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Leinster – Irlands Osten

Die Provinz Leinster liegt im Osten und Südosten der Insel. Wenn Sie also Dublin verlassen reisen Sie durch Leinster, ganz egal ob Sie nach Norden, Westen oder Süden unterwegs sind. Etwa 2,5 Millionen Menschen leben hier, inklusive der Hauptstadt und des sie umgebenden Speckgürtels. Viele der in Dublin Arbeitenden wohnen außerhalb, entsprechend stark ist der Verkehr zu den Stoßzeiten, besonders auf der Dublin umgebenden M50 und den ringförmig auf die Stadt zulaufenden Nationalstraßen.

County Dublin

Allgemeines

Viele von Ihnen werden das County Dublin von der Stadt Dublin aus erkunden. Es geht aber auch umgekehrt: wenn Sie sich z.B. entlang einer der DART Linien ein Quartier suchen, dann können Sie wenige Kilometer von der Metropole entfernt preisgünstiger und ruhiger, vielleicht sogar direkt am Meer übernachten und wenn Ihnen nach Trubel ist und Sie Dublin erkunden möchten in kurzer Zeit dorthin fahren.

Hotelempfehlungen

Sollten Sie sich für eine Unterkunft in Howth entscheiden, so kann ich das King Sitric Hotel empfehlen. Direkt am Hafen gelegen sollten Sie um ein Zimmer mit Meerblick bitten. Die Atmosphäre ist familiär, das angeschlossene Restaurant bietet eine hervorragende Küche. Ich habe dort nur gegessen aber mit Hotelgästen gesprochen, die vom Haus und den Zimmern sehr angetan waren.
Ebenfalls für einen Aufenthalt im Umfeld Dublins sehr zu empfehlen und mit dem DART zu erreichen ist der Küstenort Bray. Schön am Meer gelegen ist das Martello Hotel. Fragen Sie auch hier wenn möglich nach einem Zimmer mit Meerblick. Ich habe allerdings vereinzelt gehört, dass am Wochenende durch den Nachtclub Musiklärm in die Zimmer dringt (auch auf Tripadvisor ist davon zu lesen). Ich kann das leider weder bestätigen noch dementieren, da ich dort nur zwei Nächte während der Woche verbracht habe.

Wenn Sie mit der Fähre nach Irland oder zurück fahren, dann ist neben dem Dublin Port womöglich Dún Laoghaire (eines der großen Rätsel der dort Ankommenden: "wie um Himmels willen wird das ausgesprochen", die Antwort lautet Dunleary) der erste bzw. letzte Aufenthaltsort auf der grünen Insel. Wenn Sie auch die erste oder letzte Nacht hier verbringen - oder Dublin von hier erkunden möchten - dann bietet sich das Royal Marine Hotel an. Es ist ein alterwürdiges Hotel mit einem gut integrierten Neubau, relativ groß und deshalb nicht das was man als "familiär" bezeichnen würde, aber mit sehr schönen Zimmern und guten Einrichtungen.

Restaurantempfehlungen

Gut, es ist kein Restaurant im klassichen Sinn, aber die besten Fish and Chips Irlands bekommen Sie bei Beshoff Bros und von deren vier Läden wiederum ist derjenige in Howth am schönsten gelegen, denn Sie können sich mit Ihrem Mittagessen, das Sie traditionell in einer Papiertüte bekommen, einfach auf eine Bank am Wasser setzen und die Aussicht genießen.
Im Herzen von Swords nahe des Flughafens Dublin findet sich das Gastropub Old Schoolhouse Bar & Restaurant. Die Steaks und Meeresfrüchte im Restaurant im ersten Stock sind umwerfend und danach können Sie sich im Pub im Erdgeschoß noch ein oder zwei Pints genehmigen.

Etwas mehr im gehobenen Segment und dennoch entspannt und leger kann man im Seapoint Restaurant in Monkstown (zu Fuß nur wenige Minuten von der "Salthill and Monkstown" DART Haltestelle entfernt) speisen. Ich habe hier "Confit duck, sauté spinach & wild mushrooms, with fig dressing & truffle mash" gegessen und war begeistert (bevor Sie mich jetzt zu sehr bewundern: ich weiß nur noch, dass ich Ente gegessen habe, den genauen Namen des Gerichts habe ich auf der im Internet veröffentlichten Speisekarte nachgesehen)..

Pubempfehlungen

Wenn Sie in Dun Laoghaire sind, dann schauen Sie auf alle Fälle bei O'Loughlin's (26 Lower Georges Street) vorbei. Das Guinness schmeckt, das Pub Food ist hervorragend und oft gibt es Live Musik. Sie können hier einen wunderbaren Abend verbringen.

O'Loughlin's Dun Laoghaire

Ein etwas zweischneidiges Schwert ist Johnny Fox's Pub in Glencullen in den Dublin Mountains. Das "höchstgelegene Pub Irlands" ist von vorne bis hinten auf Touristen ausgelegt, ein wenig erinnert es mich an einen "Heimatabend" in einem bayrischen Ort wie Reit im Winkl. Warum ich Ihnen das Pub trotzdem empfehle? Es ist wirklich gut gemacht und alles ist von bester Qualität, angefangen von der täglichen Live Musik (am Wochende auch schon tagsüber) bis hin zum wirklich leckeren Essen. Außerdem ist es wunderschön in den Dublin Mountains gelegen, abends kann man von hier oben die beleuchtete Stadt sehen. Entscheiden Sie also selbst, aber ich finde, einmal muss man hier gewesen sein.

Johnny Foxes Pub, Glencullen


Obwohl erst 1970 gegründet bietet Finnegans of Dalkey in - genau - Dalkey ein ursprüngliches Puberlebnis und ich komme immer wieder gerne hierher zurück. Das Personal ist überaus freundlich und Finnegans ist ein großartiges Pub, um in Ruhe ein Pint zu drinken oder sich ein Rugby Match anzusehen. Angeblich kommt Bono regelmäßig hierher um ein Bier zu trinken. Die Whiskey Karte ist umfangreich und mit großer Kenntnis zusammengestellt, manchmal bin ich deswegen großzügig zu mir selbst und gönne mir ein Glas Midelton Very Rare.

Finnegans of Dalkey

Top 3 der Sehenswürdigkeiten im County Dublin

Top 1: Howth Head

Ein Ausflug nach Howth lohnt sich aus vielerlei Gründen: die Fish and Chips bei Beshoff Bros habe ich schon erwähnt und man kann vielerlei schöne Spaziergänge unternehmen. Wenn man nicht so viel Zeit oder Kraft in den Beinen hat dann tut es eine kleine Runde am Hafen entlang. Wenn Sie genügend Zeit und Muskeln haben dann sollten Sie auf alle Fälle den Howth Head besuchen. Vom Hafen aus führt die Balscadden Road direkt zum Cliffwalk erst den Berg hinauf und dann an den Klippen entlang Richtung Leuchttum. Die steile Küste und die Aussicht vom Cliffwalk über das Meer und zum Bailey's Lighthouse sind fantastisch. Seien Sie aber vorsichtig wenn der Wind stark bläst. Kurz vor dem Leuchtturm geht es hoch zum Howth Summit, dem Gipfel - und man kann die ganze Bucht vor Dublin überblicken.

Mit dem DART oder Bus (Line 31 und 31b) sind Sie von Dublin aus in wenigen Minuten in einer anderen Welt. Sollten Sie noch mehr Zeit haben oder der Wind zu stark sein, dann schauen Sie doch im National Transport Museum vorbei. Die Sammlung alter Straßenbahnen, Busse, Lastwagen und Kutschen macht großen Spaß, auch und besonders Kindern.

Top 2: Dalkey Island

Die kleine Insel Dalkey Island liegt 300 Meter vor der Küste von Dalkey und ist 9 Hektar groß. Es gibt Hinweise darauf, dass es bereits im 4. Jahrtausend vor Christus bewohnt war und auch von den Wikingern als Basis benutzt wurde. Unter anderem findet man hier die Ruine einer Kirche aus dem 7. Jahrhundert, benannt nach St. Begnet. Vorher stand hier vermutlich ein noch ältere Holzkirche. Am Nordende der Insel stand ein Fort, davon ist heute leider nur noch eine Grube zu finden. Seit dem Jahr 1800 grast hier eine Herde Ziegen. In den Sommermonaten können Sie ein Boot auf die Insel nehmen, fragen Sie einfach einen der lokalen Fischer bei Coliemore oder Bulloch Harbour. Die Insel ist auch ein idealer Ort um zu angeln.

Top 3: Malahide Castle

Immer einen Besuch wert ist Malahide Castle. Von 1174 bis vor wenigen Jahrzehnten war es im Besitz der Talbot Familie. Voll möbliert bekommt man einen sehr guten Eindruck vom Leben in einem irischen Schloss. Auch Kinder finden das spannend solange sie nicht allzu klein sind. Im Schloss hängen viele großartige Gemälde, die zum Teil aus der National Gallery of Ireland stammen. Besichtigen kann man Malahide Castle nur im Rahmen einer Führung, was aber auch Sinn macht, denn nur so erfährt man alles Wichtige über die Geschichte dieses typisch irischen Schlosses. Nicht weniger schön und beeindruckend ist der Park in dem sich Malahide Castle befindet. Ein Teil davon ist ein offizieller Botanischer Garten mit mehreren Gewächshäusern, eines davon aus der Zeit Queen Victorias. Der Eintritt in den Botanischen Garten ist im Ticket (Preis Stand 2016 12€ für Erwachsene und 6€ für Kinder) für das Schloss mit einbegriffen. Von der DART Station Malahide ist Malahide Castle zu Fuß zu erreichen. Es gibt aber auch einen "Toy Train", eine kleine rote Bahn, die die Sehenswürdigkeiten Malahides anfährt und auch in der Nähe des Schlosses hält (5€). Das ist natürlich ein besonderer Spaß für Kinder, aber auch praktisch wenn man nicht so weit gehen kann oder will.

County Carlow

Allgemeines

Carlow (übersetzt "Stadt am See) ist das zweitkleinste County Irlands mit gerade einmal knapp 50.000 Einwohnern, und dem River Barrow als Lebensader, der wiederum Irlands zweitlängster Fluss ist (natürlich nach dem Shannon). Er entspringt südlich von Carlow Town und fließt bis zur Klostersiedlung St. Mullins. Ihm folgt der "Barrow Way", einer von Irlands schönsten Fernwanderwegen (siehe Kapitel "Unterwegs\Wandern"). Die Blackstairs Mountains dominieren den Südosten des County Carlow und eignen sich mit ihren sanft gerundeten Kuppen ebenfalls zum (Berg)Wandern. Über das ganze County verteilt liegen alte aristokratische Herrenhäuser, manche renoviert und bewohnt, andere nur noch als Ruinen vorhanden. Ebenfalls im County Carlow liegen einige der schönsten Gärten Irlands. Auch wenn Carlow nicht zu den bevorzugten Zielen von Touristen gehört (oder gerade deswegen) lohnt es sich unbedingt, hier Zeit zu verbringen.

Hotelempfehlungen

Absolut empfehlenswert ist das Mount Wolseley Hotel Spa & Country Club. Es liegt im Örtchen Tullow, etwa 14km von Carlow Town entfernt inmitten einer großen Parklandschaft. Das Personal ist sehr freundlich und hilfsbereit, das angeschlossene Pub/Restaurant urgemütlich. Zum Hotel gehört wie der Name schon sagt ein Spa (habe ich nicht benutzt) mit Pool, ein 18 Loch Golfplatz und mehrere Tennisplätze. Im nahegelegenen Rathilly können Sie reiten. Über allem schwebt eine die Nerven pflegende Ruhe.
Direkt in Carlow Town liegt das Talbot Hotel Carlow mit einem üppig ausgestatteten Health & Leisure Club, in dem Sie sich rundum verwöhnen lassen können. Das Restaurant befindet sich im vierten Stock mit einem tollen Blick in die umgebende Landschaft. Das neben dem Hotel liegende "Dome Family Entertainment Centre" kenne ich nicht von innen, mir wurde aber versichert, dass es sich um ein Paradies für Kinder jeden Alters handelt. Auch das Hotel selbst ist für seine Kinderfreundlichkeit bekannt.
Mehr Charme als das Talbot Hotel, das in erster Linie mit seinen Einrichtungen punktet, hat das Woodford Dolmen Hotel, das sich am Rande von Carlow Town befindet. Es hat lediglich drei Sterne, ist aber urgemütlich mit einem hervorragenden Restaurant und liegt idyllisch am Ufer des River Barrow.

Restaurantempfehlungen

Mein Lieblingsrestaurant im County Carlow ist das sich im Woodford Dolmen Hotel (siehe "Hotelempfehlungen) befindliche Plum Tree Bistro. Angeblich hat der Küchenchef bereits den britischen Sternekoch Jamie Oliver geschult und für Mitglieder des Königshauses gekocht. Das kann ich weder bestätigen noch dementieren, aber das Essen ist hervorragend und man sitzt sehr entspannt und gemütlich.
Ein super Gastropub mit tollem Essen und freundlichem Personal ist das Teach Dolmain Pub & Restaurant (leider ohne eigene Website) in 76 Tullow St, in Carlow. Es hat einen eigenen Restaurantbereich, Versuchen Sie als Vorspeise auf alle Fälle den Chowder!
Eher im gehobenen Segment (aber preislich immer noch relativ gemäßigt) ist das
Clashganny House Restaurant in Clashganny, Borris. Ich hatte hier vielleicht das beste Lamm das ich je gegessen habe. Reservierung, besonders am Wochenende ist empfohlen.

Pubempfehlungen

schon in der Rubrik "Restaurantempfehlung" taucht das Teach Dolmain Pub & Restaurant (76 Tullow St, Carlow) auf und auch hier muss es unbedingt genannt werden. Die Stimmung ist prächtig, das Guinness schmeckt und es gibt eine reiche Auswahl an Whiskeys.
Ebenfalls in Carlow ist Murphy Barth (Regent St, Muine Bheag, ebenfalls ohne eigene Website). Auch hier herrscht großartige Stimmung, der Besitzer (leider kenne ich seinen Namen nicht) ist ein überaus freundlicher Herr, versuchen Sie auf alle Fälle mit ihm ins Gespräch zu kommen.
Auch dem Dicey Reilly (The Qy Carlow, Carlow, ohne Website) sollten Sie einen Besuch abstatten. Hier trifft man ein eher junges Publikum, gelegentlich spielen Bands, man kann eine Partie Pool Billiard genießen oder einfach die Stimmung aufsaugen.

Top 3 der Sehenswürdigkeiten im County Carlow

Top 1: Altamont Gardens

Wie oben schon erwähnt ist das County Carlow Heimat einiger der schönsten Gärten Irlands. Wenn Sie wie von mir empfohlen im Mount Wolseley Hotel Spa & Country Club (oder auch nicht) in Tullow  übernachten dann besuchen Sie auf jeden Fall die Altamont Gardens in Ballon zwischen Tullow und Bunclody. Sowohl von der N80 also auch der N81 weisen Ihnen Schilder den Weg. Egal ob Frühling, Sommer oder Herbst, ein Spaziergang durch die wunderbar gepflegten Gärten ist ein wunderbares Erlebnis. Besonders schön ist es, wenn es im Seerosenteich blüht. Das angeschlossene Cafe bietet schmackhafte Torten. Der Park umfasst ca. 16 Hektar, die zum Teil gepflegt, zum Teil naturbelassen sind. Es werden auch geführte Touren (Dauer ca. 30 Minuten) für 3€ angeboten. Der Zutritt zum Garten selbst kostet nichts. Wenn Sie mögen können Sie auch selbst Pflanzen erwerben.

Altamont Gardens
 

Top 2: Browneshill Dolmen

Ein Dolmen ist eine prähistorische große Grabkammer aus Stein. Typischerweise besteht ein Dolmen aus zwei parallelen senkrecht aufgestellten Steinen, einem liegenden Schlussstein und einer darauf liegenden Steinplatte, Der Browneshill Dolmen hat die größte und schwerste Deckplatte aller Dolmen auf den britischen Inseln (100 Tonnen Granit mit einer Größe von 4,7 m × 6,1 Metern bei einer Dicke von etwa zwei Metern), auch wenn vielleicht der Poulnabrone Dolmen im County Clare der bekanntest in Irland ist. Der Dolmen wurde zwischen 3300 und 2900 v. Chr. errichtet und steht inmitten eines Felds. Er kann kostenlos besichtigt werden. Versuchen Sie am besten morgens oder spätnachmittags zu kommen, dann ist nicht so viel los und die Magie dieses Ortes kann besser erlebt werden. Sie finden den Dolmen drei Kilometer östlich von Carlow, nahe der R726.

Top 3: Huntington Castle

Huntington Castle liegt bei Clonegal und wird deshalb gelegentlich auch als Clonegal Castle bezeichnet. Es wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts erbaut und diente ursprünglich der Verteidigung,als Garnison an der strategisch wichtigen Route zwischen Wexford und Dublin. Es wird noch immer von Nachfahren des Erbauers Baron Esmonde bewohnt und kann zwischen Juni und September im Rahmen von geführten Touren (9€ für Erwachsene, 4€ für Kinder) besichtigt werden, nicht nur für Kinder ein großartiges Erlebnis. Auch der umliegende Park ist unbedingt einen Besuch wert. Angeblich spukt es hier, in den Tagen vor Halloween gibt es deshalb besonders "gruselige" Touren. Es. wurde hier auch eine obskure Religion gegründet, die die Göttin Isis verehrt, der Tempel kann im Keller des Schlosses besichtigt werden.
Huntington Castle ist nur wenige Minuten Fahrzeit von den Altamont Gardens entfernt, ein Besuch der beiden Attraktionen lässt sich also wunderbar miteinander verknüpfen. Es gibt hier einen Tearoom in dem man essen und trinken kann, auch ein kleiner Laden ist angeschlossen.

Huntington Castle

County Kilkenny

Allgemeines

Das County Kilkenny ist überwiegend landwirtschaftlich (und hier wiederum von Viehzucht sowie dem Anbau von Weizen und Gerste) geprägt. Es besteht zum großen Teil aus einem fruchtbaren Becken, welches von den Flüssen Suir, Nore und Barrow durchflossen wird. Letzteren kennen Sie bereits von meinem Wandertipp zum Barrow Way und als wichtige Ader des County Carlow. Auf einer Fläche von mehr als 2000 Quadratkilometern leben weniger als 100.000 Menschen, ein Viertel davon in der gleichnamigen Stadt Kilkenny. Sie können sich also vorstellen, dass viel Platz für Landschaft bleibt und in der Tat ist ein Reiz des County Kilkenny, dass man sein Auge über Wiesen und Felder schweifen lassen kann, es hat etwas sehr Entspannendes wenn Sie hier ein paar Tage verbringen. Die Stadt Kilkenny wiederum ist voller Leben, es bleibt aber alles überschaubar und gemütlich.

Hotelempfehlungen

Sollten Sie in den Sommermonaten in Kilkenny Town übernachten wollen so empfehle ich dringend eine vorherige Reservierung, die Stadt ist zu Recht bei ausländischen und irischen Touristen gleichermaßen beliebt.
Das bekannteste Hotel der Stadt ist wohl das Langton House Hotel. Die Zimmer haben einen vornehmen Touch, es gibt mehrere Bars, die auch von Nicht-Hotelgästen gerne frequentiert werden und ein gutes Restaurant. Hervorzuheben ist das fantastische A la carté Frühstück, das im Zimmerpreis mit eingeschlossen ist. Alles in allem Viersterneluxus zu einem für Irland gemäßigten Preis.
Ein weiteres empfehlenswertes Hotel in Kilkenny Town ist das River Court Hotel. Das Haus selbst ist nicht außergewöhnlich, es ist solide mit sehr freundlichem Personal. Was es auszeichnet ist die Lage im Zentrum der Stadt, direkt am River Nore gegenüber dem Kilkenny Castle. Von der Hotelterrasse aus hat man einen fantastischen Blick auf die Burg.

Hotelterasse Rivercourt Hotel         Rivercourt Hotel


Wenn Sie die Kells Priory (nicht zu verwechseln mit dem bekannteren Kells im County Meath) besichtigen (was ich Ihnen untenstehend bei den Top 3 Sehenswürdigkeiten für das County Kilkenny empfehle, dann übernachten Sie doch auf der Lawcus Farm. Das ist wie der Name schon sagt kein Hotel, sondern ein Guesthouse, das englisch/irische Paar Mark und Ann-Marie haben eine Bruchbude wunderschön renoviert und bieten individuell eingerichtete Zimmer in ruhiger Lage an. Sowohl die Kells Priory als auch das Hochkreuz und der Rundturm von Kilree sind zu Fuß zu erreichen. Das Frühstück ist grandios und es gibt jede Menge Haus- und Wildtiere zu bewundern. Die Preise sind gemäßigt, nur als Alleinreisender ist man wie so oft etwas benachteiligt, dann man kaum weniger für das Zimmer bezahlt als ein Paar. Aber wenn Sie Betroffener sind, dann sind sie das wie ich sicher gewöhnt.
Auch das Woodstock Arms in Inistioge ist kein Hotel im klassischen Sinn, sondern das Pub mit gleichem Namen bietet ein paar Gästezimmer mit B&B an. Wenn Sie nicht auf unbedingten Luxus wert legen, dann ist das Woodstock Arms ein absoluter Geheimtipp: das Dorf Inistioge ist eines der malerischsten die ich kenne und die Umgebung lädt ebenfalls zu wunderbaren Spaziergängen ein. Das Pub verlässt man nur ungern wieder und das Frühstück schmeckt.

Restaurantempfehlungen

Kilkenny Town ist mit vielen guten Restaurants gesegnet, weswegen sich auch zwei der drei hier vorgestellten in der Stadt befinden:
Das Lemongrass ist ein hervorragendes thailändisches Restaurant. Anders als in vielen anderen Thai-Restaurants ist die Küche hier absolut authentisch. Probieren Sie die Singapore Noodles. Auch Vegetarier kommen voll auf ihre Kosten. Es gibt auch Filialen in Carlow, Clonmel und im Liffey Valley, die habe ich allerdings nicht besucht.
Selbst nennt es sich "Bar & Bistro" aber eigentlich ist es ein schönes Pub, in dem ich eines der besten Irish Stews meines Lebens gegessen habe: Daniel W Bollard's (31-32 Saint Kieran's Street, keine eigene Website).

Daniel W Bollard's


Das Blackberry Café in Thomastown ist ein gemütlicher Ort, um Suppen und Sandwiches zu genießen. Die Zutaten kommen von regionalen Erzeugern und sind oft in Bioqualität.

Oder möchten Sie einmal Ihr Essen einkaufen wie die Einwohner von Kilkenny und sich selbst versorgen? Dann besuchen Sie Donnerstags zwischen 9:30 und 14:30 den Farmers Market (The Mayor's Walk, Parade Plaza). Bei über 230 Farmern können Sie sich mit lokalen und garantiert frischen Produkten für Ihr Picnic versorgen.

Pubempfehlungen

Ursprünglich stand an dieser Stelle der Bericht über meinen Besuch bei Tynan's Bridge House Bar, aber bei meinem letzten Besuch in Kilkenny war es geschlossen und hat nicht den Eindruck gemacht als würde es wieder eröffnen. Guten Gewissens kann ich Ihnen aber auch John Cleere's Bar (Parliament Street) empfehlen. Es hat vielleicht nicht den gleichen Charme, aber ist überaus gemütlich und die traditionelle Session die ich dort erleben durfte war erstklassig.

John Cleere's Bar   Session in John Cleere's Bar


Unbedingt besuchen sollten Sie auch das Kyteler's Inn. Alice de Kyteler, erste Besitzerin des 1263 gegründeten Inns verschliss vier Ehemänner, die allesamt starben und erwarb einigen Reichtum. Sie war die erste Frau Irlands, die deshalb der Hexerei angeklagt und zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt wurde. Sie entzog sich dem durch Flucht nach England (stattdessen wurde Ihre arme Magd verbrannt), Ihr Besitz inklusive des Inns. wurde konfisziert. Heute hat das Kyteler's Inn viel Atmosphäre, Wenn es das Wetter zulässt können Sie auch im Biergarten sitzen, das Pub Food ist hervorragend und auch hier gibt es regelmäßig Live Musik, oft von der Hausband "Raglan Rogues".

Kyteler's Inn


In Graiguenamanagh, aus verständlichen Gründen kurz Graigue genannt (siehe auch unter Top 3 Sehenswürdigkeit) haben Sie die Wahl zwischen Mick Doyle's und Mick Ryan's, beide in der Main Street und F.J. Murray (Ecke Quay und Abbey Strett) und es gibt keinen Grund warum Sie nicht alle drei besuchen sollten, jedes Pub ist es wert.
 

Top 3 der Sehenswürdigkeiten im County Kilkenny

Top 1: Kilkenny Town

Wenig überraschend ist die Stadt Kilkenny meine Nummer 1 der Sehenswürdigkeiten im County. Über "The Medieval Mile", Kilkenny Castle und St. Canice's Cathedral können Sie in Ihrem Reisführer lesen, nichts davon sollten Sie versäumen. Ich möchte Ihnen hier zwei Dinge speziell ans Herz legen:
Rothe House & Garden in der Parliament Street ist zwar Bestandteil der Medieval Mile, erfährt aber meiner Meinung nach nicht immer die Aufmerksamkeit, die es verdient, vielleicht weil es von außen relativ unscheinbar daherkommt. Rothe House Ende des 16. / Anfang des 17. Jahrhunderts erbaut ist es das schönste Beispiel eines Kaufmannshauses aus dieser Zeit. Es war einst das Zuhause des berühmten Kaufmanns, Gutsbesitzers und Bürgermeisters von Kilkenny City, John Rothe Fitz Piers, seiner Frau Rose Archer, und ihrer zwölf Kinder. Das Haus hat mehrere Innenhöfe und beherbergt ein sehr sehenswertes Museum mit Gemälden, Kostümen und vielem mehr aus Kilkenny und Umgebung. Besonders hat es mir der Garten des Rothe House angetan, der eine originalgetreue Nachbildung des Gartens ist, wie er im frühen 17. Jahrhundert zur Zeit der Roth Familie ausgesehen hat.
Die Pflanzen und Bäume, die jetzt im Garten wachsen, sind die gleichen Sorten, wie sie von den Rothes angepflanzt wurden; Meine Lieblinge sind die freilaufenden flugunfähigen Enten, die die Schnecken im Garten fressen.

Rothe House mit Finger  Rothe House innen  Rothe House Garten

Der zweite Tipp betrifft Kilkenny Castle: Mit Audioguide und weiterem Informationsmaterial können Sie das Castle den ganzen Tag besichtigen. Wenn es zeitlich für Sie passt sollten Sie aber auf alle Fälle an einer der beiden geführten Touren teilnehmen, die täglich um 10:00 und 16:00 stattfinden. Diese sind außerordentlich informativ und sehr kurzweilig.

Kilkenny Castle   Kilkenny Castle Park

Kilkenny Castle innen   Kilkenny Castle Spielzimmer   Kilkenny Castle Portraitgallerie

Top 2: Kells Priory

Die Kells Priory (irisch: Prióireacht Cheanannais) ist eines der größten und eindrucksvollsten mittelalterlichen Monumente in Irland.
Die Ruinen liegen am King's River nahe des Dorfs Kells, ca. 15 km südlich von Kilkenny. Versuchen Sie nach Möglichkeit frühmorgens oder gegen Abend zu kommen, dann sind hier wenige Menschen und zusammen mit der Stimmung des Lichts ist die Atmosphäre sehr beeindrucken. Es gibt keine Öffnungszeiten oder Gebühren für den Eintritt, das Kloster steht Ihnen immer offen.
Kells Priory wurde 1193 gegründet, die meisten Ruinen stammen aber aus dem 15. Jahrhundert. Beeindruckend sind die sieben Wohntürme, die durch einen Wall miteinander verbunden sind und die Reste eines Augustinerklosters umschließen.
4 km südöstlich der Priory finden Sie an der R697 Regionalstraße den Kilree Rundturm und ein Hochkreuz aus dem 9. Jahrhundert.

Top 3: Graiguenamanagh

Graiguenamanagh liegt am River Barrow, nahe der Grenze zum County Carlow. Sie erreichen das "Dorf der Mönche" über die R705. Graiguenamanagh hat seinen ganz eigenen Charme, mit der den Fluß überspannenden Steinbrücke und ich hoffe, es gefällt Ihnen so gut wie mir. Wenn Sie den Ort erforscht haben bietet es sich an eine Wanderung entlang des Barrow zu machen. oder einen der anderen gut ausgeschilderten und malerischen Wege zu erkunden. Sie können hier natürlich auch fischen oder sich ein Boot mieten. Unbedingt sollten Sie sich auch Duiske Abbey ansehen, die auch als Graiguenamanagh Abbey bekannt ist. Es ist ein aus dem 13. Jahrhundert stammendes Zisterzienserkloster. Duiske Abbey wurde von William Marshall gegründet und ist eines der ersten, größten und vielleicht das schönste der vierunddreißig mittelalterlichen Zisterzienserklöster in Irland. Die Abtei liegt zwischen dem Hauptfluss und dem Duiske River, der hier in den Barrow fließt. Auf dem Gelände befinden sich auch zwei sehenswerte Hochkreuze.

County Kildare

Allgemeines

Das County Kildare ist landschaftlich eher unscheinbar, mit wenigen Ausnahmen ist es flach. Es ist nach wie vor sehr stark landwirtschaftlich geprägt, sowohl von Ackerbau und Viehzucht (was letzteres angeht: einige der bekanntesten Vollblutgestüte der Welt befinden sich hier. Da es direkt an das County Dublin grenzt gehört zumindest der nördlich Teil auch noch zum Einzugsgebiet der Hauptstadt, viele Pendler fahren zur Arbeit dorthin. Zwei große Iren sind im County Kildare geboren: Sir Arthur Guinness und Christy Moore. Auch wenn ich sage, dass es landschaftlich nicht so spektakulär ist wie andere Counties so gibt es hier Sehenswürdigkeiten die Sie nicht versäumen sollten, widerstehen Sie der Versuchung, auf ihrem Weg Richtung Westen schnell durchzubrausen; meine Top 3 Empfehlungen was Sie sich ansehen solten finden Sie wie gewohnt etwas weiter unten.

Hotelempfehlungen

Das bekannteste Hotel im County Kildare ist mit Sicherheit der K Club in Straffan, Ausrichter des Ryder Cups 2006. Es handelt sich dabei um ein riesiges Schlosshotel mit allem erdenklichen Luxus wie zwei Championship Golfplätzen, Spa, Pool, komfortablen Zimmern und Freizeitangeboten wie Reiten und Tontaubenschießen, die jeden Aristokraten erfreuen würden. Die Preise sind dementsprechend gesalzen und wie immer bei Hotels dieser Kategorie scheiden sich die Geister, ob das nun angemessen oder überteuert ist. Wenn Sie auf der Suche nach etwas besonderem sind sollten Sie den K Club nach meiner Meinung auf alle Fälle in Erwägung ziehen.
Mein persönlicher Liebling im County Kildare ist das Clanard Court Hotel in Athy. Hier bekommen Sie zu fairen Preisen alles, was Sie sich von einem Viersterne-Haus erwarten - und einiges mehr. Das Personal ist überaus freundlich, das Essen im Restaurant hervorragend, die Zimmer groß und sehr schön eingerichtet. Die Bar übrigens ist urgemütlich.
Wenn Sie ein Hotel in Kildare Town suchen dann empfehle ich das Kildare House Hotel. Es liegt überaus günstig und Sie erreichen alles in der Stadt innerhalb weniger Gehminuten. Der Curragh, das Nationalgestüt sowie die japanischen Gärten (siehe weiter unten bei den Top 3 Sehenswürdigkeiten) sind mit dem Auto in kurzer Zeit zu erreichen. Es gibt kostenloses WLAN, das Restaurant ist gut und die Zimmer bieten alles was man braucht.
 

Restaurantempfehlungen

Wenn Sie Steaks mögen, dann sollten Sie unbedingt ins Hartes am Market Square in Kildare Town. gehen. Sie werden dort auf einem heißen Stein gegrillt und sind unglaublich zart und saftig. Das Restaurant ist mehrfach preisgekrönt und wird von zwei Schwagern geführt, die genauso wie das Personal sehr auf guten Service bedacht ist. Zu trinken gibt es unter anderem hervorragende irische Craft Biere wie das Galway Hooker. Reservieren Sie unbedingt einen Tisch, Sie können zwar auch ohne Reservierung Glück haben aber das ist eher unwahrscheinlich.
Ein Pub mit sehr gutem Essen ist Silken Thomas, The Square, Kildare Town. Naturgemäß ist es überwiegend "Pub Food" was man hier bekommt, das aber auf sehr hohem Niveau. die Karte ist umfangreich. Man kann hier auch lecker Frühstücken; für Vegetarier ist das Silken Thomas eher weniger geeignet. Die sind besser im Agape, einem quirligen Cafe (leider ohne Website) in der Station Road nahe dem Market Square in Kildare Town aufgehoben. Hier findet man gute Salate, Suppen, Sandwiches, aber auch fleischiges. Das Agape schließt um 18:00, es ist also eher ein Tip für das Mittag- oder ein frühes Abendessen.


Pubempfehlungen

Mein Liebling in Kildare Town ist das schon bei den Restaurantempfehlungen erwähnte Silken Thomas. Es hat mehrfach die Wahl zum Black and White Pub of the Year gewonnen und das vollkommen zu Recht. Die Hauptbar ist gemütlich im viktorianischen Stil eingerichtet, auch in den zwei weiteren Bars hält man sich gerne auf.
Silken Thomas
 

Im Dorf Clane befindet sich in der Main Street das "Manzors The Village Inn" (keine eigene Website), Was soll ich sagen, es handelt sich einfach um ein Pub mit lebhafter Atmosphäre und guten Drinks. Schauen Sie auch vorbei, wenn Sie in Gesellschaft ein Gaelic Football, Hurling oder Fußball Match ansehen möchten. Die Weinkarte ist üppiger als in anderen Pubs.
Wenn Sie sich im Dörfchen Moone das dortige prächtige Hochkreuz ansehen (was Sie tun sollten), dann statten Sie dem Moone High Cross Inn einen Besuch ab. Sie können dort auch in einem der fünf Zimmer übernachten aber hier soll es ja um das Pub gehen, das sich im Untergeschoss des Inns befindet. Das Inn befindet sich seit Generationen im Besitz der gleichen Familie. Das Pub ist urig und das Pub Food mittags ein echter Hit. Man fühlt sich aber auch sehr wohl, wenn man abends nur auf ein Glas Bier in das Moone High Cross Inn geht.

Pub im Moone High Cross Inn

Top 3 der Sehenswürdigkeiten im County Kildare

Top 1: National Stud & Japanese Garden

Geheimtipp ist das keiner, aber trotzdem sollten Sie das Nationalgestüt und die japanischen Gärten auf keinen Fall verpassen. Das National Stud liegt drei Kilometer südlich von Kildare Town und ist leicht zu erreichen. Gegründet wurde es von Colonel William Hall Walker, der sein Vermögen mit dem Johnnie Walker Whiskey gemacht hatte, seit langem ist es aber im Besitz der irischen Regierung. Stündlich gibt es Führungen und auch wenn Sie das Gelände auf eigene Faust erkunden können rate ich Ihnen, an einer solchen teilzunehmen, man erfährt so um ein vielfaches mehr und besichtigt Orte, an denen man alleine wohl vorbeigehen würde. Die Führer sind außerordentlich fachkundig und pferdebegeistert und es macht große Freude ihnen zuzuhören. So erfährt man zum Beispiel auch über die seltsam anmutenden aber sehr erfolgreichen Zuchtmethoden von Colonell Hall Walker, der absolut auf die Macht der Gestirne vertraute und den gesamten Zucht- und Aufzuchtprozess der Fohlen danach ausrichtete. Heute geht es natürlich wissenschaftlicher zu, aber wie gesagt brauchten sich die Erfolge des Colonel nicht zu verstecken.
Die Iren sind Pferdenarren und das National Stud hat viel zum Stolz der Iren beigetragen, wurden und werden hier doch Pferde von Weltruf gezüchtet. Besonders interessant ist es zwischen Februar und Juni, wenn die Fohlen auf die Welt kommen.
An das Stud angeschlossen sind die Japanese Gardens, und auch wenn sie von Lonely Planet ziemlich verrissen werden, mir haben sie gefallen. Auch sie wurden von Colonell Walker initiiert und von einem japanischen Gartenbaumeister in den Jahren zwischen 1906 und 1910 nach japanischer Tradition angelegt. Ziel war es, durch die Bäume, Pflanzen, Blumen, Rasen, Felsen und Wasser, das Leben des Menschen zu symbolisieren. Man kann wunderbar entspannende Spaziergänge unternehmen und sich ein wenig wie in Japan fühlen.
 

Top 2: Castletown House

Das Castletown House in Celbridge ist das größte georgianische Haus Irlands. Gebaut wurde es in den Zwangzigerjahren des 18. Jahrhunderts für William Conolly und es versteht sich von selbst, dass damals nur Engländer einen solchen Reichtum hatten um solch ein prächtiges Haus bauen zu lassen, Conolly war Sprecher des Irish House of Commons. Erbaut wurde es im sogenannten Palladianischen Stil, also in der Tradition des venetianischen Architekten Andrea Palladio. Höhepunkte sind die "Long Gallery" mit Familienportraits und einer beeindruckenden Stuckdecke sowie der "Print Room", in dem Drucke die gesamten Wände zieren.
Die Website des Castletown House liefert wertvolle Informationen zur Geschichte des Houses und bietet eine virtuelle Tour. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für Castletown House, es gibt viele Dinge zu entdecken.
 

Top 3: The Curragh Racecourse

Auch mein dritter Tip für das County Kildare hat wie das National Stud mit Pferden zu tun. The Curragh bei Newbridge ist die älteste und renommierteste Pferderennbahn Irlands und wer die Vernarrtheit der Iren in die Pferde kennt kann sich ungefähr vorstellen was hier an einem Renntag los ist. Obwohl ich wegen meiner Liebe zum Westen Irlands öfter die Galway Races besucht habe muss ich gestehen, dass der Curragh schon ein besonderes Erlebnis ist. Anders als vielleicht in Deutschland sind Pferderennen ein Vergnügen für die ganze Familie. und auch wenn natürlich die Rennen der Höhepunkt sind passiert darum herum mindestens genauso viel Vergnügliches. Mann kann wunderbar essen (und natürlich trinken), es gibt Musik, Wettbewerbe um die bestgekleidete Dame und viele Attraktionen mehr. Also werfen Sie einen Blick auf die Website des Curragh, suchen Sie sich einen geeigneten Tag aus und setzen Sie einen Euro auf Ihren Favoriten.

Christy Moore hat dem Curragh eine wunderschönes Lied gewidmet:

Youtube: Christy Moore, Curragh of Kildare
 

Achtung: Wenn Sie in einem Reiseführer auf die Straffan Butterfly Farm gestoßen sind und einen Ausflug mit der Familie dorthin planen, dann beachten Sie bitte, dass nach Informationen auf der Website der Farm diese 2015 den Betrieb eingestellt hat.
 

County Laois

Allgemeines

Das County Laois (Aussprache wie das englische "leash") liegt westlich des County Kildare und im Herzen der sogenannten Midlands. Die meisten Besucher Irlands kennen es höchstens vom Durchfahren, solche Orte interessieren mich dann ganz besonders :).
Das ganze County hat nur ca. 80.000 Einwohner, es ist einerseits von der Fläche her klein und auch relativ dünn besiedelt; Laois liegt zu weit von Dublin entfernt um noch als Wohnort für Pendler interessant zu sein. Es gibt Landwirtschaft (Schaf-, Schweine-, Geflügelzucht) sowie Holz- und Nahrungsmittelindustrie. Verwaltungssitz ist Port Laoise. Ja, es ist ein eher unspektakuläres County, aber dennoch sehr reizvoll. Der Großteil ist flach, also ideal zum Wandern oder Fahrradfahren und es gibt zwei Flüsse (Barrow und Nore) in denen man hervorragend angeln kann. Die Slieve Bloom Mountains im Nordwesten laden zum Bergwandern ein.

Hotelempfehlungen

Das Castle Durrow im Westen des gleichnamigen Ortes Durrow ist eines der besten Landhotels Irlands und genau so wie man sich ein luxuriöses Country House vorstellt: die Zimmer sind individuell und opulent ausgestattet, der Aufenthaltsraum hat einen offenen Kamin und bequeme Sitzgelegenheiten, das Essen im hauseigenen Restaurants ist hervorragend. Gehobene Aktivitäten wie Tennis, Bogen- oder Tontaubenschießen werden angeboten. Das alles hat seinen Preis, ab 230 Euro pro Nacht im Doppelzimmer sind Sie dabei. Über die großen Hotelbuchungsportale werden Sie nicht fündig (zumindest wurde ich es damals nicht), buchen Sie direkt über die Seite des Hotels. Wenn Ihnen das Hotel (verständlicherweise) zu teuer ist, lohnt es sich auch, dort zu essen oder Kaffee zu trinken.
Wenn Sie die Slieve Bloom Mountains erkunden möchten, dann ziehen Sie als Unterkunft auf alle Fälle das Roundwood House in Mountrath in Erwägung, auch dieses Hotel ist in einem wunderschönen alten Country House aus dem 17. Jahrhundert untergebracht.
 

Restaurantempfehlungen

Auch im County Laois kann man gut essen wenn man die richtigen Adressen kennt - aber dafür habe Sie ja mich.
Besonders in Portlaoise gibt es einige Restaurants, deren Besuch sich absolut lohnt.
Das Seasons im Herzen der Stadt bezeichnet sich selbst als Bistro. Atmosphäre und Raum sind in der Tat unprätentiös, das Essen allerdings ist erstklassig  und wird von einem sehr freundlichen Personal serviert. Die Speisekarte ist übersichtlich (nicht das Schlechteste was man von einem Restaurant sagen kann, dennoch fällt die Wahl schwer, nicht zuletzt bei den leckeren Deserts. Die Preise sind gemäßigt (wie auch bei meinen anderen Empfehlungen), man merkt, dass der Tourismus hier noch keine große Rolle spielt. Besonders Familien fühlen sich hier sehr wohl
Ebenso in Portlaoise befinden sich einige sehr gute indische Restaurants, ich möchte hier das Mayur Indian Restaurant herausgreifen. Generell habe ich festgestellt, dass asiatische Restaurants in Irland (genauso wie übrigens in Großbritannien) authentischer sind als in Deutschland. Wenn Sie also auf der Speisekarte "Hot" (also "scharf") lesen, dann können Sie davon ausgehen, dass es auch für einen Inder oder Chinesen scharf ist und nicht nur für unsere westeuropäischen Gaumen. Nun aber zum Mayur: Die Karte ist umfangreich und man findet all die "üblichen Verdächtigen" darauf. Naturgemäß sind auch Vegetarier in einem indischen Restaurant goldrichtig. Ich habe hier eines der besten Lamb Tikka Masala überhaupt gegessen, es gibt es natürlich auch mit Hähnchen sowie mit Garnelen. Beim zweiten Mal hatte ich das vegetarische Tarkari Milaoni, verschiedene Gemüse in einer Pfeffer-Zwiebelsoße. Es gibt alles übrigens auch zum Mitnehmen.
In Portarlington befindet sich The Candied Walnut Eatery, auch ein sehr für Familien geeignetes Restaurant. Die Speisenauswahl ist klassisch, die Portionen reichlich und das Personal überaus freundlich. Wie der Name schon andeutet sind besonders auch die süßen Nachspeisen lecker, der wie in Irland wie üblich warm servierte Apple Crumble war hervorragend.
 

Pubempfehlungen

Wenn Sie in den Slieve Bloom Mountains wandern oder Kinity Castle besichtigen möchten dann haben Sie es nicht weit bis nach Clonaslee und dort in Fallon's Bar. Irgendwo habe ich darüber gelesen: "Easy to find - Hard to leave Pub" und das trifft es sehr gut. Fallon's hat keine Website aber ein Facebook Profil. Aber sie müssen sowieso nur wissen, das Sie in gemütlicher Atmosphäre gute Drinks genießen können, dass auf den Fernsehern alle wichtigen Spiele laufen und es Donnerstags (sowie manchmal auch an anderen Tagen) Live Musik gibt. Michael Fallon ist ein Pubbesitzer vom alten Schlag und kümmert sich rührend um seine Gäste.
Im schönen Städtchen Abbeyleix liegt Morrisey's (keine Website aber ein Facebook Profil). Es liegt in der Hauptstraße des Ortes und ist nicht zu verfehlen. Seit 1775 (damals mit Kramerladen) kann man hier einkehren, früher war es ein obligatorischer Stop von Reisenden auf der Strecke Dublin - Cork. Morrisey's lebt von der überall spürbaren Historie, die Einrichtung ist so wie sie wohl auch vor 200 Jahren schon war, ein Besuch hier ist wie eine Reise in die Vergangenheit. Nur die Getränke sind von heute und schmecken hervorragend. Es gibt Gästebücher, die bis in die Gründungszeit zurückreichen und in die man sich immer noch eintragen kann. Wenn man Glück hat findet gerade eine Traditional Session statt. Morrisey's ist immer noch wie ein Laden eingerichtet, das Personal trägt weiße Kittel und man kann Süßigkeiten kaufen.
Wie Morrisey's ist auch Treacy's in Portlaoise eines der ältesten Pubs Irlands, eröffnet spätestens 1780. Man kann im angegliederten Restaurant auch wunderbar essen, die Steaks sind allererste Sahne. Das langgezogene reetgedeckte Gebäude ist schon von außen ein Hingucker. Man kann hier nicht nur die üblichen Verdächtigen, sondern auch einige Craft Biere probieren, die Atmosphäre ist urgemütlich. Wenn es das Wetter zulässt kann man auch im Freien sitzen.
Treacy's Pub Portlaoise


Top 3 der Sehenswürdigkeiten im County Laois

Top 1: Wandern in den Slieve Bloom Mountains

Es mag atemberaubendere Gebirge in Irland geben, aber die Slieve Bloom Mountains haben ihren ganz besonderen Reiz. Wenn sich schon nicht allzu viele Touristen nach Laois "verirren", so sind es noch weniger Wanderer, die sich in diesem Gebirge tummeln, man hat sie also fast für sich allein. Es gibt 16 markierte Rundwanderwege und zwei Fernwanderwege (den Slieve Bloom Way und den Offaly Way). Umfassende Informationen finden Sie auf der Website der Slieve Bloom Mountains: Wanderrouten mit genauer Beschreibung sowie Karten zum herunterladen, Unterkünfte, weitere Aktivitäten wie Reiten, Angeln und Radtouren sowie Einzelheiten zu den beiden Walking Festivals, die jedes Jahr hier stattfinden. Ich habe mich - wieder einmal - vom Vorschlag im Lonely Planet inspirieren lassen und mir als fauler Sack den 4km kurzen "Glenbarrow Waterfall Loop" ausgesucht. Wenn man es langsam angeht dauert es weniger als eineinhalb Stunden, man kommt durch schöne Landschaft, wandert entlang des River Barrow und kommt zum "Clamp Hole Waterfall". Alles in allem eine sehr entspannende und erholsame Wanderung.
Es geht aber auch anspruchsvoller, sowohl was die Länger der Touren als auch den Höhenuntschied und Schwierigkeitsgrad angent, der Arderin, höchster Gipfel der Slieve Bloom Mountains misst immerhin 527 Meter

Top 2: Emo Court

Emo Court ist ein neoklassizistischer Landsitz nahe des gleichnamigen Ortes Emo, ursprünglich Ende des 18. Jahrhunderts erbaut für den ersten Earl von Portarlington. Emo Court, gekrönt von einer grünen Kuppel, kann zwischen Ende März und Ende September im Rahmen von geführten Touren (und nur im Rahmen von geführten Touren, Dauer ca. 45 Minuten) besichtigt werden. Im angeschlossenen Tea Room kann man sich stärken. Den großen Park mit unzähligen Bäumen und Sträuchern kann man ganzjährig ohne Eintrittsgebühr besichtigen, was man auf keinen Fall missen sollte. Am Schönsten ist es hier Ende April / Anfang Mai, wenn die Glockenblumen (Bluebells) einen blauen Blütenteppich zaubern.

Top 3: Rock of Dunamase

Der Rock of Dunamase ist ein steil aus der Ebene herausragender Kalksteinfelsen. Das machte ihn zu allen Zeiten zu einem hervorragenden Beobachtungs- und Verteidigungsposten. Auch heute ist neben den Ruinen verschiedener Siedlungen die weitläufige Aussicht der Hauptgrund, warum ich sehr gerne hierher komme. Wenn Sie in der Nähe sind (der Felsen liegt ein paar Kilometer östlich von Portarlaoise an der Straße nach Stradbally (N80)

County Longford

Allgemeines

Auch das County Longford gehört zu den oft übersehenen Counties der Midlands und es stimmt ja, klassische Attraktionen für Touristen gibt es nur wenige. Und trotzdem - oder gerade deswegen - lohnt sich ein Besuch. Einige Orte sollte man in der Tat gesehen haben und die landwirtschaftllich geprägte Region bietet sanfte Hügel und saftige Weiden, sowie mit dem Lough Ree ein Paradies für Angler. Die Uhren scheinen hier noch langsamer zu gehen bei den weniger als 40.000 Einwohnern des Counties.

Hotelempfehlungen

Viele Hotels gibt es nicht im County Longford und von denen sind nicht alle empfehlenswert. Eines aber ist es unbedingt: das Viewmount House in Longford Town, ein sogenanntes Boutique Hotel mit nur wenigen Zimmern. Bereits im 17. Jahrhundert erbaut war es ursprünglich ein Landsitz. Auch heute hat es noch diesen Charakter, mit großen Räumen, alten Möbeln und offenem Kamin, eingebettet in einen großen gepflegten Garten. Das dazugehörige Restaurant ist erstklassig. Möchten Sie hier übernachten so reservieren Sie frühzeitig, denn erstens ist wie gesagt das Angebot an Hotels im County Longford gering und zweitens hat sich die Qualität des Viewmount House weit herumgesprochen.

Viewmount House
 

Restaurantempfehlungen

Auch hier ist zuallererst das Restaurant des Viewmount House in der Dublin Road etwas außerhalb von Longford Town zu nennen. Es ist im ehemaligen Stall untergebracht und bietet entspannten Luxus bei herausragenden Speisen. Sowohl der frische Fisch als auch Fleischgerichte sind zu empfehlen, die Preise sind angemessen und für die Qualität sogar günstig. Das Restaurant steht selbstverständlich auch Nicht-Hotelgästen offen, auch hier ist eine Reservierung unbedingt angebracht.
Sehr gut geschmeckt hat es mir auch bei Barney's in Longford Town. Es handelt sich um ein Steakhouse, es gibt aber auch Nudel- und andere Gerichte, auch ein Vegetarier wird hier durchaus fündig. Das Restaurant selbst liegt im ersten Stock, zur Straße gibt es nur einen schmalen Eingang, laufen Sie nicht daran vorbei. Man kann hier übrigens auch hervorragend frühstücken.
Soll es schnell gehen, haben Sie Lust auf leckere Pizza oder andere italienische Spezialitäten? Dann schauen Sie bei Luigi's in der Main Street von Longford Town (keine eigene Website) vorbei. Gerade die erwähnte Pizza war sensationell. Eigentümlicherweise gibt es im Netz auch Kommentare, dass es hier die besten Pommes Frittes Irlands gäbe, etwas das ich nicht bestätigen (aber auch nicht dementieren) kann.

Pubempfehlungen

An guten Pubs mangelt es so wie überall in Irland auch im County Longford nicht.

Skelly's Bar liegt im schönen Städtchen Ballymahon. Es ist gemütlich und die Getränkekarte umfangreich, mit auch etwas ausgefalleneren Marken. Des weiteren gibt es hier ein Restaurant (nicht ausprobiert), ein B&B und man kann sich im "Off License" auch Getränke mitnehmen. Am Wochenende gibt es oft Live Musik.
Bei Edward J Valentines in 65 Main Street in Longford Town kann man in uriger Atmosphäre trinken, die Cocktails hier wurden von einigen Gästen speziell gelobt. Valentines wurde erst 1990 eröffnet, ich nehme aber an, dass Bar und Einrichtung vorher schon wo anders in Gebrauch waren, zumindest hat das ganze Pub einen definitiv älteren Charme. Über das Pub Food wurde mir Unterschiedliches berichtet, die Bar ist aber definitiv empfehlenswert. Auch hier gibt es am Wochenende Live Musik.
 

Top 3 der Sehenswürdigkeiten im County Longford

Top 1: Der Corlea Trackway

Der Corlea Trackway bei Kenagh ist ist ein Bohlenweg aus der Eisenzeit. Er ist etwa einen Kilometer lang, vier Meter breit und aus 15 cm dicken Eichenholzbohlen gebaut. Er endet nach 1000 m auf einer kleinen Insel im Moor, von der aus ein zweiter ebenso langer Bohlenweg auf die andere Seite des Moores führt. Beide wurden im Jahre 147 v. Chr. errichtet. Der Zweck der Bohlenwege ist unbekannt. Die Strecke war nur kurzzeitig verwendbar. Innerhalb eines Jahrzehnts versank sie im Moor.
Vor Ort wurde das Corlea Trackway Visitors Centre als Museum errichtet, desseh Besuch sich unbedingt lohnt. 18 Meter des Trackway werden im Visitor Center unter besonderen klimatischen Bedingungen ausgestellt.

Top 2: Aughnacliffe Dolmen

Der Aughnacliffe Dolmen ist eines der drei größten Megalithgräber Irlands und ca. 5000 Jahre alt. Der Deckstein liegt angeblich nur wacklig auf, probieren Sie es aber nicht aus :). Daneben gibt es noch einen zweiten, den Cleenrath Dolmen. Aughnacliffe liegt ca. 18km nördlich von Longford Town in der Nähe der R198. Am Besten ist ein Besuch am frühen Morgen oder am späten Nachmittag/frühen Abend, dann hat man die Dolmen oft ganz für sich allein.

Top 3: Ardagh Heritage Village

Ardagh ist ein hübsches Örtchen, das einen Stop auf alle Fälle lohnt. Im Ardagh Heritage Centre gibt es eine interessante Ausstellung über die Geschichte von Ardagh. Machen Sie einen Spaziergang und freuen Sie sich über die schöne Atmosphäre des Ortes.

County Louth

Allgemeines

Das County Louth ist die flächenmäßig kleinste aller irischen Grafschaften. Es liegt nördlich des County Dublin, durch einen Zipfel des Countys Meath von diesem getrennt, seine beiden Hauptorte sind Drogheda und Dundalk. Louth gehört zum Speckgürtel Dublins, hier wohnen viele Pendler. So wohnen hier dreimal so viele Menschen als z.B. im County Longford, obwohl es deutlich kleiner als dieses ist. Die Bevölkerungsdichte ist die zweithöchste im Land, nur getoppt von Dublin. Im Norden grenzt Louth an Nordirland (genauer: an die Counties Monaghan und Armagh). Das County lässt sich gut von Dublin aus erkunden, es lohnt aber auch, hier ein paar Tage zu verbringen, Louth ist reich an Sehenswürdigkeiten und Geschichte und Drogheda weist eine hervorragende touristische Infrastruktur auf.

Hotelempfehlungen

Wie oben erwähnt gibt es insbesondere in den beiden Städten Dundalk und Drogheda sehr viele gute Hotels.
Besonders wohlgefühlt habe ich mich im Ballymascanlon House Hotel, das wenige Kilometer nördlich von Dundalk liegt und auch bei Tripadvisor die Nummer 1 ist. Es besteht aus einem alten Herrenhaus (zumindest sieht es so für mich aus) und einigen angefügten Neubauten. Ein Flügel liegt über der Bar, ich habe gehört, dass es dort etwas lauter sein kann. Wenn Sie also unbedingt Ruhe schätzen, dann fragen  Sie nach einem Zimmer im anderen Flügel. Das Restaurant ist hervorragend und das Frühstück eine Sensation. Zum Hotel gehört auch ein top gepflegter Golfplatz. Das Einzelzimmer (ein Doppelzimmer zur Einzelbelegung) bekommt man für unter 100 Euro, ein für Irland und die Qualität des Hauses ein mehr als fairer Preis.
Während man im Ballymascanlon etwas außerhalb aber dafür im Grünen logiert, ist das McKevitt's Village Hotel mitten im Zentrum des charmanten Ortes Carlingford. McKevitt's ist ein kleines (14 Zimmer) familiengeführtes Hotel mit schönen Räumen und sehr gutem Frühstück. Zum Meer sind es nur wenige Meter. Im angeschlossenen Schooners Restaurant lässt sich hervorragend speisen, in der Bar kann man gemütlich sitzen und am Wochenende Live Musik genießen. Auch im McKevitt's kommt man für unter 100 Euro pro Nacht unter.
Das D Hotel in Drogheda ist ein modernes Haus und von außen mit dementsprechend weniger Charme und im Inneren funktional. Dennoch eine Empfehlung wert, da die Lage im Ort ideal und der Service sehr gut ist. Ein typisches neues Stadthotel um das wirklich schöne Drogheda zu erkunden, auch die Preise sind fair. Eher ein Haus für einen kürzeren Aufenthalt.

Restaurantempfehlungen

Im D'Vine Wine Bar & Restaurant in der Dyer Street in Drogheda (keine eigene Website) verbindet sich wie der Name schon vermuten lässt ein Weinlokal mit einem Restaurant. Die Speisekarte kann man als mediterran dominiert bezeichnen, mit Leckereien wie Tapas, Pastas, Pizzas, Fisch und Steaks sowie - wie es sich für eine Weinbar gehört - einer großen Auswahl verschiedener Rebensäfte. Man sitzt gemütlich und entspannt, wenn es das Wetter erlaubt auch draußen. Das D'Vine ist auch für Familien mit Kindern hervorragend geeignet. Sonntagabend gibt es Live Musik, meist Jazz.
Das Restaurant mit dem etwas seltsamen Namen West29 Restolounge befindet sich im Westcourt Hotel in der West Street von Drogheda und wurde mehrfach ausgezeichnet. Der Name - eine Kombination aus Restaurant und Lounge - macht durchaus Sinn. Die Speisekarte ist umfangreich, das Essen großartig und das Personal aufmerksam und freundlich. Es hat nur abends geöffnet, nur am Sonntag bekommt man schon ab 12:00 den traditionellen "Sunday Roast". Wenn Sie danach nicht noch mit dem Auto fahren müssen dann gönnen Sie sich nach dem Essen einen der leckeren Cocktails.
Sind Sie im malerischen Carlingford, dann versäumen Sie auf keinen Fall das PJ O'Hares, ein ausgezeichnetes Gastropub. Versuchen Sie als Vorspeise die Carlingford Austern und als Hauptgang PJ's Beef und Guinnes Pie oder frischen Fisch; natürlich ist auch für Steak Afficionados bestens vorgesorgt. Es gibt sogar eine eigene Speisekarte mit glutenfreien Speisen! Und nach dem Essen brauchen Sie nicht aus dem Haus zu gehen, um ein leckeres Pint und täglich Live Musik zu genießen. Bei schönem Wetter lockt auch ein Biergarten.
 

Pubempfehlungen

Auch hier ist unbedingt PJ O'Hares in Carlingford zu nennen, das populärste Pub der Stadt und wie manche sagen des ganzen Countys. Michael und Bernadette Heaney führen ein mehrfach ausgezeichnetes Pub, das offiziell "The Anchor Bar" heisst, von allen aber nur "PJ's" genannt wird. Die Einrichtung hat Charme und man kann noch sehen, dass hier früher ein mit dem Pub kombinierter Lebensmittelladen war. Hier geht die Post ab, am Wochenende kann es auch einmal (zu) voll werden, wenn man Pech hat mit mehreren Junggesellen- und -gesellinenabschieden. Kommen Sie also unter der Woche oder stürzen Sie sich mit ins Getümmel.
Eine der letzten Errungenschaften der Barszene im County Louth ist Cagney's (bisher ohne eigene Website) in 3 Dyer St. in Drogheda, also direkt in der Ortsmitte. Cagney's wurde erst 2013 eröffnet, ich war selbst noch nicht dort, die Bar ist mir aber mehrfach empfohlen worden. Natürlich wird man hier auf der Suche nach Tradition nicht fündig, es ist ein moderner Laden mit neuer Möblierung, einer eigenen Cigar Bar und einer umfangreichen Wein-, Gin- und Cocktailkarte. Auch hier geht es eher lebhaft zu. 
Ebenfalls in Drogheda befindet sich das Black Bull Inn, seit drei Jahrzehnten ein überaus beliebtes Etablissement mit zwei Bars - eine davon asiatisch inspiriert - und angeschlossenem Restaurant (vielleicht sind auch die Pubs an das Restaurant angeschlossen, aber nachdem sich das Restaurant in einem moderneren Anbau befindet trifft wohl ersteres zu). Man findet hier eine große Auswahl an Craft Beers (die üblichen Verdächtigen gibt es natürlich auch).

Top 3 der Sehenswürdigkeiten im County Longford

auch wenn Louth das kleinste County Irlands ist hat es doch sehr viel zu bieten.

Top 1: Monasterboice

Auch wenn Sie vielleicht nur auf der Durchreise sind, in Monasterboice sollten Sie auf alle Fälle haltmachen. Die ehemalige Klosteranlage wurde um das Jahr 500 herum vom Heiligen Buithe gegründet, ein Name, der mit der Zeit in Boyne umgewandelt wurde, so heißt deshalb der Fluß und das dazugehörige Boyne Valley bzw. das dort liegende Brú na Bóinne mit den UNESCO-Weltkulturerbestätten Dowth, Knowth und Newgrange (siehe "Sehenswürdigkeiten im County Meath"). Aber zurück zu Monasterboice: Buithe war ein Anhänger von St. Patrick, das Kloster war insbesondere im 10. und 11. Jahrhundert eines der wichtigsten und einflußreichsten Klöstern Irlands mit großer Bedeutung für Kunst und Kultur des Landes. Ende des 10. Jahrhunderts wurde Monasterboice kurz von den Wikingern eingenommen, die aber bald wieder verjagt wurden. Das Ende des Klosters kam dann gegen Ende des 11. Jahrhunderts durch einen verheerenden Brand, bei dem auch viele Schriften vernichtet wurden. Die beiden Kirchenruinen des Geländes haben wenig Interessantes zu bieten (der dazugehörige Friedhof wird noch heute benutzt), bekannt und zurecht berühmt ist Monasterboice für zwei Hochkreuze und seinen Rundturm, der einer der schönsten und höchsten Irlands ist. Das eine der beiden Hochkreuze ist "Muirdach's Cross" (manchmal auch Muiredach's Cross), auf dessen Ostseite sich sehr gut erhaltene Reliefs mit Motiven aus dem Alten, auf der Westseite aus dem Neuen Testament befinden. Es wurde von Muirdach aufgestellt (so steht es auf dem Sockel) der wohl Anfang des 10. Jahrhunderts Abt des Klosters war. Da damals die einfache Bevölkerung nicht lesen konnte dienten die Bilder der Veranschaulichung und Erziehung der Menschen. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich mir die Motive all der Bilder nicht merken konnte, sie sind aber auf Wikipedia beschrieben (in englischer Sprache). Das zweite Hochkreuz von Monasterboice ist das sogenannte "West Cross" oder auch "Tall Cross", letzterer Name deutet schon auf die Besonderheit hin, nämlich dass es mit ca. 6,50 Metern Höhe eines der größten oder vielleicht sogar das größte Hochkreuz Irlands ist Es ist ca. genauso alt wie Muirdach's Cross und ebenso aus Kalkstein, leider aber weniger gut erhalten. Ein knappes Dutzend der ursprünglich mehr als 50 Reliefs sind noch zu erkennen. Auch hier hilft bei den Motiven Wikipedia weiter, dieses Mal sogar auf deutsch:

  • die Taufe Jesu
  • Christus im Grab
  • David mit dem Kopf Goliaths
  • Moses schlägt Wasser aus einem Felsen
  • Pilatus wäscht seine Hände
  • Samson, der die Säulen des Tempels stürzt
  • Versuchung des heiligen Antonius
  • Samuel salbt David


Wie bei so vielen Sehenswürdigkeiten Irlands gilt auch hier: kommen Sie am besten frühmorgens oder am späten Nachmittag, dann ist am wenigsten los. Der Eintritt kostet nichts, es werden aber - natürlich - gerne Spenden angenommen. Monasterboice ist nur über einigermaßen abgelegende und enge Straßen erreichbar. Ungefähr zwei Kilometer westlich von Slane geht ein mit "Mellifont" beschildertes Strässchen von der N3 ab, Nach einigen weiteren Kilometern geht es rechts zur Mellifont Abbey (die auch sehenswert ist, wenn Sie sich entscheiden müssen würde ich aber zu Monasterboice raten), und links nach Monasterboice. Insgesamt ist die Klostersiedlung nicht so leicht zu finden, am Besten geben Sie die Koordinaten 53°46′39.53″N 6°25′02.43″W in Ihr Navi ein.
 

Top 2: Cooley Peninsula

Die Cooley Pensinsula ist eine Landzunge etwa auf halbem Weg zwischen Dublin und Belfast. Die Schönheit der Landschaft lässt mich wundern, warum die Cooley Pensinsula bisher von Touristen mehr oder weniger ignoriert wird - für Sie aber ist das umso besser, als Sie hier die Gegend kaum mit anderen Reisenden teilen müssen.
Auf Ihrem Weg entlang der Halbinsel werden Sie langen Steinstränden sowie mit einem herrlichen Blick auf das tiefblaue Wasser der Dundalk Bay, der Irischen See und des Carlingford Lough belohnt. Die Straßen im Landesinneren bringen Besucher über die schroffen Cooley Mountains. Suchen Sie sich eine Stelle mit Blick auf das Meer mit den Mourne Mountains im Norden und genießen Sie. Der einzige Ort der Cooley Peninsula an dem es etwas lebhafter und mit ein wenig mehr Trubel zugeht ist das wunderbare Städtchen Carlingford mit kleinen Straßen, die sich seit dem Mittelalter kaum verändert haben, irgendwo habe ich gelesen die Stadt sei wie ein Freilichtmuseum und das trifft es sehr gut. Die Stadt ist voller Restaurants, Pubs und Geschäfte, es ist also mehr los als ein einem "richtigen" Museum. Die bekannteste Sehenswürdigkeit Carlingfords ist King John's Castle, das im 12. und 13. Jahrhundert von den Normannen erbaut wurde. Besuchen Sie auch das Heimatmuseum (Heritage Centre) in der umgebauten Holy Trinity Church, das durch seine ungewöhnliche Location und eine sehr interessante Ausstellung über die Blütezeit des Städtchens besticht. Nicht zuletzt sollten Sie einen Blick auf Tafee's Castle werfen, ein gut erhaltenes Turmhaus aus dem 16. Jahrhundert.
Mit dem
Proleek Dolmen und dem Clontygora Court Grave besitzt die Cooley Peninsula zwei gut erhaltene neolithische Grabstätten, die älter als die Pyramiden Ägyptens sind.
Outdoor-Enthusiasten haben die Qual der Wahl zwischen Segeln, Angeln, Golf, Reiten, Vogelbeobachtung , Radfahren oder (geführten) Wanderungen.
Wenn es noch so etwas wie Geheimtipps in Irland gibt, dann gehört die Cooley Peninsula dazu. Nehmen Sie sich zwei oder drei Tage Zeit, schlagen Sie Ihr virtuelles Zelt zum Beispiel in Carlingford auf und haben Sie eine unvergessliche Zeit.

 

Top 3: Drogheda

Drogheda ist eine sehenswerte Festungsstadt mit etwas weniger als 40.000 Einwohnern, nehmen Sie sich einen halben oder besser einen ganzen Tag Zeit, um sie zu erkunden.
Das Millmount Museum mit dem Martello Tower liegt auf einem Hügel im sonst weniger ansprechenden Vorort Millmount. Die Normannen hatten hier eine Festung errichtet, dann kam eine Burg und deutlich später der Martello-Turm dazu. Ein Schwerpunkt des Museums ist das harte Schicksal der Stadt im 17. Jahrhundert, also sie erst von Cromwell und seinen Truppen und später im Rahmen der Schlacht am Boyne schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde.
St. Peter's Church ist ein schönes Gebäude mit toller Architektur im franzölisch-gotischen Stil und wunderbaren Glasfenstern. Die Hauptattraktion ist eine Reliquie: der Kopf des hl. Oliver Plunkett, der im Jahre 1681 hingerichtet wurde, auch die Tür der Zelle, in der er seine letzten Tage verbracht hatte ist zu sehen.
Die Highlanes Gallery befindet sich in einem umgebauten Kloster der Franziskaner und hat eine herausragende Sammlung zeitgenössicher Kunst, im angeschlossenen Restaurant kann man sehr gut essen.
Lassen Sie sich darüber hinaus durch die Straßen der Stadt treiben, genießen Sie die hervorragenden Restaurants und Pubs und stoßen Sie auf weitere Sehenswürdigkeiten wie das z,B. das östliche Stadttor St. Laurence's Gate, das frühere Rathaus, das alte Gerichtsgebäude und vieles mehr.

County Meath

Allgemeines

Das County Meath ist stark landwirtschaftlich, besonders vom Ackerbau und Weidewirtschaft geprägt. Die Nähe zu Dublin ließ Schlafstädte entstehen und der Verkehr ist dank der vielen Pendler manchmal ein Problem. Für den Reisenden ist Meath durch die größte Ansammlung von prähistorischen und historischen Stätten im Land wie Brú na Bóinne, Tara, Trim und Kells mehr als eine Reise wert und sozusagen Pflicht.

Hotelempfehlungen

Navan, die Hauptstadt des County Meath hat für Touristen nicht viel zu bieten. Man kann hier natürlich sein Quartier aufschlagen, um die Sehenswürdigkeiten des County zu besichtigen. Ich würde Ihnen jedoch empfehlen, sich woanders ein Hotel zu suchen.
Eine sehr schöne Stadt um sich einzuquartieren ist für mich Trim und hier insbesondere das Trim Castle Hotel. Es ist ein Haus neueren Datums, von der Terasse und einem Teil der Zimmer aus hat man einen wunderbaren Blick über das Trim Castle und die Stadt. Die Zimmer sind geräumig und bieten alles was das Herz des Reisenden begehrt. Das Restaurant bietet gute Küche, in der Bar kann man gemütlich sitzen und auch hier etwas essen. Das Trim Castle Hotel ist sehr beliebt bei Hochzeitsgesellschaften, wenn man das nicht mag sollte man die Wochenenden eher meiden.
Wenn Sie in Kells übernachten möchten, dann wählen Sie unbedingt das Headfort Arms Hotel. Das charmante Haus hat bereits 200 Jahre Geschichte hinter sich und liegt strategisch günstig im Ortszentrum, auch zu den anderen prähistorischen und historischen Stätten ist es nicht weit. Die Zimmer sind komfortabel eingerichtet mit kostenlosem WLAN und die Inhaberfamilie kümmert sich rührend um ihre Gäste. Im angeschlossenen Bistro kann man nach einem ereignisreichen Tag voller Besichtigungen hervorragend essen, auch das Pub des Hotels ist empfehlenswert. Des weiteren gibt es eine Lounge und ein Cafe. Im kleinen Spa kann man entspannen, wie ich der Website entnommen habe kann man sich sogar die Zähne bleichen lassen :).
Nur zufällig bin ich auf das Tankardstown House nahe Slane gestoßen, es ist tatsächlich noch so etwas wie ein Geheimtipp. Wenn Sie die Möglichkeit haben, dann bleiben Sie eine oder mehrere Nächte hier. Das Tankardstown House besteht aus einem Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert und einigen Nebengebäuden, den sogenannten Cottages. Hier kann man sich wirklich wie ein Adliger fühlen und das ruhige Landleben genießen. Es gibt wunderbare Aufenthaltsräume mit offenem Kamin, eine kleine Bar, und die Zimmer sind luxuriös eingerichtet. Die Inhaber Brian und Trisha helfen einem mit Tipps wo sie nur können. Es werden zahlreiche Packages angeboten, man kann sich nach allen Regeln der Kunst verwöhnen lassen. Das ganze ist nicht billig, aber für das was man bekommt durchaus preiswert und es lohnt sich!

Restaurantempfehlungen

Im County Meath gibt es eine Reihe hervorragender Restaurants.
Ein richtig guter Inder ist das Khan Spices in Trim. Der Eigentümer Naser Khan hat sein Restaurant hell und freundlich eingerichtet, der Service ist hervorragend und das Essen auch. Versuchen Sie das Chicken Kashmiri,  wie immer in indischen Restaurants ist auch für Vegetarier bestens gesorgt, das Mixed Vegetables Curry ist ein Gedicht. Khan Spices ist auch ein Take Away.
Darf es nur eine Kleinigkeit sein? Dann empfehle ich die Harvest Home Bakery, (keine eigene Website) ebenfalls in Trim, gleich neben der Burg. Angeboten werden Suppen und Sandwiches und natürlich alles, was man in einer Bäckerei/Konditorei erwartet. Der Kaffee ist perfekt, was in Irland nicht immer der Fall ist.
Wenn Sie gerade durch Navan fahren und Hunger haben, dann machen Sie einen Stopp im The Central Bar & Restaurant. Eigentlich sind es mehrere Bars, ein Café, ein Restaurant, eine Lounge und was weiß ich was noch alles. Die Zutaten kommen überwiegend von lokalen Produzenten aus der Region, man kann sich sein Essen auch auf der großen und beheizten (in Irland immer ein Plus) Terasse schmecken lassen. Die Speisekarte ist umfangreich, viele Gerichte haben einen asiatischen "Touch", es gibt aber auch Burger, Steaks und vieles mehr. Ich war mittags im Central und wie so oft wenn ich mich nicht entscheiden kann wurde es am Ende ein Caesar Salad, genauer gesagt der "Warm Cajun Chicken Caesar Salad", perfekt gewürzt und mit reichlich Huhn.
 

Pubempfehlungen

Besonders gut gefallen hat es mir in James Griffin's Bar in Trim. Bei meinen Recherchen im Netz bin ich immer wieder auf Aussagen gestoßen die Griffin's für eines der besten Pubs des ganzen Landes halten und ich kann nicht widersprechen. Der Besitzer und sein Personal könnten freundlicher nicht sein, die Einrichtung ist urgemütlich (vieles davon wohl seit der Eröffnung im Jahre 1904), es gibt einen großen Bereich im Freien, die Drinks sind perfekt (es gibt auch eine umfangreiche Cocktailkarte ebenso wie viele Whiskeys), das Publikum ist gut gemischt) und an vielen Abenden gibt es Live Musik von traditionell bis Rock. Drinken Sie mal kein oder zumindest nicht ausschließlich Guinness, die Brú Craft Biere schmecken fantastisch.
James Griffin Bar Trim


Auch Slevin's (keine eigene Website) in der Main Street in Dunboyne ist unbedingt einen Besuch wert. Ich kann nur empfehlen hier mittags oder abends auch einmal zu essen, das Bar Food ist wirklich gut und nicht teuer, auch das Frühstück soll sensationell sein; es gibt einen gemütlichen Biergarten, sollte aber das Wetter überraschenderweise nicht danach sein sitzt man drinnen genauso gemütlich, es gibt einen offenen Kamin.
Auch Smyth's Bar in Navan kann ich empfehlen. Es wurde 2002 renoviert, man hat einen eher modernen als altertümlichen Eindruck, aber es ist sehr gemütlich und Essen sowie Getränke sind ein Genuß.
 

Top 3 der Sehenswürdigkeiten im County Meath

Top 1: Brú na Bóinne

Brú na Bóinne ist sozusagen der Sammelbegriff für die prähistorischen Kultstätten Newgrange, Dowth und Knowth, wovon wiederum Newgrange die bekannteste ist. Gelegen im Boyne Valley gehört es seit 1993 zum UNESCO Weltkulturerbe. Naturgemäß ist man hier nicht allein und muss sich die beeindruckenden Anlagen mit vielen anderen Interessierten teilen, dennoch sollte man einen Besuch hier auf keinen Fall verpassen. Es existiert eine Höchstgrenze von so viel ich weiß 750 Personen, die die Anlagen pro Tag besichtigen dürfen, in der Hochsaison kommen aber mehr Touristen. Tickets können nur vor Ort erworben werden. Kommen Sie also frühzeitig, um Enttäuschungen zu vermeiden - und planen Sie mindestens einen halben Tag ein, wenn Sie alles besichtigen möchten. Newgrange, Dowth und Knowth liegen nördlich des Boyne auf einem Hügel, das Visitor Center, von dem aus die Führungen starten (man kann die Stätten nur im Rahmen einer Führung besichtigen, vo Besucherzentrum aus wird man mit einem Bus dorhin gebracht) liegt südlich des Flusses am Rande des Dorfes Donore. Alles ist sehr gut ausgeschildert und Sie werden keine Probleme haben, das Besucherzentrum zu finden. Falls Sie ohne Auto unterwegs sind nehmen Sie die Buslinie 163 von Drogheda aus.

Brú na Bóinne ist ein Komplex aus neolithischen Hügeln, Grabkammern, Menhiren, und sogenannten Henges (neolithischen kreisförmigen Monumenten aus aufrechten Steinen oder Stämmen) und anderen prähistorischen Monumenten, die ältesten wurden etwa 3500 vor Christus errichtet und sind somit älter als die ägyptischen Pyramiden, von Stonehenge gar nicht zu reden, das ist 1000 Jahre jünger. Insbesondere die Ganggräber zeugen von großer Kenntnis von Wissenschaft und Astronomie.
Das Gelände umfasst 780 Hektar, darauf befinden sich rund 40 Ganggräber, sowie andere prähistorische Stätten und Monumente die später errichtet wurden. Die Mehrheit der Denkmäler sind auf der Nordseite des Flusses konzentriert. Die bekanntesten Monument des Brú na Bóinne sind die beeindruckenden Ganggräber von Newgrange, Knowth und Dowth, alle berühmt für ihre bedeutenden Sammlungen von megalithischer Kunst. Jedes steht auf einem Bergrücken in der Flussbiegung.
Newgrange, erbaut etwa 2500 vor Christus, ist der zentrale Hügel des Boyne Valley der kreisförmige Steinhügel
mit einem Durchmesser von über 100 Metern, ist von weitem zu erkennen . Knowth und Dowth sind von vergleichbarer Größe. Alle Gräber haben erhebliche archäologische und astronomische Bedeutung. Newgrange und Dowth sind so ausgerichtet, dass zur Wintersonnenwende das Sonnenlicht einfällt (die Eintrittskarten für diesen Tag werden verlost und die Nachfrage ist um ein vielfaches größer), während Knowth sich in Richtung der Frühlings- und Herbst-Tagundnachtgleiche orientiert.
Auf der Website von World Heritage Ireland finden Sie viele wertvolle Informationen.
 

Top 2: Hill of Tara

Ebenfalls in der Nähe des River Boyne befindet sich der mystische Ort des Hill of Tara. Zugegeben, man kann heute nicht mehr allzuviel sehen, praktisch alles ist von Gras überwachsen, dennoch kann man sich seinem Zauber nicht entziehen und da Sie ja auf meinem Infoportal sind um Irland nahezukommen ist der Besuch dort quasi ein Pflichttermin, denn der Hill of Tara zählt zu den bedeutendsten Orten Irlands und ist ein Herzstück der irischen Geschichte, Legende und Identität.
Ursprünglich ein religiöser Ort an dem die keltischen Druiden ihre Rituale feierten wurde er später zur Hauptstadt der irischen Hochkönige. Als die ersten Christen im 5. Jahrhundert nach Irland kamen war eines ihrer ersten Ziele der Hill of Tara, denn auch Ihnen war die Bedeutung des Ortes bewusst und Sie waren einerseits davon fasziniert, wollten aber natürlich gleichzeitig die heidnischen Wurzeln durch den christlichen Glauben ersetzen. Dies gelang ihnen auch, auch wenn es mehrere Jahrhunderte dauerte, bis die Hochkönige endgültig ihre Bedeutung verloren.

Geschichte ist zugegebenermaßen nicht meine große Stärke, weswegen ich Sie für Details hier auf den Wikipedia-Artikel verweisen möchte, der den Hill of Tara und seine Bedeutung besser beschreibt als ich es je könnte.
 

Top 3: Trim Castle

Wie immer bei Burgen ist auch Trim Castle ein heisser Tipp wenn Sie mit Kindern reisen (sie sollten aber nicht zu klein sein, da im Inneren hohe, steile Stufen erklommen werden müssen) - aber auch für Erwachsene hat das gut erhaltene Trim Castle viel zu bieten. Laut Menschen die es wissen müssen ist Trim Castle die größte anglonormannische Festungsanlage Irlands. Die erste Burg wurde 1173 erbaut, aber wohl ein Jahr später schon wieder zerstört. Der heutige Bau wurde im Jahr 1220 fertiggestellt und ist seitdem mehr oder weniger unverändert geblieben. Trim Castle wird stilecht von einer fast 500 Meter langen Mauer umgeben. Am besten lernt man die Burg im Rahmen einer Führung kennen (sie kostet nur 2€ und ist ihr Geld wert, zumindest mein Guide war ein kluger und humorvoller Mann), das Gelände kann man auf eigene Faust erkunden.
Übrigens wurde hier der Film "Braveheart" mit Mel Gibson gedreht.
 

County Offaly

Allgemeines

Das County Offaly war das erste in Irland, in dem ich mich auf der Suche nach meinem Hotel furchtbar verfahren habe. Gott sei Dank gibt es heutzutage Navigationsgeräte und damals gab es hilfsbereite Iren, die mich wieder auf den rechten Pfad gewiesen haben.
Offaly ist mit Ausnahme der im Süden gelegenen Slieve Bloom Mountains flach und wird im Westen vom Shannon begrenzt. An der Tatsache, dass es unter anderem an das County Galway grenzt merkt man schon, dass es für das östliche Irland relativ weit nach Westen reicht :).
Auf einer Fläche von 2000 Quadratkilometern leben knapp 80000 Menschen. Der Verwaltungssitz ist Tullamore, das vielen von Ihnen als Namensgeber für den überaus populären Whiskey Tullamore Dew bekannt sein dürfte (das ist der, der unter anderem in diesem charakteristischen Tonkrug verkauft wird). Offaly ist nach wie vor stark landwirtschaftlich geprägt, man findet hier Viehzucht und Getreideanbau. Wie viele Counties im Osten ist auch Offaly ein eher unspektakuläres und gerade deshalb dazu geeignet, das ursprüngliche Irland kennenzulernen. Die wichtigste Sehenswürdigkeit der Grafschaft ist zweifellos die Klostersiedlung Clonmacnoise.

Hotelempfehlungen

Im County Offaly gibt es nicht allzuviele Hotels und ich kann Ihnen aus eigener Erfahrung auch nur von zweien berichten, diese beiden waren aber wirklich empfehlenswert:
Der Bridge House Hotel, Spa and Leisure Club in Tullamore ist ein luxuriöses Viersterne-Hotel mit viel Charme: Schon beim Betreten war ich beeindruckt vom eleganten Foyer mit seiner Freitreppe und dem großen Kronleuchter. Die Zimmer stehen dem in nichts nach und das alles befindet sich zentral im Herzen Tullamores. Der Bridge House Hotel, Spa and Leisure Club bietet ein umfangreiches Fitness- und Wellness-Angebot mit Fitness Club, Pool, Spa (auch im Freien) und einer Vielzahl von Anwendungen. Ich muss aber sagen, dass ich mir das nur angesehen und nichts am eigenen Leib ausprobiert habe. Das Personal des Hotels ist kompetent und überaus freundlich. Wie viele gute Hotels in Irland ist auch der Bridge House Hotel, Spa and Leisure Club sehr beliebt bei Hochzeitsgesellschaften, am Wochenendde kann man dem jungen Glück praktisch nicht entgehen.
Auch der County Arms Hotel & Leisure Club in Birr hat mich vollständig überzeugt. Genauso wie das vorher genannte Hotel wartet es mit Pool, Spa und Wellnessangeboten auf. Von außen wirkt es wie ein altes Herrenhaus, die Zimmer sind ausreichend groß und sehr gut eingerichtet, wenn auch nicht so opulent wie im Bridge House Hotel. Das Essen im Cookes Restaurant war hervorragend, die Bar 62 gemütlich und  mit sehr leckerem Bar Food. Auch hier können Sie am Wochenende den Hohzeitsgesellschaften nicht entgehen.

Restaurantempfehlungen

Nicht umsonst steht das Blue Apron Restaurant in Tullamore auch bei Trip Advisor an erster Stelle, Es ist nicht ganz billig hier, aber die Preise sind durch die Qualität des Essens mehr als gerechtfertigt. Ich hatte die Lammschulter und war schlichtweg begeistert, gefolt von einer Creme Brulée von der beeindruckenden Dessertauswahl. Für Vegetarier gibt es eine eigene Speisekarte. Montags und Dienstags ist geschlossen, eine Reservierung wird empfohlen.

The Thatch in Birr ist eine urgemütliche Kombination aus Restaurant und Pub mit wunderbarem Essen. Ich hatte das dreigängige Dinner Menue gefolgt von einer Tasse Kaffee für 35€, es geht aber auch günstiger wenn man das "Early Bird Menue" am frühen Abend wählt oder im Pub isst, natürlich empfiehlt es sich, nach dem Essen noch auf einen Drink im urigen Pub zu bleiben. Gelegentlich gibt es Live Musik, leider nicht bei meinem Besuch.

The Thatch in Birr

Im Copper Pot Still, 9 High Street Tullamore (keine eigene Website) gibt es grundsolides und leckeres Bar Food à la Fish and Chips und Burger, serviert von sehr freundlichem Personal. Auch von hier geht man selbstredend nach dem Essen nicht gleich nach Hause sondern gönnt sich danach ein kühles Bier oder andere flüssige Genüsse

Pubempfehlungen

Ich kenne leider nur zwei empfehlenswerte Pubs im County Offaly, deshalb kann ich hier keine drei vorstellen. Nicht weil es nicht mehr gäbe sondern ich muss gestehen, dass Offaly eines der Counties ist, die ich auch etwas vernachlässigt habe.

Beide Pubs habe ich Ihnen schon oben unter "Restaurantempfehlungen" aufgelistet, nämlich das The Thatch und das Copper Pot Still. Die Getränke sind in beiden Pubs lecker, das Personal freundlich und die Atmosphäre gemütlich.
Sollten Sie weitere Pubempfehlungen für das County Offaly haben, so lassen Sie es mich bitte wissen, ich führe sie dann gerne hier unter der Nennung Ihres Namens auf.

Top 3 der Sehenswürdigkeiten im County Offaly

Top 1: Clonmacnoise

Die historische Klostersiedlung von Clonmacnoise ist nicht nur die wichtigste Sehenswürdigkeit im County Offaly sondern eine der bekanntesten in ganz Irland. Ich war schon mehrmals dort, am schönsten war es aber sicher als ich Clonmacnoise im Rahmen meiner Hausboottour besucht habe. Man kann ganz in der Nähe anlegen und sich dann am frühen Abend und am Morgen umsehen, wenn es ruhiger ist als tagsüber und die Faszination dieses Ortes besonders spürbar wird; denn natürlich ist hier der sprichwörtliche Teufel los und es fallen Tag für Tag ganze Horden von Touristen ein. Ruhiger ist es natürlich auch in den Wintermonaten, aber auch da ist man nicht allein. Wenn Sie durch die Ruinen wandern werden Sie sich in die damalige Zeit zurückversetzen können und Sie würden sich wohl nicht wundern, wenn Sie plötzlich einem Gelehrten aus dieser Zeit begegneten.
Clonmacnoise wurde 548 von St. Ciarán gegründet und lag seinerzeit an der Kreuzung des Flusses Shannon und der wichtigsten Straße vom Osten in den Westen Irlands. Die gute strategische Lage erwies sich als wichtiger Vorteil für die Entwicklung der Siedlung. Schon nach relativ kurzer Zeit war es eines der bedeutendsten, wenn nicht das bedeutendste Kloster Irlands und damit nicht nur ein religiöses Zentrum, sondern auch eine Bastion irischer Literatur und Kunst. Viele Mönche, Laien und Künstler siedelten sich hier an. Ursprünglich waren die Gebäude aus Holz, das was Sie heute sehen wenn Sie Clonmacnoise besuchen stammt aus der Zeit ab dem 9. Jahrhundert, als diese durch Steinbauten ersetzt wurden. Die Siedlung wurde mehrmals von den Wikingern überfallen und im 16. Jahrhundert dann von den Engländern völlig zerstört.
Beginnen Sie Ihre Tour auf alle Fälle im Besucherzentrum/Museum, wo Sie in einem 20-minütigen Film eine hervorragende Einführung in diesen Ort bekommen. Im Museum befinden sich auch die Originale der berühmten Hochkreuze (an den Originalstandorten stehen sehr gute Nachbildungen, dies war nötig um die wertvollen Kreuze vor den Angriffen des irischen Wetters zu schützen). Sehen Sie sich aber auf alle Fälle auch diese Nachbildungen an, denn an ihren Standorten verströmen sie einen ganz besonderen Zauber. Die Kreuze sind im einzelnen das "North Cross" von dem nur noch Reste erhalten sind, das "South Cross" und das schönste, das "Cross of the Scriptures", das an allen vier Seiten beeindruckende Reliefs aufweist. Sehen Sie sich daneben die "Kathedrale", das größte Gebäude von Clonmacnoise und die verschiedenen kleineren Kirchen an. Am wichtigsten aber: nehmen Sie sich Zeit, wandern Sie umher und saugen Sie die Atmosphäre dieses magischen Ortes auf.

Clonmacnoise   Clonmacnoise

Clonmacnoise   Clonmacnoise   Clonmacnoise
 

Top 2: Birr

Birr ist in meinen Augen ein wirklich bezauberndes Städtchen. Das erste Mal war ich hier,als ich mir bei meinen Reitferien im An Sibin Riding Center einen gesäßschonenden Tag gegönnt und einen Ausflug hierher gemacht hatte. Es ist ein quirliger Ort, allerdings hervorgerufen von den Einheimischen und weniger von Touristen, hier kann man wirklich noch ursprünglichs irisches Stadtleben genießen. Es gibt hier wunderbare georgianische Häuser, besonders in der Oxmantown Mall und der John's Mall (der Tipp stammt aus dem "Lonely Planet", ich wusste die Straßennamen nicht.
Eine weitere Attraktion ist der sogenannte Seffin Stone (auch Seefin Stone). Dieser große unregelmäßig geformte Findling aus Kalkstein galt lange Zeit als "Nabel von Irland" (Umbilicus Hiberniae), also als das geografische Zentrum des Landes. Er hat eine Reihe von Einschnitten in Form von Kreuzen und anderen Symbolen. Der Seffin Stone stand ursprünglich in der Nähe des Bahnhofs, wo er ein wenig störte, er wurde deshalb vor das alte Schulhaus am John's Place, gebracht.
Die wichtigste Sehenswürdigkeit von Birr ist aber Birr Castle mit seinen schönen Gärten. Es ist das älteste bewohnte Haus des County. Im 16. Jahrhundert hatten die O'Carrolls of Èile hier eines ihrer Schlösser. Birr Castle wurde  im 17. Jahrhundert zweimal (erfolglos) belagert und einer der Türme zeigt immer noch die Narben der Artilleriegeschosse. Das Schloss ist nach wie vor der Sitz der Grafen von Rosse. Da Birr Castle nach wie vor bewohnt wird ist es für die Öffentlichkeit nur zu besonderen Anlässen zugänglich. Die umgebenden Gärten aber sind für Besucher ganzjährig geöffnet enthalten viele schöne Bäume und einen Landschaftspark mit Wasserfällen, Flüssen und Seen. Planen Sie für Birr Castle auf alle Fälle genügend Zeit ein.

 

Top 3: Kinnitty

Kinnitty ist ein malerisches Dorf 13km östlich von Birr, Sie erreichen es über die Regionalstraßen R440 und R421. Kinnitty verdankt seinen Namen laut Wikipedia der Legende, dass hier der Kopf einer Prinzessin begrabern ist (Ceann ist irisch für "Kopf" und Eitigh ist der Name der Prinzessin). Kinnitty selbst ist selbst einen Besuch wert, es eignet sich aber auch als Basis zur Erkungung der Slieve Bloom Mountains, an derer Fuß das Dorf liegt.
Auf dem Friedhof der Church of Ireland befindet sich ein zehn Meter hoher Nachbau der Cheopspyramide als Familiengruft für die Bernard Familie, die in Kinnitty Castle lebte.

County Westmeath

Allgemeines

Westmeath gehört zur Midlands Region und hat etwas weniger als 90.000 Einwohner. Sowohl was Größe als auch Bevölkerungszahl angeht ist Westmeath eher eines der kleineren Counties. Wikipedia habe ich entnommen, dass Westmeath mit dem 258 Meter hohen Mullaghmeen die niedrigste höchste Erhebung aller 32 irischen Counties hat :). Verwaltungssitz von Westmeath ist Mullingar, die größte Stadt des Counties ist Athlone. Wer von Dublin z.B. nach Galway fährt kennt Athlone (früher musste man durch die Stadt, heute gibt es eine Umfahrung. Ein Besuch von Athlone, das schön am Shannon liegt, lohnt sich durchaus. Wie viele der Counties in dieser Region ist auch Westmeath stark landwirtschaftlich, vor allem durch Viehzucht, geprägt. Das County hat neben dem Shannon viele weitere attraktive Gewässer, so dass es hauptsächlich bei Anglern und Wassersportlern sehr beliebt ist.

Hotelempfehlungen

Die Wineport Lodge in Glasson bei Athlone könnte man wohl als Designer Hotel bezeichnen. Sie liegt wunderschön am Ufer des Lough Ree und ist über den Shannon auch per Boot erreichbar. Die Zimmer sind geräumig und modern eingerichtet und man kann wunderbar am Wasser sitzen. Leider hatte ich bei meinem Aufenthalt irisches Schietwetter erwischt und konnte es nicht wirklich genießen. Dafür habe ich mich im hervorragenden Restaurant verwöhnen lassen. Ich bin kein versierter Weinkenner und -trinker, aber die Weinkarte sah beeindruckend aus und ich wurde gut beraten. Es wird eine Vielzahl von Beauty- und Wellnessbehandlungen angeboten, auch hier bin ich kein Spezialist, aber mir wurde von anderen Gästen versichert, dass sie es sehr genossen hatten. Billig ist es nicht wie auch das gesamte Hotel, aber ein Aufenthalt hier lohnt sich unbedingt. Ich muss wahrscheinlich nicht mehr extra erwähnen, dass es hier an den Wochenenden zahlreiche Hochzeitsgesellschaften gibt und es dann lebhaft werden kann.
Der Glasson Country House Hotel & Golf Club gleich in der Nähe der Wineport Lodge ist wie der Name schon sagt eine Golfhotel mit einem Championship Platz. Er eignet sich wegen seiner schönen Umgabung aber unbedingt auch für Spaziergänger und Wanderer. Die Zimmer sind geräumig und gut ausgestattet und mein Bett war sehr bequem. Auch hier hat man eine tolle Aussicht auf den Lough Ree. Ich hatte ein Standardzimmer, es gibt auch Deluxe Zimmer und Suiten, leider konnte ich keinen Blick hinein werfen, aber die Bilder auf der Website des Hotels sehen gut aus. Selbstverständlich kann man hier neben Golf auch viele andere Sportarten betreiben, natürlich überwiegend Wassersport, aber auch zum Beispiel Reiten. Ich habe mir ein Fahrrad ausgeliehen und die reizvolle Umgebung erkundet.
Das allererste Mal im County Westmeath hatte ich im Greville Arms Hotel in Mullingar übernachtet. Mir gefiel das alterwürdige Haus sehr gut, es war auf eine sehr charmante Art altmodisch und ich fühlte mich in das 19. Jahrhundert zurückversetzt. Der Service war freundlich, das Essen gut und die Zimmer hatten alles was ich brauchte. Leider sind die Kommentare auf Tripadvisor für die letzte Zeit sehr gemischt, mit einer Zahl von unzufriedenen Gästen, die eindeutig höher ist als die übliche Menge von notorischen Nörglern. Ich traue mich deshalb nicht, Ihnen das Greville Arms uneingeschränkt zu empfehlen und rate Ihnen, sich das Haus anzusehen und dann zu entscheiden ob Sie dort übernachten wollen.

Restaurantempfehlungen

Von der Wineport Lodge aus habe ich damals das The Villager in Glasson besucht. Dort legt man großen Wert auf lokale und saisonale Produkte. Die abwechslungsreicheSpeisekarte hält für jeden Geschmack etwas bereit, auch Vegetarier kommen nicht zu kurz. Mir hat es hier sehr gut geschmeckt.
Das Church Restaurant in der Castle Street in Mullingar (ohne eigene Website) befindet sich wie der Name nahelegt in einer ehemaligen Kirche. Bei entsprechendem Wetter kann man auch schön im Freien sitzen. Auch hier ist die Karte umfang- und abwechlungsreich. Was mich besonders beeindruckt hat war der außergewöhnlich freundliche Service. Das Church Restaurant liegt im Zentrum, so dass es sich für eine Pause im Rahmen eines Stadtspaziergangs anbietet.
An Murphy's Law in Athlone gefiel mir zuallererst der Name :). Das Essen hat mich dann aber auch begeistert. Murphy's Law bezeichnet sich selbst als "Gastro Bar", das heißt es ist ein Pub mit vollwertigem Restaurant. Die Preise sind sehr günstig, die Speisekarte ist riesig und man findet alle Klassiker wie Burger und Steaks, aber auch vieles mehr, Ich hatte Irish Stew und es war eines der besten die ich gegessen habe.

Pubempfehlungen

Weirs Bar & Restaurant liegt in Multyfarnham bei Mullingar. Es handelt sich hierbei ebenfalls um ein sogenanntes Gastropub, ich habe hier allerdings nur etwas getrunken, deswegen landet es unter Pubempfehlungen. Das Essen wird aber zum Beispiel auf Tripadvisor über den grünen Klee gelobt, man kann also auch für Lunch oder Dinner nichts falsch machen. Das Pub ist in Familienbesitz, die Atmosphäre ist äußerst gemütlich und die Drinks sehr gut.

Weirs Bar & Restaurant, Multyfarnham

Die Quayside Bar and Lounge in Athlone punktet vor allem durch ihre Lage direkt am Shannon, aber auch Speisen und Getränke können sich sehen lassen. Wenn das Wetter es zulässt kann man direkt auf einer Terrasse am Ufer sitzen und dem Treiben der Boote in der Marina zusehen. Die Bar gehört zum Radisson Blu Hotel Athlone, wird aber auch von vielen Nicht-Hotelgästen frequentiert.
Sean's Bar in Athlone gehört zu den Pubs, die für sich reklamieren, das älteste Irlands oder in diesem Fall sogar Europas zu sein, Angeblich wurde es bereits um das Jahr 900 gegründet. Ob das nun stimmt oder nicht, es ist auf alle Fälle sehr! alt und ein Besuch lohnt sich unbedingt. Es gibt einen offenen Kamin und es ist hier immer etwas los, es gibt praktisch jeden Abend Live Musik, im Sommer bei schönem Wetter auch im Biergarten am Ufer des Shannon. Nach meinem Geschmack ist es etwas zu touristisch, aber man kann ja niemandem vorwerfen wenn er dieses alte Pub besuchen möchte und es lohnt sich auf alle Fälle, hier vorbeizuschauen.

Top 3 der Sehenswürdigkeiten im County Westmeath

Top 1: Kilbeggan
 

County Wexford

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County Wicklow

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