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Die Hauptstadt Dublin

Im Großraum Dublin leben ca. 1,8 Mio. Menschen und natürlich gibt es in Zeiten der Globalisierung die üblichen Verdächtigen, die sich in jeder größeren Stadt der Welt finden: Ladenketten, Fastfood Restaurants und Malls. Trotzdem ist Dublin eine typisch irische Stadt geblieben und hat sich mehr als andere Metropolen seinen eigenen, irischen Charme erhalten. Musik, Kunst und Literatur haben bei ihren Bewohnern wie bei allen Iren einen hohen Stellenwert und bieten auch dem Besucher unvergessliche Erlebnisse. Nicht zu vergessen sind natürlich auch all die Pubs die Dublin zu einem typisch irischen Ort machen. Und nicht zuletzt ist man zum Beispiel mit dem DART (Dublin Area Rapid Transport) in Nullkommanichts in einem der Vororte wie Howth oder Bray, die wunderschön am Meer gelegen sind oder in den Wicklow Mountains. Generell ist Irland so klein, dass man innerhalb eines halben Tages jeden Ort der Insel erreichen kann. Hier soll es aber um die Stadt Dublin gehen. 

Allgemeines

Hotels und Restaurants

Irland ist nicht billig und die Hotels/B&Bs/Hostels in Dublin machen da keine Ausnahme, eher im Gegenteil. Logischerweise wird es - bei gleichem Standard - umso teurer je näher man dem Stadtzentrum kommt.
Wenn ich ein Hotel buchen möchte verwende ich neben dem direkten Kontakt die Portale www.booking.com (allgemeines Hotelbuchungsportal mit guten Filtermöglichkeiten und Preisen), www.hotelsireland.com (Portal auf dem man neben guten Deals auch Buchungsmöglichkeiten für Mietwagen und Gruppenreisen findet) und www.irelandhotels.com (offizielles Portal der „Irish Hotels Federation“ mit sehr guten Angeboten).

B&Bs finden sich naturgemäß eher in den Randbezirken. Wie schon an anderer Stelle erwähnt ist  www.bandbireland.com die einzige Seite die Sie zum Buchen und Informieren benötigen.

Immer beliebter wird bei Reisenden auch die Übernachtung in Privatunterkünften über Airbnb.
 

Hotelempfehlungen

Wenn Geld eine untergeordnete Rolle spielt gibt es für mich nur eine Empfehlung, nämlich das Westbury Hotel. Gelegen an der Harry Street, fünfzig Meter von der Haupteinkaufsstraße Grafton Street entfernt liegt es einfach ideal, nicht zu vergessen sind es nur ein paar Schritte zu meinem Lieblingspub McDaids. Zu den "Leading Hotels of the World" gehörend bietet es unaufdringlichen Fünfsterne-Luxus. Immer wieder begegnen einem hier Politiker, Sänger und Filmstars, die dann in den sagenumwobenen Suiten absteigen, die auch ich nur vom Hörensagen kenne.
Eine Preisklasse darunter, aber immer noch äußerst zentral gelegen ist das O'Callaghan Stevens Green Hotel. Wie der Name schon sagt liegt dieses Viersternehotel am Park St. Stevens Green, zur Grafton Street sind es nur ein paar Meter und die Luas (Straßenbahn)-Haltestelle liegt praktisch direkt vor der Haustür.
Solide Dreisternehotels sind die Jurys Inns, von denen es eines am Parnell Square (am oberen Ende der O'Connell Street), eines an der Christchurch Cathedral und eines nahe des Custom House gibt.

Restaurantempfehlungen

Restaurants gibt es naturgemäß in einer Großstadt wie Dublin ohne Ende. Ich mag die folgenden besonders gern:
Eine Institution ist Bewley's in der Grafton Street. Eigentlich ist es eine Mischung aus Cafe und Restaurant. Schon morgens gehe ich dort gern frühstücken, ich liebe den Porridge with Brown Sugar and Cream. Mittags und Abends kann man dort gut essen, am Nachmittag finden sich Dubliner und Touristen ein, um eine Tasse Tee oder Kaffee und Gebäck zu genießen.
Ein sehr geräumiges Gastropub im amerikanischen Stil ist Bad Bobs in der 35-37 Essex Street East in Dublins Temple Bar. Empfehlenswert sind dort Burger und Steaks, abends gibt es oft Live Musik.
Mein Lieblingsplatz um mittags einen Salat oder etwas anderes Leichtes zu essen ist das Pygmalion Cafe im Powerscourt Town Center (South William Street, Dublin 2), einem charmanten Einkaufszentrum, das in ein altes Gebäudeensemble integriert wurde. Auch die Kuchen und Torten sind absolut empehlenswert. Und es macht Spaß, danach in den Galerien und Boutiquen zu stöbern. Gehen Sie einfach bei Bewley's die Seitenstraße hinein und Sie stoßen direkt auf den Eingang des Powerscourt Town Centers.
 

Top 3 der Sehenswürdigkeiten Dublins

Natürlich könnte ich hier auch leicht die Liste meiner persönlichen Top 30 Sehenswürdigkeiten in Dublin erstellen und ich werde sicher auch mit der Zeit die "Hitparade" erweitern, aber zum einen fängt jeder klein an und zum anderen möchte ich Ihnen keine x-beliebige Aufzählung geben, wo Sie dann doch wieder unsicher sind was sich lohnt anzusehen, sondern ich möchte Ihnen Tipps an die Hand geben, von denen ich sicher bin, dass sie Ihnen die Hauptstadt Irlands wirklich näherbringen und Sie Dublin und die Iren dadurch besser verstehen.

Top 1: Kilmainham Gaol (Jail),Inchicore Road, Dublin 8

Jahrhundertelang litten die Iren unter Fremdherrschaft und Besetzung und genauso lang haben sie für ihre Freiheit und Selbstbestimmung gekämpft. Es gibt daher wenige Orte, an denen man der irischen Seele näherkommen kann als in diesem ehemaligen Staatsgefängnis, in dem so gut wie jeder irische Freiheitskämpfer eingesessen ist und wo viele auch hingerichtet wurden. Diese nationale Gedenkstätte Irlands ist ein beklemmender und überaus beeindruckender Ort, aber mit einem Happy End, jährt sich doch der letztlich erfolgreiche Osteraufstand von 1916 zum hundertsten Mal.
Erbaut 1795 war das Kilmainham Gaol in viktorianischen Zeiten eine Musteranstalt (wenn auch nicht für die hier Einsitzenden), zu dieser Zeit wurden auf den britischen Inseln viele Gefängnisse neu gebaut und auf ihre positive erzieherische Wirkung gehofft.
Im ältesten Teil des Kilmainham Gaol kam das damals neue Konzept kleiner Zellen zum Einsatz. So ließen sich die Gefangenen besser kontrollieren. Die Zellen entsprechen ganz dem, wie es der Besucher aus zahlreichen Filmen kennt: Schmale Gänge, dunkle Räume, grobe Steinwände, dicke Stahltüren mit Vorhängeschlössern. Auch das berühmte Guckloch, das „never sleeping eye“, durch das die Wärter die Insassen jederzeit kontrollieren konnten, kam hier erstmals zum Einsatz.
Der im Gegensatz dazu modern anmutende „West Wing“ wurde später hingefügt. In dem oval angelegten Bau mit drei Stockwerken wurden jegliche Korridore vermieden: So hatten die Wärter von überall jederzeit alle Zellen im Blick.

In erster Linie wird das Gefängnis aber mit dem Osteraufstand von 1916 in Verbindung gebracht.

Das Kilmainham Gaol kann nur im Rahmen eines geführten Rundgangs besichtigt werden, was absolut Sinn macht, denn nur durch die Kommentare und Erzählungen der hervorragenden Guides kann man wirklich verstehen was hier vor sich ging. Bedrückender Höhepunkt der Tour ist der Exekutionshof, in dem in den Wochen nach dem Aufstand im April 1916 die Anführer erschossen wurden. Zwei schlichte Holzkreuze im Kiesboden an den beiden Enden des Hofes markieren die Stellen.

Sie erreichen das Kilmainham Gaol entweder mit einer der "Hop On, Hop Off Touren", mit den Buslinien 69 oder 79 ab Aston Quay bis Kilmainham Jail oder dem Luas (rote Linie bis Suir Road). Die Öffnungszeiten sind von April bis Oktober täglich von 9:30 bis 18:00, von Oktober bis März Montag mit Samstag vonn 09:30 – 17:30 Uhr und sonntags von 10:00 bis 18:00 Uhr. Der Eintritt beträgt Stand Februar 2016 6,00 € für Erwachsene, 4,00 € für Senioren, 2,00 € für Kinder und 14,00 € für Familien.

Top 2: National Museum Kildare Street

Sollte es während Ihres Dublinaufenthalts überraschenderweise einmal regnen, dann nutzen Sie doch die Gelegenheit für einen Besuch im National Museum.
Gegründet 1877 umfasst die Sammlung über vier Millionen Stücke, die aber natürlich nicht alle ausgestellt sind. Sie können sich hier über die irische Geschichte von der Frühzeit bis zum Kampf um die Unabhängigkeit sowie über irische Kunst und Kultur informieren. Mit einem einzigen Besuch haben Sie die Möglichkeit, die gesamte Geschichte Irlands anhand faszinierender Exponate zu erleben. Besonders beeindruckend finde ich die Goldschätze sowie die Moorleichen. Ein weiteres Highlight in einem abgedunkelten und damit vor Lichteinwirkung geschützten Raum ist die Darstellung der ersten Schriftfunde auf dem Gebiet von Irland: das Ogham-Script. Ein Obelisk mit entsprechenden eingemeißelten Zeichen gilt als erster Nachweis, er wird auf die Zeit zwischen dem 4. und 6. Jahrhundert nach Christus datiert.
Die Öffnungszeiten des National Museum sind Dienstags bis Samstags von 10:00 bis 17:00 sowie Sonntags von 14:00 bis 17:00, Montags ist das Museum geschlossen.

Sollten Sie nach dem Besuch des Museums noch Zeit und Lust für bzw. auf weitere Kulturerlebnisse haben, so befinden sich in einem Umkreis von wenigen hundert Metern die National Gallery, die National Library (Nationalbibliothek, ebenfalls in der Kildare Street) sowie das Trinity College u.a. mit dem Book of Kells und dem Long Room. Auch das irische Parlament (Dail) befindet sich unmittelbar neben dem National Museum, kann aber nur zu bestimmten Zeiten und mit einer Führung besichtigt werden.

Neben dem Haupthaus in der Kildare Street gibt es noch drei Dependancen des National Museum: Das Museum for Decorative Arts & History in den Collins Barracks, das Natural History Museum (von den Dublinern liebevoll Dead Zoo genannt) sowie das Museum of Country Life in Turlough Park bei Castlebar im County Mayo.

Hier können Sie sich über die Anfahrt zu allen vier Häusern des National Museum informieren.

Top 3: Marsh's Library St. Patrick's Close, Dublin 8

Die St. Patrick's Cathedral werden Sie wahrscheinlich sowieso besichtigen, leicht verpasst man dann aber ein Kleinod, das direkt daran angrenzt: Marsh's Library, die älteste noch erhaltene Bibliothek Dublins. Gegründet von Erzbischof Narcissus Marsh zu Anfang des 18. Jahrhunderts wurde dort seitdem fast nichts verändert. Nur wenige erklimmen in der ältesten öffentlichen Bibliothek des Landes die alten Stufen und wandern an den Regalen aus dunklem Eichenholz mit kunstvoll geschnitzten vergoldeten Giebeln entlang, die voll mit mehr als 25.000 alten Büchern, Manuskripten und Karten sind. Noch immer fühlt man sich hier wie ein Student vor dreihundert Jahren, es riecht nach Holz und Leder, eine Standuhr tickt im Hintergrund. Und da sich wenige Besucher hierher verirren, kann man das alles wirklich in Ruhe genießen.
Eine Besonderheit der Bibliothek sind die "Käfige", abschließbare Zimmer, in die seinerzeit Besucher mit besonders kostbaren Büchern eingeschlossen wurden. Hatten die Leser ihre Studien beendet, mussten sie nach einem Bibliothekar läuten, der sie aus ihrem Käfig befreite. Ich bin sicher, manch heutige Stadtbibliothek beneidet Marsh's Library darum.

Geöffnet ist Marsh's Library Montags und Mittwochs bis Freitags von 9:30 bis 17:00 sowie Samstags von 10:00 bis 17:00. Am besten erreichen Sie die Bibliothek mit einem Hop On, Hop Off Bus (Haltestellle St. Patrick's Cathedral) oder mit den Buslinien 50, 50A und 56A ab Aston Quay sowie 54 und 54A ab Burgh Quay.

Eine Stadtführung per Fahrrad können Sie mit Baja Bikes machen. In drei kurzweiligen Stunden erkunden Sie viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Dublins.

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