen

Ein Urlaub im Zigeuner- oder Planwagen ist ein Erlebnis mit Abenteuercharakter für alle, die eine Reise am Erlebniswert und weniger am Luxus messen! Man zuckelt gemütlich über schmale Straßen, genießt die Natur und hat viel Zeit für seine Gedanken. Die Urlauber oder eher die Pferde selbst die Ihre Wege aus dem FF kennen nehmen die Zügel selbst in die Hand und erleben Freiheit und Unabhängigkeit.

Der von einem Pferd gezogene Planwagen bietet bis zu vier Personen Platz zum Schlafen, auch eine Kochgelegenheit ist vorhanden. Sie benötigen für diese Art des Urlaubs keinerlei Erfahrungen mit Pferden, die Vierbeiner sollten Ihnen aber nicht unheimlich oder unsympathisch sein, dann macht es natürlich keinen Spaß. Das Tempo der Fortbewegung ist niedrig, trotzdem bleibt genügend Zeit für andere Aktivitäten wenn Sie das möchten. Und das nächste Restaurant oder Pub ist auch nie allzu weit entfernt.

Im Planwagen befinden sich kompakte, gemütliche Sitz- und Schlafmöglichkeiten für vier Personen, Kopfkissen, Bettdecken sowie Bezüge werden gestellt. Sie sollten jedoch eigene Handtücher mitbringen. Auch eine einfache Kücheneinrichtung ist vorhanden. Weitere Gegenstände wie: Spüle/Waschbecken, Tisch, Kleiderschrank, Schubladen, Regale und Einbauschränke vervollständigen die Einrichtung. Ein Zigeunerwagen ist ca. fünf Meter lang und gut zwei Meter breit.

Vom Betreiber des Pferdewagens werden Sie nicht nur darin eingewiesen wie das Pferd getränkt und gefüttert wird, sondern auch, wie man sich um sein Wohlbefinden kümmert. Außerdem werden Sie praktische Unterweisung im An- und Abschirren sowie im Vor- und Abspannen bekommen. Auch das Verhalten im Straßenverkehr wird Ihnen erklärt, so dass Sie sich absolut sicher fühlen wenn Sie starten.

Die pro Tag zurückgelegte Entfernung beträgt zwischen sieben und zwanzig Kilometern was je nach Temperament des Pferdes zwei bis fünf Stunden dauert, Hektik geht definitiv anders.

Pferdewagen haben keine Scheinwerfer oder Rücklichter, daher müssen sie während der Dunkelheit abseits der Straße abgestellt werden. Bestimmte Landwirte, Landhäuser, Pubs und Hotels stellen Übernachtungsmöglichkeiten für Zigeunerwagen gegen Entgelt zur Verfügung, es wird Ihnen aber alles von Ihrem Vermieter genauestens erklärt wie und wo Sie übernachten können.

Verhalten im Straßenverkehr

Manche Pferdewagenvermieter haben vorgeschriebene Reiserouten, zwischen denen Sie wählen können. Andere werden eine bestimmte Route vor Reiseantritt mit Ihnen ausarbeiten.

Eine sehr schöne Reisebeschreibung einer Tour mit dem Pferdewagen können Sie hier lesen: http://www.trips4kids.de/allgemein/mit-dem-planwagen-durch-irland

Unter http://www.irishhorsedrawncaravans.com/ finden Sie eine Liste der Anbieter und sämtliche weitere Informationen, die Sie benötigen, auch ich helfe Ihnen gerne weiter, sollten Sie Unterstützung wünschen.

Pferderennen

Pferderennen (und das dazugehörige Wetten) sind eine Leidenschaft der Iren. Die Auswahl ist groß, irgendwo ist immer etwas los, vielleicht mit Ausnahme der Wintermonate wo es ruhiger zu geht (um die Weihnachtsfeiertage finden aber mit den Rennen am Leopardstown Racecourse in Dublin und am Royal Down Racecourse in Down einige der größten Veranstaltungen statt). Weitere bekannte Pferderennen finden auf dem Punchestown Racecourse in Kildare, in Navan im County Meath, dem Curragh in Kildare und in Downpatrick statt.

Das Highlight der Rennsaison und mein ganz persönlicher Tipp für Sie sind die Galway Races. Es finden dort zwar mehrmals im Jahr Pferderennen statt, aber üblicherweise sind damit die Rennen gemeint, die eine ganze Woche lang vom letzten Montag im Juli an stattfinden.

Man sieht große Hüte wie in Ascot, luftige Kleider (schönes Wetter vorausgesetzt, aber die Irin ist aus leidvoller Erfahrung gewillt, vieles als schönes Wetter zu akzeptieren), spannende Rennen und vieles mehr. Die Galway Races sind eine Institution und ein großer Spaß nicht nur für Pferdenarren sondern für die ganze Familie. Man müsste sich nicht ein einziges Rennen ansehen (was aber ungeschickt wäre) um sein Vergnügen zu haben.

Die Galway Races werden im Vorort Ballybrit ausgetragen und fanden 1869 zum ersten Mal statt. Inzwischen ziehen sie über 150.000 Zuschauer an. Das klingt nach Verkehrschaos und so ist es auch. Große Wiesen (nicht selten schlammig) werden als Parkplätze benutzt, es macht also Sinn, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Ort des Geschehens zu fahren, denn auch vom Parkplatz aus ist es ein langer Weg zum Racecourse, die Zeit nicht miteingerechnet die Sie nach der Veranstaltung brauchen um Ihr Auto wiederzufinden.

Es finden sowohl Hindernis- als auch Flachrennen statt, die Hindernisrennen sind beim Publikum am beliebtesten, da Zuschauer wegen der besonderen Gestaltung der Strecke einen besonders guten Blick auf die springenden Pferde haben.

Es ist schwer, einen Höhepunkt der Woche zu bestimmen. Aber das Hindernisrennen „Guinness Galway Hurdles“ ist schon etwas Besonderes. Es geht über 3,2 Kilometer und hat ein Preisgeld von über 260.000 €. Für die Brauerei lohnt sich das Sponsoring, denn ich schätze der Betrag wir täglich von den Besuchern in den „Black Stuff“ reinvestiert. Ein typisches Essen bei den Galway Races sind übrigens Austern mit einem Glas Guinness.

Für Damen lohnt es besonders am Donnerstag sich aufzubrezeln, dann ist Ladies´ Day und die Bestgekleidete wird von einer Jury mit einem großzügigen (wirklich großzügigen) Preis prämiert. Am Sonntag ist Mad Hatter's Day‘, der Tag der verrückten Hüte und das „verrückt“ ist durchaus wörtlich gemeint, der Fantasie sind bei den Kreationen keine Grenzen gesetzt.

Nach den Rennen strömen natürlich alle Besucher in die Pubs der Stadt, die sich in dieser Woche mit dem Musikprogramm noch mehr Mühe geben als ohnehin schon.

Die offizielle Webseite der Galway Races ist http://www.galwayraces.com/, hier finden Sie alle Informationen im Detail.

Springreitturniere

Reitturniere sind in Irland vielleicht nicht ganz so populär wir Pferderennen, dennoch finden hier viele hochkarätige Veranstaltungen statt. Alle Informationen zum Springreiten (englisch: Show Jumping) finden Sie auf http://www.irishhorseshows.com/. Die beiden größten Reitturniere sind die Belfast International Horse Show und die Dublin Horse Show. Letztere habe ich selbst besucht und kann Sie allen Fans des Springreitsports (und allen die einfach nur auf der Suche nach „Craic“ (irisch für Spaß)) sind, wärmstens empfehlen. Sie findet jedes Jahr im Juli oder August auf dem Gelände der Royal Dublin Society („RDS“) im Stadtteil Ballsbridge statt.

Neben den Reitturnieren, auf denen sich die besten Springreiter der Welt messen bieten mehrere hundert Aussteller Produkte um das Pferd und weit darüber hinaus an. Und Sie wären nicht in Irland, wenn es nicht auch jede Menge Musik und Bier geben würde. Selbstverständlich darf auch hier ein Ladies´ Day nicht fehlen.

Alles Wissenswerte zur Dublin Horse Show finden Sie auf http://dublinhorseshow.com/.

Das Connemara Pony

Selbstverständlich muss ich als eingefleischter Liebhaber Connemaras hier auch den Connemara Ponies ein paar Zeilen widmen und Sie als Pferdefreund erwarten das von mir ohnehin. Die Connemara Ponies haben ein durchschnittliches Stockmaß zwischen 140 und 150 Zentimetern, sind also nicht so klein, wie sich vielleicht mancher ein Pony vorstellt. Sie werden insbesondere für Ihre Genügsamkeit, Robustheit und Zuverlässigkeit geschätzt, Eigenschaften die im kargen Connemara von großem Vorteil sind.

Auch heute noch leben die kräftig gebauten Connemara Ponies oft halbwild. Sie sind wendig und in gezähmtem Zustand vielseitig einsetzbar, sei es zum Spring- oder Geländereiten, zum Voltigieren, als Dressur-, Zug- oder Therapiepferde.

Das Connemara Pony ist Irlands einzige “native” Ponyrasse. Während der Jahrhunderte wurde das ursprünglich keltische Pony durch verschiedene andere Rassen beeinflusst, die Invasoren oder Händler nach Irland brachten. Gerüchten zufolge schwammen die edlen spanischen Pferde ans rettende Ufer, als die berühmte Armada vor Irlands Küste sank. Sie verwilderten und mischten ihre Gene mit den einheimischen Ponys. Die aktuelle Population liegt laut Connemarapony Vereinigung bei ca. 2.500 Tieren.

Sollten Sie ein Faible für Connemara Ponies haben und im August in Clifden oder Umgebung sein, dann ist die Connemara Pony Show (https://www.cpbs.ie/) ein absoluter Pflichttermin! Sie ist Irlands bedeutendster Pferdemarkt für Connemara Ponies. Während der Show werden alljährlich nicht nur wichtige Zuchtbelange beraten und abgestimmt. Die Atmosphäre ist sehr lebhaft: es gibt jede Menge zu sehen, auch an den vielen Verkaufsständen. Im Clifden Station House Museum können Sie ganzjährig eine Ausstellung besuchen, die sich den bekanntesten und beliebtesten Vierbeinern der Region widmet.

Sollten Sie Lust haben, die Gegend auf dem Rücken eines Connemara Ponys zu erkunden empfehle ich Willie Leahy und das Aille Cross Equestrian Centre, das ich schon im Abschnitt „Reiterhöfe / Reitzentren“ (Link) vorgestellt habe. Dieser ungewöhnliche Mann ist unter Anderem der Gründer des Pferde- und Heimatmuseums „Dartfield Horse Museum and Heritage Centre“ in Galway. Er hilft Ihnen gerne in den Sattel. Willie ist seit Jahren der führende Züchter für Connemara-Ponys. Außerdem hat er überhaupt damit begonnen Reitausflüge für Urlauber in Connemara zu organisieren.

Irish National Stud Kildare

Das von Colonel William Hall Walker im Jahre 1900 gegründete irische Nationalgestüt liegt nahe Tully im County Kildare. Sollten Sie auf der M7 auf dem Weg von Dublin z.B. nach Limerick sein legen Sie dort bitte unbedingt einen Stopp ein. Aber auch ein Tagesausflug von Dublin aus die ca. 50 Kilometer nach Tully lohnen sich für Pferdefreunde auf jeden Fall. Der Colonel war das was man heute „esotherisch angehaucht“ nennen würde.

Während er mit der britischen Armee in Indien stationiert war, entwickelte er eine Faszination für die östliche Philosophie, zum Beispiel den Buddhismus und die Astrologie. Standen zum Beispiel die Sterne zum Zeitpunkt der Geburt ungünstig für ein junges Pferd, so wurde es unabhängig von seinem Stammbaum verkauft. So egozentrisch die Methoden auch anmuteten, der Erfolg gab Hall Walker Recht. Denn zwischen 1904 und 1914 gewannen seine Pferde alle klassischen Rennen in Irland.

Im Jahr 1915 ging das Gestüt in den Besitz Großbritanniens, später in den Irlands über. Bis zum heutigen Tag werden im National Stud Champions gezüchtet, zum Beispiel „Sea The Stars“, Pferd des Jahres 2009 oder „Sun Chariot“, Sieger prestigeträchtiger Rennen. Das Gestüt ist täglich von 9:00 bis 18:00 geöffnet, machen Sie auf alle Fälle eine Führung mit, die um 10:30, 12:00, 14:30 und 16:00 (Juli und August öfter) stattfinden. Sie erfahren dort viel mehr über das Gestüt und Pferde im Allgemeinen als wenn Sie alleine losmarschieren.

Da der Colonel auch ein Faible für Gartenbau hatte gibt es im National Stud die Japanese Gardens, Europas schönste japanische Gärten. Mit ihren Bäumen, Pflanzen, Blumen, Rasenflächen, Steinen und dem Wasser symbolisieren die Gärten den Lebensweg des Menschen. Die Stadien sind stark an den Buddhismus angelehnt: eine Höhle und ein dunkler Tunnel repräsentieren die Geburt. Später kommt man zu einer Ehebrücke aus zwei Steinen, die Seite an Seite stehen und sich in der Mitte treffen. Machen Sie dort einen unvergesslichen Spaziergang!

Neueren Datums hingegen ist St. Fiachras Garden. Benannt nach St. Fiachra, dem Schutzpatron der Gärtner harmoniert er perfekt mit den Japanese Gardens. Er ist von der irischen klösterlichen Bewegung des 6. und 7. Jahrhunderts inspirier. Dies geschieht hauptsächlich durch eine Referenz an die irische Landschaft im Urzustand. Felsen und Wasser sind die Herrscher in diesem Garten, der die Freude an der natürlichen Schönheit der Wälder, Feuchtgebiete, Wasserfälle, Seen und Bäche zum Ausdruck bringt.

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