*
blk-top-bar-right
blockHeaderEditIcon
blk-social-media
blockHeaderEditIcon
Facebook Logo   Twitter Logo
  Google+      

Urlaub auf dem Hausboot

Was der Pferdewagen an Land ist in Irland das Hausboot für das Reisen auf dem Wasser: entspannend, entschleunigt und Erholung pur.

Man fährt langsam durch unberührte Landschaft, außer dem leisen Brummen des Motors und den Lauten der Tierwelt ist nichts zu hören. Hin und wieder taucht eine Sehenswürdigkeit auf die einen Halt unbedingt lohnt, wie zum Beispiel White Island, Devenish Island, Clonmacnoise oder der Crom Castle Park; die Wasserstraßen Irlands bieten Zugänge zu alten Klöstern, einsamen Inseln und malerischen Dörfern und Städtchen. Auch andere Aktivitäten wie Insel-Picknicks, das Erforschen von Freizeitparks, Burgen und Schlössern, sowie Fahrradausflüge, Kanu-Touren und Angeln sind nur wenige Meter entfernt (für das Angeln brauchen Sie nicht einmal Ihr Boot zu verlassen).

Abwechslung versprechen auch die – wenigen – Schleusen durch die man sein Boot navigiert (das kostet ein bis zwei Euro pro Schleuse). Abends legt man an einer der Landestellen oder Marinas an (das ist oft kostenlos, nur an besonders stark frequentierten wird eine Gebühr fällig), geht ins nächste Restaurant und Pub oder versorgt sich selbst (Proviant kann man sich zu Beginn der Reise aufs Boot liefern lassen oder an Land kaufen), vielleicht bereitet man einen während des Tages gefangenen Fisch zu.

Wenn Sie angeln möchten erkundigen Sie sich bitte über die dafür erforderliche Lizenz (mehr Informationen unter Angeln in Irland).

Das alles ist ohne Bootsführerschein möglich, am Anfang bekommt man eine Einweisung mit einer kleinen Probefahrt, man gewöhnt sich schnell an die Pflichten eines Kapitäns. Die erste Schleuse und das erste Anlegen waren aufregend für uns, dann ging es schnell in Routine über. Sie müssen mindestens zu zweit sein, allein lässt sich zum Beispiel das Anlegen des Bootes nicht bewerkstelligen.
Auf den irischen Binnengewässern gibt es keinen Frachtverkehr, das macht die Sache noch entspannter. Es begegnen einem nur andere Freizeit-Seefahrer, je nach befahrenem Streckenabschnitt mal mehr, mal weniger.

Bei den mir bekannten Anbietern beträgt das Mindestalter für den Anmietenden (und damit Verantwortlichen) 21 Jahre. Da der Stauraum an Bord begrenzt ist, empfehle ich keine steifen Koffer mitzunehmen. Am besten geeignet sind Reisetaschen oder Rucksäcke.

Packen Sie bequeme Kleidung für jedes Wetter und eine warme Jacke für kühle Abende ein (aber das machen Sie bei einem Irlandaufenthalt ja sowieso). Nehmen Sie wenn möglich nur das Gepäck mit, das Sie in dieser Woche auch brauchen, fragen Sie beim Vermieter Ihres Bootes ob Sie den Rest für die Dauer der Tour bei ihm lassen können. Erstens ist wie gesagt der Stauraum begrenzt.

Und wenn es einmal länger und oder heftiger regnet (soll ja vorkommen) dann werden auf dem Boot schnell alle Dinge klamm und trocknen auch schlecht. Dann sind Sie froh, wenn Sie nach der Schifffahrt trockene Sachen haben. Geeignetes Schuhwerk ist auf den Booten besonders wichtig. Nehmen Sie Schuhe mit weißer Sohle oder rutschfeste Schuhe mit Gummisohlen mit. Pumps und High Heels sind eher ungeeignet, ja offiziell verboten, da Sie damit das Boot beschädigen können.

Seien Sie bei der Lebensmittelbestellung eher zurückhaltend, wir hatten damals eindeutig zu viel bestellt und da es danach mit dem Fahrrad weiterging konnten wir auch nichts mitnehmen. Etwas nachkaufen können Sie immer.

Die schiffbaren Flüsse, Seen und Kanäle Irlands haben eine Länge von knapp 800 Kilometern. Im Nordwesten befindet sich die riesige Seenplatte des Erne, im Südwesten der Fluss Shannon mit den großen Seen Lough Derg und Lough Ree. Beide Flüsse sind verbunden durch den Shannon-Erne-Waterway, auch dieser ist schiffbar. Weniger bekannt und deshalb auch weniger stark frequentiert sind die Kanäle wie Royal und Grand Canal, der Barrow Canal und der Lower Bann Canal.

Mögliche Routen gibt es viele, in allererster Linie hängt das natürlich davon ab, auf welchem Gewässer Sie unterwegs sind. Generell sollten Sie sich für eine Woche nicht mehr als 200 Kilometer vornehmen (also in der Regel 100 Kilometer hin und 100 Kilometer zurück), es geht ja schließlich darum sich zu erholen und nicht darum, ins Guinness Buch der Rekorde zu kommen. Wir sind von Portumna am nördlichen Ende des Lough Derg (und einem der großen Hubs für Hausboote auf dem Shannon) nach Norden über Banagher, Shannonbridge, Clonmacnoise, Athlone und durch den Lough Ree bis nach Clondra gefahren, wo wir dann kehrt gemacht haben. Man hätte auch den Weg nach Süden durch den Lough Derg wählen können.

Der Shannon ist auf ca. 270 seiner 350 Kilometer Länge schiffbar. Wenn Sie noch mehr Ruhe suchen, dann fahren Sie (zum Beispiel von Carrick-on-Shannon aus nach Norden) den Shannon-Erne-Waterway und weiter auf der Erne-Seenplatte, die zum Teil in der Republik und teilweise in Nordirland liegt. Bei Anglern ist der Erne noch beliebter als der Shannon. Der River Erne entspringt im County Cavan und fließt durch verschiedene Counties (und zwei Seen, den Upper Lough Erne und – genau – den Lower Lough Erne, bevor er bei Ballyshannon in die Donegal Bay mündet. In den beiden Seen gibt es unzählige Inseln, die auf ihre Erkundung warten.

Achtung: bei starkem Wind sind die größeren Seen (sowohl am Shannon als auch am Erne) manchmal für Hausboote gesperrt, da es höheren Wellengang geben kann. Bedenken Sie das bei Ihrer Routenplanung, insbesondere damit Sie das Boot rechtzeitig zurückgeben können.

Preise: was Sie für Ihr Boot bezahlen hängt natürlich von der Anzahl der mitreisenden Personen, also der Größe des Bootes ab und zu welcher Zeit Sie unterwegs sind. Es beginnt in etwa bei 600 Euro für zwei Personen in der Nebensaison und geht bis zu 1000 Euro in der Hauptsaison. Die größten Boote (für maximal 8 Erwachsene und zwei Kinder) beginnen bei ca. 1800 Euro in der Neben- und können bis 3000 Euro in der Hauptsaison kosten.

Da die Berechnungen der Bootsanbieter was das Platzangebot angeht eher „konservativ“ sind nehmen Sie lieber ein Boot für drei Personen wenn Sie zu zweit unterwegs sind und Entsprechendes bei mehr Personen. Schließlich müssen Sie eine Woche darauf miteinander auskommen, insbesondere wenn mal schlechtes Wetter ist sitzt man dann relativ eng aufeinander.

Es gibt verschiedenste Anbieter für Hausboote, bei DERTour können Sie über alle hinweg vergleichen und das für Sie beste Angebot online buchen, sie finden dort auch eine hervorragende Beschreibung der einzelnen Bootstypen.

Benutzername:
User-Login
Ihr E-Mail
Geben Sie bitte eine gültige Postleitzahl ein.
Geben Sie bitte eine gültige Telefonnummer ein.
Bitte korrigieren Sie dieses Feld.
Bitte Vorname und Nachname eingeben.